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Dahme-Spreewald Hochschule als Werbeträger
Lokales Dahme-Spreewald Hochschule als Werbeträger
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00:39 06.07.2015
Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Georg Hanke, Daniela Trochowski und Lutz Franzke (v. l.). Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

Nicht nur Wildau, sondern auch Königs Wusterhausen ist Hochschulstadt. Von 15 am Freitagmittag in Königs-Wusterhausen befragten Bürgern wusste dies allerdings niemand. „Königs Wusterhausen hat eine Hochschule? Nie gehört! Die alte Funkschule ist doch seit Jahren geschlossen“, sagte der Zeesener Manfred Kurth. Ähnlich erging es Nadine Kowalinsky. Von einer in ihrer Heimatstadt ansässigen Landesfinanzschule (LFS), von einer Fachhochschule für Finanzen (FHF) oder gar einer Landesakademie für öffentliche Verwaltung hatte sie noch nie gehört. „Wo soll das alles sein?“, fragte sie irritiert. Überrascht hörte sie vom Standort direkt neben der Blindenschule – und dies schon seit 1991.

Dieses Hochschuldasein incognito brachte die Brandenburger Staatssekretärin für Finanzen, Daniela Trochowski (Linke), am Donnerstagabend bei ihrem Besuch im Rathaus ins Grübeln. „Ein Umstand, der schnellstmöglich beendet werden muss. Wir benötigen eine Symbiose mit der Stadt“, sagte die Linken-Politikerin. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sicherte ihr alle Unterstützung zu.

Der Hochschul-Campus

Im Aus- und Fortbildungszentrum Königs Wusterhausen in der Schillerstraße sind täglich 640 Studierende an der Landesfinanzschule und der Fachhochschule für Finanzen vor Ort.

Im Bereich der Fortbildung qualifizieren sich täglich etwa 300, in Spitzenzeiten bis zu 500 Teilnehmer, an der Justizakademie, der Landesakademie und des Fortbildungszentrums der Finanzverwaltung.

Etwa 450 Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf dem Campus.

Das Land benötigt in den öffentlichen Verwaltungen einschließlich der Finanzämter Nachwuchs. Zumal aufgrund des Sparzwangs über Jahre nur sehr wenige Neueinstellungen vorgenommen wurden. So werden erst ab 2010 in Königs Wustehausen wieder junge Finanzbeamte ausgebildet. Trochowski: „Um die künftigen Studenten befinden sich die Finanzschulen in einem harten Wettbewerb mit anderen Hochschulen.“ Die Staatssekretärin lud daher schon jetzt für den 4. September alle Jugendlichen zu einem „Tag der offenen Tür“ auf das Campusgelände in der Schillerstraße ein. Dort wird sich auch die Stadt mit ihren Angeboten präsentieren.

In dem Rathausgespräch ging es aber auch um das kommunale Investitionsprogramm, in dem von 2016 bis 2019 für alle 480 Kommunen im Land insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Davon entfallen 100 Millionen Euro auf die Landesstraßen sowie 80 beziehungsweise 70 Millionen Euro auf die Bereiche Bildung sowie Freizeit und Feuerwehr. Die Förderrichtlinien erarbeitet das Ministerium bis zum Herbst. „Unterstützung vom Land erhofft sich Königs Wusterhausen beim Schulneubau in Senzig sowie bei einem Schulerweiterungsbau in Zeesen“, meldete Franzke die Wünsche der Stadt an. Blieben beim Land dann noch Fördergelder für die neue Feuerwehr-Hauptwache auf dem Funkerberg übrig, so sei er auch nicht böse. Trochowski quittierte es mit einem Lächeln. „In Königs Wusterhausen sind die Probleme gemessen an denen anderer Kommunen händelbar.“ Die Diskussionen verliefen sehr konstruktiv. Hier fordere man nicht nur, sondern berücksichtige auch die Belange anderer Kommunen, lobte die Staatssekretärin abschließend.

Von Franziska Mohr

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