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Dahme-Spreewald Heimatmuseum im Vierseithof
Lokales Dahme-Spreewald Heimatmuseum im Vierseithof
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14:25 20.05.2016
Karl Mette öffnet am Wochenende die Türen zur Ausstellung in seinem Vierseithof in Waßmannsdorf. Quelle: Uta Schmidt
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Waßmannsdorf

Landwirt Karl Mette ist ein Tierfreund. Seit nahezu 30 Jahren dokumentiert er akribisch mit Texten und Fotos das Leben der Störche in Waßmannsdorf. „Mit Ausnahme vom vergangenen Jahr haben hier seit 1988 Storchenpaare genistet und insgesamt 59 Jungstörche großgezogen“, so Mettes Statistik. Auch in diesem Jahr habe ein Storchenpaar Anfang Mai auf einem Schornstein in der Nähe der Kirche das Nest bezogen.

In seinem großen Vierseithof in der Waßmannsdorfer Dorfstraße verfolgt Karl Mette aber nicht nur das Leben der Großvögel in der unmittelbaren Nachbarschaft, in den ehemaligen Ställen und Scheunen hat er ein kleines Heimatmuseum eingerichtet, zu dem er am kommenden Wochenende wieder die Tore öffnen wird.

Anlass ist das Dorfstraßenfest

Anlass ist das diesjährige Waßmannsdorfer Dorfstraßenfest am Sonntag. Besucher können sich ohne Anmeldung an beiden Tagen in Mettes Reich mit einem ehemaligen Traktorenschuppen, Pferde-, Schweine- und Hühnerställen sowie Waschküche und Kartoffelkeller über das Leben von Mensch und Tier in der Region informieren. Dazu hat er zahlreiche Exponate – vom Butterfass, über einen alten Traktor bis zum präparierten Wildschwein – zusammengetragen.

„Meine Familie wohnt seit vielen Generationen in Waßmannsdorf. Unseren Vierseithof in dieser Bauweise gibt es seit 1907“, so der ehemalige Landwirt. Schulklassen, Kindergartengruppen, Mitglieder der Jugendfeuerwehren und andere Interessenten könnten nach Voranmeldung immer gern einen Blick auf die Heimatgeschichte und die heimische Tierwelt werfen.

Karl Mette sammelt seit vielen Jahren Tierpräparate

Seit mehr als 30 Jahren pflegt Karl Mette ein besonders Hobby: Er sammelt Tierpräparate von Lebewesen der Region, die von erfahrenen Berliner Präparatoren für die Nachwelt erhalten werden. Seine Sammlung umfasst inzwischen etwa 140 Ausstellungsstücke. Die toten Tiere wurden fast ausnahmslos in der Umgebung von Waßmannsdorf gefunden. Unter ihnen sind Bussard, Waldureule, Großtrappe, Störche, Dachs, Waschbär, sieben verschiedene Arten der Rabenvögel, aber auch Exoten wie ein Grüner Leguan und ein Flamingo. Und zu all diesen Exponaten weiß Karl Mette interessante Geschichten zu erzählen. Beispiel: Am 6. Juli 2004 wurde ein Storch auf der Straße zwischen Waßmannsdorf und Selchow von einem Auto überfahren. Das männliche Tier stammte aus dem Waßmannsdorfer Nest, wo sich noch fünf Jungstörche befanden. „Damals bin ich jede Woche nach Bestensee zum Fischer gefahren, um Beifang zu holen. Damit konnte die Storchenmutter ihre Jungen allein durchbringen“, erzählt Mette.

Biber ist das neueste Exponat in Waßmannsdorf

Jüngste Errungenschaft in der Ausstellung, die am Samstag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet wird, ist ein putziger Biber. Der hat erst vor wenigen Tagen in Waßmannsdorf Einzug gehalten. Karl Mette hat aber gleichwohl schon ein weiteres Objekt der Begierde im Auge: einen Wolf der im Februar 2015 auf der B96a bei Waßmannsdorf überfahren wurde. Das präparierte Tier hat seinen Platz derzeit im Naturkundemuseum Potsdam gefunden. „Ich würde den Wolf gerne einmal als Leihgabe bei mir ausstellen“, so Mette. Schließlich gehöre der ja auch zu den Tieren, die rund um Waßmannsdorf gefunden worden sind.

Das Dorfstraßenfest in Waßmannsdorf mit vielen Überraschungen für Familien beginnt am Sonntag um 10 Uhr vor dem Gasthof „Dymke“. Um 12 Uhr werden sich alle Besucher zum Gruppenfoto versammeln. Dazwischen, also in der Zeit von 12 bis 12 Uhr, ist auch am Sonntag die Ausstellung im Vierseithof vom Karl Mette geöffnet.

Von Uta Schmidt

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