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Dahme-Spreewald Heiraten in der „Alten Kaufhalle“
Lokales Dahme-Spreewald Heiraten in der „Alten Kaufhalle“
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00:29 08.08.2015
Die „Dienstagsrunde“ verpasste dem Strandhäuschen am Wolziger See einen neuen Farbanstrich. Quelle: Franziska Mohr
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Wolzig

Der Heideseer Ortsteil Wolzig dürfte gute Chancen haben, in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen zu werden. Bei nur 578 Einwohnern gibt es 90 Mitglieder im Heimatverein – da kann wohl kaum ein Ort mithalten, ist sich Mario Oswald, der nicht nur Wolziger Ortsvorsteher, sondern auch noch Chef des Heimatvereins ist, sicher. Und der Verein ist zweifellos nicht nur bei der Anzahl der Mitglieder eine Macht.

Der Verein betreibt das Dorfgemeinschaftshaus, das, wie der Name „Alte Kaufhalle“ schon besagt, aus einem ehemaligen Supermarkt entstanden ist, und zudem noch den Badestrand des Ortes. Die sogenannte „Dienstagsrunde“, bestehend aus einem harten Kern engagierter Wolziger, legte dort im Frühsommer wieder Hand an und versah das Strandhäuschen am Wolziger See mit einem neuen Anstrich. „Eine Knochenarbeit“, wie Oswald bekennt. Schließlich musste vorher die alte Farbe komplett abgeschliffen werden. Im Herbst pflanzen die Mitglieder des Heimatvereins an der Strandwiese auch neue Büsche und setzen 2016 sechs größere Bäume, die die 16 Pappeln ersetzen sollen, die in diesem Frühjahr gefällt werden mussten.

Mario Oswald ist Ortsvorsteher in Wolzig und zudem Chef des Heimatvereins. Quelle: Franziska Mohr

Zur Freude der Kinder ließ die Gemeinde Heidesee am Strand auch eine neue Kletterburg aufstellen. Das nahmen nicht nur die Wolziger, sondern auch die zahlreich anzutreffenden Wasserwanderer dankend an. Betreut werden sie seit Jahren von Verena und Ewald Hänschke. „Das klappt“, lobt der Ortsvorsteher. Aber auch auf „seine Mädels“ im Dorfgemeinschaftshaus, die 71-jährige Rosemarie Kuschawa und die 67-jährige Marlis Kuley, ist immer Verlass. Die „Alte Kaufhalle“ wird nach wie vor sehr gern für Silberhochzeiten, Seminare, runde Geburtstage oder Firmenjubiläen gebucht. Auch Hochzeiten werden in dem teilbaren, maximal 120 Gästen Platz bietenden Saal mit dem herrlichen Außengelände direkt am Wasser gern gefeiert. Das brachte den Ortsvorsteher auf die Idee, das Dorfgemeinschaftshaus für den Standesamtsbezirk Königs Wusterhausen, zu dem auch Heidesee gehört, jetzt auch als Trauungsort vorzuschlagen. „Selbst Schiffstrauungen sind hier möglich“, sagt Oswald über den Veranstaltungsort. „Mal sehen, ob es klappt“, sagt er. Für tolle Hochzeitsfotos hat der Heimatverein in jedem Fall schon mal zehn neue Bänke entlang des Kanals einbetoniert. „Wer allerdings zur Trauung radeln will, muss sich noch gedulden“, sagt Oswald schmunzelnd. Der Bau des Radweges aus Friedersdorf beginnt erst im Frühjahr. Der Fördermittelbescheid in Höhe von 360 000 Euro liegt schon im Rathaus vor. Die Baukosten insgesamt werden auf 750 000 Euro geschätzt. „Für Heiratswillige, aber nicht nur sie, haben wir im Ort allerdings ein Problem. Es fehlt an Wohnraum, so dass junge Leute, die nicht mehr bei den Eltern leben möchten, abwandern“, sagt Oswald. Im Flächennutzungsplan ist jetzt aber für Wolzig ein kleines Areal rund um den Blossiner Weg für den Bau von Eigenheimen vorgesehen. „Kämpfen werden wir auch um den Erhalt unserer Kita. Auch wenn sie nur 21 Plätze hat“, sagt Oswald. Und im Herbst gründet sich das Festkomitee. Schließlich wirft in Wolzig ein Ereignis seinen Schatten voraus. 2018 feiert das Dorf sein 575-jähriges Bestehen. Dass der Verein zu diesem Anlass etwas auf die Beine stellt, daran lässt Oswald keine Zweifel.

Von Franziska Mohr

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