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Schenkenländchen Hilfe zur Integration

Erfreuliche Bilanz der Akteure der Flüchtlingshilfe Schenkenländchen: Mehr als 50 Freiwillige engagieren sich für die rund 250 in Heimen in Massow und Egsdorf lebenden Geflüchteten.

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Jürgen Behnken

Quelle: Foto: Irmscher.

Schenkenländchen. Mehr als 50 Personen sind im Schenkenländchen aktiv engagiert in der Flüchtlingshilfe. Sie kümmern sich um die derzeit mehr als 250 Menschen, die in den Unterkünften in Massow und Egsdorf untergebracht sind, berichtet der Märkisch Buchholzer Pfarrer Jürgen Behnken. „Ein großes Projekt ist die Kleiderkammer. Viele Menschen aus dem Schenkenländchen sind bereit, durch Sachspenden unsere Arbeit zu unterstützen“, erzählt er. Diese Kleiderkammer in Massow übrigens ist ab sofort für alle Menschen geöffnet, also auch Einheimische, die bedürftig sind.

Begleitung und Integration

Neben Vertretern der Schulen gehören Ärzte aus der Region, Mitglieder des Bikut-Vereins, Vertreter aus der Politik und der Kirche zu den freiwilligen Flüchtlingshelfern, aber auch viele Einzelpersonen, außerdem Jugendkoordinatorin Madlen Langer als Vertreterin der Amtsverwaltung. Am Anfang, erinnert Jürgen Behnken sich, ging es darum, ganz praktisches wie Kochtöpfe zu organisieren. „Im Laufe der Zeit wurde es eher eine Begleitung und Hilfe zur Integration“, so Behnken über den nunmehr zweijährigen Einsatz. Eingerichtet wurde eine Fahrradwerkstatt, es wurden Feste veranstaltet, Fahrdienste oder Übersetzer organisiert, es gibt Menschen, die Patenschaften übernommen haben, die Kindern Nachhilfeunterricht geben. Ist es gelungen, für Massower oder Egsdorfer Familien Wohnungen in der Region zu finden, erhalten sie weiterhin Unterstützung beim Ankommen im Alltag. „Wir möchten die Integration der Geflüchteten weiter vorantreiben“, betont der Behnken. „Vereine können ein verbindendes Glied zwischen Einheimischen und Geflüchteten sein“, sagt er und verweist auf Fußballer in Halbe und Tischtennisspieler, die diesen Weg zur Integration bereits erfolgreich beschreiten.

Aktionsbündnis hilft mit

Ganz aktiv in der Arbeit mit Geflüchteten sind auch die Mitglieder des lokalen „Aktionsbündnis gegen Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe“. Eigentlich einst begründet, um gegen die Vereinnahmung der Halber Kriegsgräberstätte Waldfriedhof durch Rechtsextreme vorzugehen, haben sich die Aufgaben nun gewandelt. Denn seitdem vor zweieinhalb Jahren die Freiluftausstellung zur so genannten Halber Kesselschlacht im Ort eröffnet wurde, „sind andere Bedingungen geschaffen worden“, so Arnold Mosshammer, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins des lokalen Aktionsbündnisses. „Wir agieren nun eben mehr im Sinne der Demokratie und Völkerverständigung, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, erklärt er.

Auch Jürgen Behnken ist Mitstreiter im Aktionsbündnis, ebenso der Bikut-Verein. „Wir sollten viel investieren, um die Menschen, die zu uns gekommen sind, zu integrieren und Ausgrenzung entgegen zu wirken“, ruft Behnken auf.

Von Karen Grunow

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