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Heiterer Blick auf den Trubel

Franziska Troegner erzählt von „Grünkohl, Gänsen und Geschenken“ Heiterer Blick auf den Trubel

Für einen amüsanten Abend sorgte Schauspielerin Franziska Troegner, die auf Einladung des Kulturbundes Dahme-Spreewald im Saal der Königs Wusterhausener Kavalierhäuser Anekdoten und Geschichten rund um Weihnachten zum Besten gab.

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Franziska Troegner (2.v.r.) plaudert entspannt am Autogrammtisch während der Pause mit ihren Fans.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen. Seit fünf Jahren schon lädt der Kulturbund Dahme-Spreewald in der Vorweihnachtszeit zu vergnüglichen, literarisch-musikalisch Programmen mit bekannten Künstlern ein, um zu Unterhaltung und Entspannung vor dem Fest beizutragen. Eine Tradition, auf die viele Dahmeländer und Berliner nicht mehr verzichten wollen. Den Startschuss in die diesjährige Adventszeit gaben am Samstag die Schauspielerin Franziska Troegner und Pianist Jürgen Beyer unter dem Motto „Grünkohl, Gänse und Geschenke“ vor 100 Zuhörern im Saal der Kavalierhäuser.

Wer die beliebte Mimin kennt und schätzt, hatte reichlich Vorfreude auf eine lustige Vorstellung. „Wir haben die Künstlerin schon vor zwei Jahren engagiert. Ihr Kalender vor allem in der Vorweihnachtszeit ist voll. Deshalb sind wir froh, dass es diesmal geklappt hat“, sagte Kulturbund-Vorsitzende Christiana Lücke. Der Auftakt der erfahrenen Geschichten-Erzählerin Troegner, die in einem zweistündigen Programm unnachahmlich über den Stress am Jahresende, Besuche der Schwiegermutter, ungeliebte Geschenke, Begegnungen mit dem Weihnachtsmann und vieles mehr philosophierte, hatte es gleich in sich. Sie zelebrierte eine Weihnachtsgeschichte der Autorin Renate Holland-Moritz, die den Disput von Vater und dem siebenjährigen Sohn beschreibt, der einmal gerne der Weihnachtsmann sein wollte und nach der Bescherung selbst ohne Geschenke dastand. Mit gebrochen-weinerlicher Stimme schlüpfte Troegner in die Rolle des enttäuschten, berlinernden Steppkes und artikulierte dann dessen Freude, als der richtige Graubart doch noch vor der Tür stand. Sie nahm ihr Publikum mit auf einen Weihnachtsspaziergang aus der Feder des Eulenspiegel-Autors John Stave, der ein streitendes Paar beobachtete. Sie beschrieb ihre Mutter beim Grünkohlkochen so gelungen, dass der Kohl fast zu schmecken war. Vergnüglich auch der Rat Robert Gernhardts an kirchliche „Seltengänger“, die sich nicht aus dem Klingelbeutel bedienen sollten.

Für die stimmige Begleitung am Flügel sorgte Pianist Jürgen Beyer, der einen Spannungsbogen aus Liedern zur Vor- und Weihnachtszeit von Swing bis Klassik zu Gehör brachte.

In der Pause folgte Franziska Troegner der Einladung zur kurzen Plauderei mit ihrem Publikum und zur Signierung ihrer Autobiografie „Fürs Schubfach zu dick“. Darüber freute sich zum Beispiel Marianne Bader. „Ich kenne die Künstlerin schon seit vielen Jahren und schätze sie sehr.“ Auch Dagmar Stelzer genoss die Vorstellung. „Ich finde ihren Mutterwitz toll. Sie schafft bei ihren Erzählungen eine so authentische Stimmung, dass man sich in die Handlungen reinversetzen kann“, sagte die Königs Wusterhauserin. Ein Wiedersehen gab es für Inge Thonke. „Ich habe Frau Troegner schon im Schlosspark-Theater erlebt. Da konnte ich mir ihr Programm in den Kavalierhäusern nicht entgehen lassen. Kaum eine Schauspielerin setzt die Pointen so gut.“

Der Kulturbund feilt schon am nächsten Höhepunkt im Kulturkalender der Stadt. Am 6. Februar wird die französische Chanson-Poetin Corinne Douarre im Bürgerhaus „Hanns Eisler“ erwartet.

Von Uta Schmidt

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