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„Held oder Feigling“-Kurs in Grundschulen

Königs Wusterhausen „Held oder Feigling“-Kurs in Grundschulen

Wie sich Kinder in brenzligen Situationen verhalten, lernen sie in einem neuen Trainingsprogramm für Sechtsklässler kennen. Das Projekt der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen wird in diesem Jahr in allen städtischen Grundschulen durchgeführt. Ein Selbstverteidigungskurs gehört dazu. Die Kinder nehmen auch an einer Gerichtsverhandlung teil.

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Wenn die Fäuste fliegen, ist es oft schon zu spät. Wie Kinder es vermeiden können, in solche Situationen zu kommen, wird ihnen in dem Antigewaltprojekt beigebracht.

Quelle: dpa

Königs Wusterhausen. Nach der Pilotphase des Antigewaltprojektes „Held oder Feigling“ in der Johann-Gottfried-Herder-Oberschule und der Brandenburgischen Schule für Blinde und Sehbehinderte im Frühjahr wurde nun der Startschuss gegeben für die Umsetzung des Programms in allen städtischen Grundschulen in Königs Wusterhausen. In diesem Schuljahr setzen sich 318 Kinder der sechsten Klassen mit Gewaltprävention, Zivilcourage und Selbststärkung auseinander.

Projekt der Bürgerstiftung

Das Projekt der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen umfasst pro Schule acht Wochen. In der ersten Runde bis Mitte Dezember nehmen die sechsten Klassen an den Grundschulen Senzig, Niederlehme sowie der Blinden- und Sehbehindertenschule teil, im Frühjahr schließen sich von Februar bis April die Wilhelm-Busch-Schule, die Erich-Kästner-Schule und die Grundschulen in Zernsdorf und Zeesen an. In diesen Tagen werden Elterbriefe mit allen Informationen zum Projekt verschickt, sagte Anne Keding von der Bürgerstiftung am Montag der MAZ.

Die Auftaktveranstaltung mit Lehrern, Direktoren und Trainern fand im Königs Wusterhausener Rathaus statt

Die Auftaktveranstaltung mit Lehrern, Direktoren und Trainern fand im Königs Wusterhausener Rathaus statt.

Quelle: Stadtverwaltung

Sie berichtet von einem durchweg positiven Echo von Schülern und Lehrern der beiden Pilotschulen. Für die Grundschüler wurde das Programm etwas überarbeitet und noch kompakter gestaltet. So erfahren die Kinder, wie sie sich in Konfliktsituationen oder bei drohender Gewalt richtig verhalten. Das Präventionsteam der Polizei arbeitet ebenfalls mit den Kindern.

Besuch im Gerichtssaal

Sie nehmen auch an einem Selbstverteidigungskurs bei Dirk Rahmlow vom K4-Zentrum teil. Höhepunkt ist der Besuch einer Gerichtsverhandlung mit jugendlichen Straftätern. „Das hat bei den Schülern den größten Eindruck gemacht, sie waren sehr betroffen“, sagte Anne Keding. Die Sechstklässler werden zu Verhandlungen an den Amtsgerichten Königs Wusterhausen, Cottbus, Lübben und Fürstenwalde fahren.

Abwechslungsreiche Lernmethoden

„Das Angebot für die Schulen besteht aus einem fertigen Lern-Baukasten mit sechs Modulen“, so Anne Keding. Die Lernmethoden seien abwechslungsreich, ebenso die Moderatoren und Trainer. Die Kinder lernen Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt sowie Methoden und Verhalten, um sie zu vermeiden. „Sie lernen auch, Verantwortung für sich selbst und ihre Mitmenschen zu übernehmen und erhalten Einblicke, die nicht zum schulischen Standardrepertoire gehören“, sagte Anne Keding. Der Gang an die Grundschulen sei von allen Experten empfohlen worden. „Sie sagen, der Übergang von der sechsten zur siebten Klasse ist genau das richtige Alter für dieses Training.“

Initiatoren hoffen auf weitere Förderung

Das Land und die Stadt unterstützen das Projekt finanziell. Es ist laut Anne Keding in dieser Form bisher einmalig in Brandenburg. Die Bürgerstiftung hofft, dass es im nächsten Schuljahr mit den neuen sechsten Klassen fortgesetzt werden kann: „Wichtig ist eine nachhaltige Umsetzung.“

Von Frank Pawlowski

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