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Dahme-Spreewald Hier wird Kranken schnell geholfen
Lokales Dahme-Spreewald Hier wird Kranken schnell geholfen
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00:19 19.10.2017
In der RegioMed-Praxis im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen: Michael Kabiersch, Benno Bretag und Andreas Schwark (v.l.). Quelle: Karen Grunwo
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Königs Wusterhausen

Allenthalben große Zufriedenheit: Die Anfang April im Königs Wusterhausener Achenbach-Krankenhaus eröffnete Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KV) ist ein Erfolg. „Unsere positiven Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Andreas Schwark, stellvertretender Vorsitzender der KV.

Mittlerweile wurden mehr als 4000 Patienten in dieser RegioMed-Praxis behandelt. Gekoppelt ist dieses KV-Angebot an die Rettungsstelle des Krankenhauses. Niedergelassene Ärzte aus der Region versehen in der neuen Praxis ihre Bereitschaftsdienste. Wenn ein Patient zur Anmeldung der Notfallambulanz kommt, wird dort schnell entschieden, ob derjenige ein Fall für die hausärztliche Bereitschaft der KV-Ärzte oder eben für das Team der Rettungsstelle des Krankenhauses ist. Erreichbar ist die RegioMed-Praxis immer dann, wenn niedergelassene Ärzte keine Sprechzeiten mehr haben – also abends, nachts und eben an den Wochenenden sowie Feiertagen.

Angenehme Kooperation

Es sei eine sehr angenehme und unkomplizierte Kooperation, lobt Michael Kabiersch, Geschäftsführer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, zu der neben dem Achenbach-Krankenhaus auch die Spreewaldklinik in Lübben gehört. Für die Patienten seien die Wartezeiten deutlich kürzer geworden, hebt Andreas Schwark hervor. Und Benno Bretag, Chefarzt der Notfallambulanzen der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, betont die gute Organisation an der Anmeldung der Rettungsstelle, wo die Kranken eingeteilt werden. „Wir arbeiten sehr gut mit den KV-Ärzten zusammen“, sagt er. „Wir haben mehr Zeit für die schwer Erkrankten“, berichtet Bretag. „Letztendlich gibt es einen Arzt mehr“, fasst er die Vorteile des Systems zusammen. Das ist übrigens ein Pilotprojekt. „Als KV haben wir beschlossen, das für das Land Brandenburg weiterzuentwickeln“, so Schwark. Nach dem Königs Wusterhausener Modell wird der Bereitschaftsdienst umgestellt werden.

Mittlerweile, so Benno Bretag, kristallisiere sich auch schon heraus, dass einige der KV-Ärzte recht regelmäßig Bereitschaftsdienste in der RegioMed-Praxis übernehmen. Auch das stärkt die Zusammenarbeit. „Wir hoffen, dass sich da ein fester Stamm entwickelt“, sagt Schwark. Bei etwa 15 bis 20 Prozent der Patienten der RegioMed-Praxis werden weitere Untersuchungen nötig. Diese können dann vom KV-Arzt direkt den Kollegen der Notfallambulanz übergeben werden. Dort mussten in diesem Jahr bislang etwas weniger Patienten behandelt werden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, da eben viele in der KV-Praxis gut versorgt werden konnten. Insgesamt aber, rechnet Benno Bretag Notfallambulanz und RegioMed-Praxis zusammen, seien bereits mehr Menschen gekommen. Das neue Angebot spricht sich rum. Mittlerweile wissen viele auch, dass sie ohne lange Recherche an zentralem Ort schnell Hilfe bekommen können. Über die zentrale Rufnummer der KV werden Anrufer aus der Region auf die RegioMed-Praxis in Königs Wusterhausen hingewiesen. Auch der Bereich Rangsdorf, so Schwark, sei jetzt dazu geschaltet worden, so dass auch die Menschen dort informiert werden, dass nach kurzem Fahrtweg umfassende Betreuung zu finden ist.

Von Karen Grunow

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