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Hundesteuer wird erhöht

Gemeindevertretung Bestensee Hundesteuer wird erhöht

Die Hundesteuer in Bestensee wird teurer. Ab Januar wird es für Hundebesitzer vor allem ab dem zweiten Vierbeiner deutlich teurer. Statt 57 Euro sind dann 70 Euro fällig. Bei drei Hunden sind es sogar 100 Euro statt bisher 78 Euro. Die Gemeinde begründet die Erhöhung damit, dass das Halten von Hunden ein Luxus sei.

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Hundebesitzer müssen mehr für ihre Tiere berappen.

Quelle: Dietrich von Schell

Bestensee. Hundehalter in Bestensee müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde eine neue Hundesteuersatzung beschlossen. Diese bedeutet Mehrkosten, vor allem ab dem zweiten Tier. Wer nur einen Hund hat, zahlt in Zukunft nicht mehr 30 sondern 35 Euro im Jahr. Für zwei Hunde sind statt 57 nunmehr 70 Euro fällig, pro Hund wohlgemerkt. Und drei Hunde oder mehr verteuern sich um 22 Euro auf 100 Euro. Die neue Satzung tritt ab Januar 2016 in Kraft.

Da in Brandenburg die Kommunen die Hundesteuer erheben, sind die Sätze entsprechend unterschiedlich. Doch im Vergleich mit anderen Gemeinden ist Bestensee ein günstiges Pflaster. In Schönefeld etwa kostet ein Hund 40 Euro, drei oder mehrere 120 Euro. Spitzenreiter ist die Landeshauptstadt Potsdam, wo Halter für einen Hund bereits 108 Euro in die Stadtkasse einzahlen müssen, drei oder mehr Tiere kosten knapp 200 Euro pro Tier.

„Der Gesetzgeber betrachtet das Halten von Hunden als Luxus“, so Sabine Wahle aus der Bestenseer Gemeindeverwaltung, „und das erklärt, warum der Besitz von zwei oder mehreren Hunden so viel teurer ist, als wenn man nur einen Hund hat.“ Steuerlich gesehen unterscheidet sich die Hundehaltung nämlich nicht vom Kauf teurer Luxusgüter wie Schmuck oder Yachten. Andererseits hat man in Bestensee den Satz für die Haltung von nur einem Hund bewusst niedrig gehalten. „Wir haben in unserer Gemeinde viele Rentner, für die der Hund das Ein und Alles ist“, so Sabine Wahle. Die Stadtverordneten hätten in diesem Fall die soziale Komponente berücksichtigt, das sei auch schon im Finanzausschuss Konsens gewesen. „Auch wer bloß eine schmale Rente hat, soll sich seinen Liebling leisten können“, so die Vize-Chefin der Kämmerei. Die Steuer wird übrigens einmal im Jahr erhoben und gilt für Hunde ab vier Monaten.

Weiterer Bestandteil der erneuerten Satzung ist die Aufnahme des Passus über gefährliche Hunde nach der Brandenburger Hundehalterverordnung. Die trat schon 2004 in Kraft. „Auch darum war der Schritt jetzt überfällig“, sagt Sabine Wahle. Das letzte Mal ist die Hundesteuer im November 2001 geändert worden. Damals ging es um die Währungsumstellung von D-Mark auf Euro. Mit Blick auf die gefährlichen Hunde meint Sabine Wahle, dass der Druck aber nicht so groß gewesen sei. „Ohnehin gilt die Verordnung für ganz Brandenburg und ist allgemein bekannt. Und in der Gemeinde Bestensee haben wir nur zwei gefährliche Hunde.“ Für solche Hunde müssen Halter 500 Euro Steuer im Jahr bezahlen.

Von Dietrich von Schell

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