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Dahme-Spreewald Hoffnung auf zusätzliche Wohnungen
Lokales Dahme-Spreewald Hoffnung auf zusätzliche Wohnungen
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16:06 09.02.2018
Trauriger Anblick: Große Teile der einstigen „Landesirrenanstalt“ in Teupitz verfallen seit Jahrzehnten. Quelle: Karen Grunow
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Teupitz

Bald könnten „Einsturzgefahr!“-Warnschilder am Gelände der einstigen Heil- und Pflegeanstalt in Teupitz der Vergangenheit angehören. Wie Andrea Magdeburg, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Boden – Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH, bestätigt, sind die Kaufertragsverhandlungen mit einem potenziellen Käufer fast beendet. „Nach Abschluss dieser Gespräche wird der Verkaufsvorgang dem Eigentümer, dem Land Brandenburg – vertreten durch das Ministerium der Finanzen –, sowie dem Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Landes Brandenburg zur Genehmigung vorgelegt“, erklärt sie. Das passiere eventuell noch in der ersten Jahreshälfte.

Verfall ist weithin sichtbar

Seit Mitte der 1990er-Jahre steht ein Großteil des Komplexes leer. Errichtet wurde die als Ensemble unter Denkmalschutz gestellte Anlage zwischen 1905 und 1908. Ein Teil der Bauwerke ist saniert und wird seit mehr als zehn Jahren durch das benachbarte Asklepios-Fachklinikum Teupitz genutzt. Der große Rest der Bauten jedoch ist in keinem guten Zustand, wurden zuletzt von der Roten Armee genutzt als Krankenhaus für das Oberkommando der sowjetischen Streitkräfte in Wünsdorf. Der Verfall ist weithin sichtbar; der für das Gelände charakteristische Wasserturm des ehemaligen Maschinengebäudes überragt den reichen Baumbestand jener Fläche. Architekt der ursprünglich mehr als 30 Bauten umfassenden, parkähnlichen Anlage war Theodor Goecke. Bis zu 1600 Patienten konnten in der einst als „Landesirrenanstalt“ bezeichneten Anlage untergebracht werden, es gab Häuser für, wie es damals hieß , „unruhige, zerstörungssüchtige Frauen“, „ruhige, verblödete Kranke“ oder auch ein Überwachungs- und Verwahrungshaus für kriminelle Kranke. Außerdem Lazarett, Siechenhäuser, Heizhaus, Wäscherei, ein Küchengebäude mit Festsaal, Wohnhäuser für Ärzte, dazu einen Landwirtschaftshof. Mit einem Gedenkstein wird an die Opfer der NS-Euthanasie-Verbrechen in der Teupitzer Anstalt erinnert.

Mix aus Mietwohnungen und Eigentum

Als sich andeutete, dass es Interessenten für den durch die Brandenburgische Boden vermarkteten Komplex gibt, haben Vertreter der Stadt einen Brief formuliert. „Wir haben bestimmte Wünsche, die da umgesetzt werden sollen“, teilte Bürgermeister Dirk Schierhorn (Bürgernettzwerk) mit. Der Bedarf an weiterem Wohnraum ist beispielsweise groß. „Idealerweise soll es einen guten Mix geben zwischen bezahlbaren Mietwohnungen und Eigentum“, betont Schierhorn. „Zugesichert wurde von Seiten des Investors, die Flächen vorrangig für die Wohnbebauung zu erwerben“, bestätigt Schenkenländchens Amtsdirektor Thomas Koriath. „Ich hoffe, dass das Land hier den Richtigen tatsächlich gefunden hat und wir bald, im Interesse der Stadt Teupitz und seiner Einwohner, zusammenarbeiten werden können und das Projekt Fahrt aufnimmt“, sagt er. Wird der Verkauf vom Land bestätigt, können Investor und Stadt einen Erschließungs- beziehungsweise städtebaulichen Vertrag verhandeln.

Von Karen Grunow

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