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Dahme-Spreewald Hoffnung für Mittenwalder Feuerwehrmuseum
Lokales Dahme-Spreewald Hoffnung für Mittenwalder Feuerwehrmuseum
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11:30 01.06.2016
Das unscheinbare Feuerwehrgerätehaus hinter dem Alten Stadthaus könnte nun doch vor dem Abriss bewahrt werden. Quelle: Dietrich von Schell
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MIttenwalde

Jetzt haben es die Mittenwalder Feuerwehrleute schwarz auf weiß: Die beiden historischen Löschfahrzeuge der Stadt sind vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege als technische Denkmäler eingestuft worden. Mehr noch. Die zuständige Dezernentin Sibylle Gramlich schreibt in ihrem Gutachten: „Es wäre schön, wenn als Ort der Präsentation das alte Feuerwehrgebäude hinter dem Stadthaus dienen könnte, denn es ist der historische Standort der Fahrzeuge“.

Die Initiative hat Ortsvorsteher Dirk Knuth ergriffen und beim Landesdenkmalamt die Anfrage gestellt, ob das Feuerwehrgerätehaus hinter dem Alten Stadthaus erhalten bleiben könne. Dabei sei er als Stadtverordneter aktiv geworden, wie er sagt. „Ich habe in alten Unterlagen Hinweise gefunden, dass das Gerätehaus bereits 1832 errichtet wurde“, sagt er. Auch in der Brandschutzordnung von 1844 sei es erwähnt worden.

Gerätehaus selbst hat keinen denkmalpflegerischen Wert

Aber Sibylle Gramlich konnte dem Gerätehaus keinen denkmalpflegerischen Wert attestieren. Es sei zu oft umgebaut worden, habe keine bauliche Substanz mehr, die es zu schützen gelte. Dafür war sie von den beiden Löschfahrzeugen umso begeisterter. Es handelt sich um eine Handdruckspritze von 1890 sowie um einen Mercedes aus dem Jahre 1927, dessen Typenbezeichnung sogar „Mittenwalde“ lautet. Beide Fahrzeuge haben je einen Anhänger und sind noch funktionstüchtig.

„Da die Sammlung orts- wie technikgeschichtliche Bedeutung im Sinne des Paragrafen 2, Absatz 1, des Brandenburgischen Denkmalschutzgesetzes besitzt, wird eine Eintragung in die Denkmalliste vorbereitet“, heißt es in dem Papier der Dezernentin. Entscheidender ist aber ihre Empfehlung, das Gerätehaus als Ausstellungsort zu nutzen.

Fahrzeuge sind derzeit in einem Schuppen untergebracht

Das war von Anfang an die Absicht der Mittenwalder Feuerwehr: Sven Geiselberger, aktives Mitglied im Löschzug, hatte die Idee zu einer Petition an die Stadtverordnetenversammlung, um das Gerätehaus vor dem Abriss zu retten (die MAZ berichtete). Der steht laut Sanierungskonzept im November an. Gleichzeitig haben die Kameraden 1000 Unterschriften in Mittenwalde gesammelt, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Jetzt sind die beiden Fahrzeuge notdürftig in einem Schuppen untergebracht. Es regnet herein, sie könnten gestohlen werden.

In der Stadtverwaltung hat man jedoch vom wirtschaftlichen Standpunkt keinen Sinn gesehen, das Depothäuschen zu bewahren. Nach einer groben Schätzung würden sich die Sanierungskosten auf 100 000 bis 150 000 Euro belaufen. Die amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch (parteilos) hatte erst im April vorgeschlagen, stattdessen eine Leichtbauhalle zu errichten. Darin könne man historische Fahrzeuge aus allen Mittenwalder Ortsteilen ausstellen.

Fördergelder vom Land könnten fließen

„Aber nun sind die Karten neu gemischt“, sagt Dirk Knuth. Er will versuchen, vom Land Fördergelder für eine „Garage für technische Denkmäler“ zu bekommen. „Außerdem steht weiterhin das Angebot der Kameraden, den Umbau selbst in die Hand zu nehmen“, sagt er. Das werde preiswerter, zumal Firmen aus Mittenwalde signalisiert hätten, zu helfen.

Hedda Dommisch will nun abwarten. „Noch ist die Petition auf dem Tisch, über die die Stadtverordneten entscheiden müssen.“ Der Hauptausschuss müsse nun die Beantwortung vorbereiten.

Von Dietrich von Schell

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