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Dahme-Spreewald Historische Musikplakate im Funkerberg
Lokales Dahme-Spreewald Historische Musikplakate im Funkerberg
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00:17 31.10.2013
Hartmut Kanter hat aus mehreren hundert DDR-Starplakaten die interessantesten für seine Ausstellung ausgesucht. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

Im tief dekolletierten weißen Spitzenkleid sitzt Sängerin Regina Thoss lächelnd auf einer Ledercouch. Die Gruppe „Keks“ ist beim Backen, Teig gerührt wird mit einem Gitarrenhals. „Karat“ gibt sich betont weltoffen auf dem Flughafen. Plakate bekannter Stars und Sternchen des DDR-Rundfunks und Fernsehens sind im Maschinensaal des Sender- und Funktechnikmuseums in Königs Wusterhausen bis Ende des Jahres zu sehen.

„Ich habe die Plakate viele Jahre gesammelt und hatte sie fast vergessen“, sagt der in Dolgenbrodt bei Königs Wusterhausen lebende Hartmut Kanter. Spätestens als Frank Schöbel nach der Wende zehn Plakate zur Sammlung beisteuerte, erinnerte sich Kanter an seinen Schatz. Insgesamt 600 Plakate besitzt er. Etwa ein Zehntel davon ist nun auf dem Funkerberg zu sehen.

„Die Plakate und Druckgrafiken stammen aus den 70er und 80er Jahren. Sie waren damals die Kunst des kleinen Mannes“, sagt der Kurator. Gute Fotografen wie Günter Gueffroy und Helmut Raddatz oder erstklassige Grafiker wie Hajo Schüler arbeiteten an den Entwürfen mit.

Hartmut Kanter will die Ausstellung auf keinen Fall als eine Ostalgieshow verstanden wissen. „Die Künstler haben sich auf diese Art und Weise selbst dargestellt. Es sind Zeitdokumente“, sagt er. Dazu stellt der Sammler Informationen über die Musiker. Er hat aufgelistet, wer zur Gründungsformation einer Band gehörte oder wer welches Instrument spielte.

Hartmut Kanter ist vom Fach. Er war 1969 der erste Schallplattenunterhalter der DDR – heute heißt der Beruf DJ. Er hat unter anderem Musikveranstaltungen für das „Haus der jungen Talente“ in Berlin organisiert und beim Rundfunk die DT64-Podiums-Diskothek aus der Taufe gehoben. Die Leute auf den Plakaten kennt er persönlich und kann viele Anekdoten erzählen.

Die DDR-Stars, angefangen von den „Puhdys“ bis zu relativ unbekannten Gruppen wie „Phonolog“, waren auf das Papierkontingent des Staates angewiesen. Wer die besten Beziehungen hatte, bekam das Papier für den Plakatdruck. Wenn eine Konzertanfrage eines Großbetriebes kam, hieß es: Wir treten nur auf, wenn Ihr von Eurem Papierkontingent was abgebt. Die Musiker mussten ihre Werbung selbst finanzieren. Nur manchmal sprangen die DDR-Künstleragentur oder die FDJ ein.
Aus seinen Radiozeiten besitzt Kanter auch alte Rundfunkbänder. Auf Wunsch wird er sie auf einer Revox, einer alten Rundfunkmaschine, für Ausstellungsbesucher abspielen. Auch Schallplatten der Stars können gehört werden. Die Stiftung Funkerberg ermöglicht die Schau. Mit einer Feierstunde erinnert sie am Dienstag um 18 Uhr daran, dass auf den Tag genau vor 90 Jahren die erste kommerzielle Rundfunksendung vom Vox-Haus in Berlin ausgestrahlt wurde.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember dienstags, donnerstags, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Heidrun Voigt

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