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Heimatkalender „Hausblicke“ erschienen

Eichwalde Heimatkalender „Hausblicke“ erschienen

Burkhard Fritz hat wieder einen Eichwalder Heimatkalender zusammenstellt. Der Titel 2017 lautet „Hausblicke“. Es geht um zwölf historische Häuser und ihrer Geschichten. Seit Jahren bringt Burkhard Fritz den Kalender mit Hilfe des Heimatvereins heraus. Dieses Mal gab es aber eine technische Hürde.

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Burkhard Fritz (l.) und Heimatvereinsvorsitzender Jörg Jennoch mit dem Eichwalde-Kalender.

Quelle: Heidrun Voigt

Eichwalde. Der Alltag ist ohne Kalender heute nicht mehr denkbar. Ob als App oder Papiervariante – alle Jahre wieder regelt er das berufliche wie auch private Leben. Aber was ist schon ein digitaler gegen einen toll anzuschauenden Wandkalender? Der macht auch als Schmuckstück was her. Auf jeden Fall, wenn er wie der Eichwalder Kalender liebevoll und professionell gemacht ist. Seit mehr als zehn Jahren gestaltet Burkhard Fritz den Eichwalder Kalender und die Ideen gehen ihm nicht aus.

Ausblicke auf „Hausblicke“

Für 2017 präsentiert er die Edition „Eichwalder Hausblicke“. „Hausblicke sind leicht mit dem Wort Ausblicke zu verwechseln. Das ist Absicht“, erklärt Burkhard Fritz schmunzelnd. Er erzählt, dass vor 100 Jahren Vorstadtvillen in der Gemeinde entstanden und die Bauherren stolz dem Haus einen Namen gaben, meist den ihrer Ehefrau oder Tochter. Diese Namen, Schriftzüge und Bemalungen thematisiert der neue Kalender. Auf der Rückseite eines jeden Blattes hat Burkhard Fritz Informationen zu dem abgebildeten Haus zusammengetragen.

„Ich habe umher gefragt und bin ins Bauarchiv der Gemeinde gegangen. Während eines Aufenthaltes in Mecklenburg habe ich den Kalender fertig gemacht“, berichtet er. Er räumt ein, dass es in diesem Jahr eine besonders schwere Geburt war – nicht wegen des Themas, sondern weil er den Datenstick mit allen Ausarbeitungen verloren hatte. Also musste er sich noch mal an den Computer setzen. „Beim zweiten Mal fielen mir Dinge auf, die ich vorher nicht gesehen hatte. Es hatte also auch sein Gutes“, sagt Burkhard Fritz.

Erinnerung an Restaurant oder Freimaurer-Villa

Auf dem Titelbild ist der Giebel des Hauses „Waldfrieden“ mit einem Stuckmedaillon und einer Palmette auf der Giebelspitze zu sehen. Im Text erfährt man, dass in dem Haus 1947 bis 1953 das Restaurant „Waldfrieden“ war. Das Zunftzeichen der Freimaurer-Loge ziert ein Wohnhaus in der Walter-Rathenau-Straße. Das 1897 erbaute Haus diente den Freimaurern als Sommerresidenz, ist im Kalender zu lesen.

„Der Verkauf ist gut angelaufen. Es gingen schon welche nach Kanada, Polen und in die Schweiz – meist an ehemalige Eichwalder“, berichtet Burkhard Fritz.

Kalender-Vater hat nun mehr Zeit

Für den nächsten Kalender wird er mehr Muße haben. „Ich bin seit November im Ruhestand und genieße das“, sagt Burkhard Fritz, der in der Gemeinde angestellt war und sich dort um Kulturangelegenheiten kümmerte.

„Ich bin gut vernetzt mit dem Freundeskreis der Alten Feuerwache, dem Heimatverein, ,Kind & Kegel’ und im Kirchenkreis“, erläutert er. Er wird der Kultur also erhalten bleiben. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement möchte er auch reisen. Auf den Kalender 2018 freut er sich schon. Er hat bereits auch eine Idee. Der Heimatverein ist der Herausgeber des Eichwalder Kalenders. Die Auflage beträgt 600 Stück.

Info: Für 7,50 Euro bekommt man ein Exemplar des Kalenders in der Buchhandlung Schattauer und über www.heimatverein-eichwalde.de

Von Heidrun Voigt

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