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Dahme-Spreewald Hedda Dommisch will Bürgermeisterin werden
Lokales Dahme-Spreewald Hedda Dommisch will Bürgermeisterin werden
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04:30 26.05.2016
Hedda Dommisch arbeitet seit mehr als 20 Jahren im Mittenwalder Rathaus. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Von Hedda Dommisch spricht man in Mittenwalde. Denn die langjährige Kämmerin überraschte viele damit, nun selbst für das Amt des künftigen Bürgermeisters zu kandidieren. Und es gibt einen weiteren Grund: Die Sache mit der Heizungsreparatur. Der Auftrag ging an die Firma Dommisch. Die leitet zwar ihr Sohn; sie aber ist Gesellschafterin. Eine Arbeitsgruppe prüft die Angelegenheit. Aus der Ruhe bringt Hedda Dommisch das nicht. Sie ist sicher, alles richtig gemacht zu haben. Die Frau kennt sich aus, ist sie doch seit über 20 Jahren in der Verwaltung der Stadt beschäftigt. Kaum ein anderer dürfte Wohl und Weh Mittenwaldes so gut kennen wie sie.

Zudem ist sie hier aufgewachsen und zur Schule gegangen, bevor sie eine Ausbildung als Wirtschaftskauffrau begonnen hat. In den späten 90er Jahren ließ sie sich zum Verwaltungsfachwirt ausbilden und machte 2012 den Abschluss als Verwaltungsfachwirt. All das schaffte sie neben Beruf und Familie. Hedda Dommisch ist verheiratet und hat einen Sohn. Vor dem Fall der Mauer hatte Dommisch gewechselt zwischen Wirtschaft und Verwaltung, arbeitete beim Lehrgeräte- und Reparaturwerk Mittenwalde, beim Rat der Stadt, dann bei UGS (Untergrundspeicher). 1987 ging sie dann wieder zur Stadt, blieb auch über die Wende an ihrem Platz, gestaltete die Währungsunion mit und zeichnet verantwortlich für alle haushälterischen Vorgänge in der Stadt. Die Einführung des doppischen Haushaltes – auch das ist gemeinsam mit den Mitarbeitern ihr Werk und Verdienst. Sie hat nach der Wende die Amtsbildung von Stadt und umliegenden Gemeinden miterlebt, die Gemeindegebietsreform und schließlich auch den Abgang von Bürgermeister Uwe Pfeiffer. Seither ist sie amtierende Bürgermeisterin.

In der Stadt soll ein neues Zeitalter anbrechen

Den Stuhl will Hedda Dommisch nicht mehr hergeben. In der Stadt soll endlich ein neues Zeitalter anbrechen und sie möchte es unbedingt mitgestalten. Als Bürgermeisterin. Wichtig ist ihr ein gutes Klima der Zusammenarbeit im Rathaus, in dem sie mit allen per „Du“ ist. „Als Chefin werde ich dennoch akzeptiert“, sagt sie selbstbewusst in ihrer bekannten Art zwischen Strenge und spröder Kompromissbereitschaft. Dass möglicherweise auch unbequeme Veränderungen kommen, will sie nicht ausschließen. „Sie sind notwendig“, sagt sie und erinnert in dem Zusammenhang an die E-Mail-Affäre. Ein Mitarbeiter aus dem Rathaus soll E-Mails mitgelesen haben. Nun wurde ein externes Unternehmen beauftragt, sich der Problematik anzunehmen. Weitere Aufgaben müssten umverteilt werden. Über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut, fallen ihr das dringend notwendige Stadtentwicklungskonzept ein, die Stärkung des Tourismus, die Unterstützung der Vereine, die Integration von Flüchtlingen, der Wohnungsbau. Als Finanzfachfrau will sie einen ausgeglichenen Haushalt hinlegen: „Eine wirklich schwierige Aufgabe“, sagt sie. Dies vor allem, weil sie die Bürger mit entscheiden lassen möchte. Eine neue Internetseite soll der Anfang dafür sein, die Mittenwalder viel mehr einzubeziehen. Als Parteilose verfolgt Hedda Dommisch das Agieren der Abgeordneten in den Parteien. Das sei nichts für sie, so Dommisch. „Viele Parteien haben viele gute Ideen, aber es gibt keine, die alle in sich vereint“, führt die Mittenwalderin, Jahrgang 1961, aus. Diese hohe Latte will sie nun bei sich selbst anlegen.

Von Andrea Müller

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