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Dahme-Spreewald Helfer in der Not
Lokales Dahme-Spreewald Helfer in der Not
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10:56 18.01.2016
Erna Block (2. v. r.) bedankt sich bei Ramona Brühl (r.); Tochter Gabriele Hubrich (l.) hat auch Blumen für Romeo Seehof und Tochter Josephine mitgebracht. Quelle: Uta Schmidt
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Schulzendorf

Eine Welle der Hilfsbereitschaft und Kommunikation brach nach dem MAZ-Artikel vom 12. Januar aus, mit dessen Unterstützung die Schulzendorferin Erna Block ihre Helfer nach ihrem Kreislaufkollaps am 2. Januar finden wollte. Diese hatten der 82-Jährigen im wahrsten Wortsinn unter die Arme gegriffen, schnell und besonnen den Rettungsdienst alarmiert, der die Seniorin in die Krankenhaus-Notaufnahme brachte. Erna Block konnte sich danach aber nicht mehr an die Namen und die Anschrift der freundlichen Menschen erinnern.

Zum „Drehkreuz“ bei der Suche via Zeitung, Handy und Internet wurde die Schulzendorfer Gemeindevertreterin Ramona Brühl. „Ich kenne ja viele Leute im Ort, habe mich auch schon für ein zweites Rettungsfahrzeug für die Rettungswache eingesetzt. Deshalb wurde ich wohl angesprochen und bekam viele Hinweise“, sagt sie. Der erste kam von Anne Jurk vom „Capitol“ in Königs Wusterhausen bereits morgens kurz vor 8 Uhr. Sie hatte den Zeitungsartikel per Messenger an Ramona Brühl weitergeschickt – mit der Bemerkung: „Vielleicht hast du ja eine Idee…“ Brühl startete danach einen Aufruf via Facebook, rief unter anderem Einsatzleiter Mark Schuster von der Rettungswache in Schönefeld an, um Einsatzort und -zeit zu erfahren. „Direkt beim Notruf 112 wollte ich nicht nachfragen, um die Leitung nicht zu blockieren“, so Brühl. Selbst Landrat Stephan Loge und Sozialdezernent Carsten Saß hätten sich an der Verbreitung der Nachricht beteiligt und sich über die Suche informiert.

Die erhellende Antwort kam am gleichen Tag direkt vom Rettungsdienst. Am Mittag des 2. Januar sei ein Rettungswagen in die Illgen-straße nach Schulzendorf gerufen worden. „Die Adresse kam mir gleich bekannt vor, weil mein Sohn Constantin mit Josephine Seehof in die gleiche Klasse in der Grundschule geht. Mutter Cindy Seehof ist Elternsprecherin“, so Ramona Brühl. Der telefonische Kontakt war danach schnell hergestellt.

Nun trafen sich Erna Block, ihre Tochter Gabriele Hubrich aus Königs Wusterhausen, Ramona Brühl sowie Romeo Seehof mit Tochter Josephine in einem Café in Schulzendorf, um sich persönlich kennenzulernen. Dabei erzählte Romeo Seehof, wie der die Seniorin in einem desolaten Zustand gegen 11.15 Uhr kurz vor dem Zusammenbruch an seinem Gartenzaun vorfand und ins Haus brachte. „Sie wusste auch nicht mehr, wo sie war. Meine 15-jährige Tochter Angelina hat gleich den Rettungsdienst gerufen. Und ich habe mich um Frau Block gekümmert, bis der Rettungswagen kam“, so Seehof. Der Polizeibeamte hatte ebenso die nötigen Ausweise zusammengesucht und den Sanitätern mit ins Krankenhaus gegeben. Weil er damit über die Anschrift verfügte, konnte der erfahrene Polizist anschließend das Fahrrad der alten Dame mit ihren Einkäufen zum Ehemann bringen und diesen informieren.

Dankbar zeigte sich Block-Tochter Gabriele Hubrich, die den Helfern große Blumensträuße mitgebracht hatte: „Ich habe selbst schon erlebt, wie wichtig schnelle Hilfe bei einem Unfall sein kann. Vor allem aber, dass Herr Seehof die Sachen noch bei meinen Eltern vorbeigebracht hat und meinen Vater informiert hat, das finde ich nicht selbstverständlich. Da kann man gar nicht genug danken“. Inzwischen hat sich Erna Block vom Schrecken und ihrem Kreislaufkollaps wieder erholt. Munter setzte sie am Donnerstagnachmittag die Leitung der Seniorensingegruppe fort. „Heute wird aber erst einmal gefeiert, zwei Geburtstage stehen auch noch an“, so Block. Ramona Brühl postete auf Facebook: Schulzendorf ist ein Dorf.

Von Uta Schmidt

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