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Historische Spende

Wildau Historische Spende

Einen historischer Moment war das für die Wildauer Ortschronisten, die sich vor 20 Jahren als Gruppe zusammenfanden. Zum ersten Mal bekamen sie eine Spende. Sie wurde am Freitag im Volkshaus überreicht. Die Freunde war groß. Aber die Jubilare sind nicht wunschlos glücklich.

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Spendenübergabe am Freitag im Volkshaus: Irmgard Hornung (3.v.l.) nimmt den Scheck von Norbert Gärtner entgegen. Roland Vetter, Katrin Haecke, Udo Bohm und Bernd Lux (v.l.) von der Chronistengruppe freuen sich mit.

Quelle: Frank Pawlowski

Wildau. Die Wildauer Ortschronisten sind längst selbst ein Teil der Heimatgeschichte geworden. In diesem Jahr begeht die kleine Gruppe ihr 20. Jubiläum. Da kommt das unverhoffte Geschenk gerade recht, das den Heimatforschern am Freitag überreicht wurde – eine 400-Euro-Spende der Firma Mediaprint Eckmann aus Paderborn. Das Unternehmen stellt Stadtpläne und Informationssysteme für Kommunen her. Wildau ist schon viele Jahre ihr Kunde.

Die Freude war riesengroß

Als sich Norbert Gärtner von Mediaprint bei Bürgermeister Uwe Malich (Linke) nach einem Empfänger für die Spende erkundigte, fiel die Wahl sofort auf die Chronisten. „Sie fällt auf fruchtbaren Boden“, sagte Malich bei der Übergabe im Volkshaus. Die Freude darüber war riesengroß. „Es ist das erste Mal, dass wir eine Spende bekommen, deshalb freuen wir uns besonders darüber“, sagte die Leiterin der Gruppe, Irmgard Hornung.

Bewahrer der langen Ortsgeschichte

Mit strahlenden Augen erzählte sie von der ehrenamtlichen Arbeit der Chronisten. Sie sammeln und bewahren Dokumente aus der 642-jährigen Geschichte Wildaus, deren Ursprung im Dorf Hoherlehme liegt. Zahlreiche Postkarten, Bilder, Pläne, Alben, Familienbücher zählen zum Bestand. Eines der kostbarsten Stücke ist das Soldbuch eines Wildauers aus dem ersten Weltkrieg. Besonders stolz ist die Gruppe auf die beiden Wildauer Heimatbücher, die sie vor 15 Jahren herausbrachte. Die Nachfrage ist so groß, dass die Chronisten eine überarbeitete Neuauflage herausbringen wollen. Vielleicht finden sich im Jubiläumsjahr weitere Spender, denn anders ist das Vorhaben nicht zu finanzieren, wie am Freitag deutlich wurde.

Eine eigene Internetseite würde sehr helfen

Am liebsten würden die Chronisten viel mehr von ihren Schätzen zeigen. „Vieles liegt in Kisten und Vitrinen. Wir wünschen uns, dass wir das bald besser darbieten können.“ Doch für ein Wildauer Heimatmuseum fehlen geeignete Räume in der Stadt. Eher könnte es mit einer eigenen Internetseite klappen. „Das würde uns sehr helfen“, sagte Bernd Lux. Ohne Unterstützung schafft das die Gruppe aber nicht.

Bernd Lux hofft, dass die Wildauer weiterhin viel Historisches zur Verfügung stellen. „Wir sind froh über jeden, der uns etwas bringt.“ Die Gruppe trifft sich jeden Mittwoch Vormittag ab 9 Uhr im Haus der Vereine in der Eichstraße.

Von Frank Pawlowski

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