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INA-Gesellschaft vor der Gründung

Lieberose INA-Gesellschaft vor der Gründung

Die Internationale Naturausstellung ist eine Herzensangelegenheit der Region um das früherer Truppenübungsgelände bei Lieberose. Der Kreistag von Dahme-Spreewald hat sich jetzt zu dem Projekt bekannt. Dahme-Spreewald wird Gesellschafter der INA-GmbH – und lässt sich das eine Stange Geld kosten.

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Die Lieberoser Wüste.

Quelle: Stiftung Naturlandschaften/Hennigs

Dahme-Spreewald. Seit 2009 gibt es Gespräche und Pläne für eine Internationale Naturausstellung, die bis zum Jahr 2020 auf dem früheren Truppenübungsplatz in Lieberose stattfinden soll. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat von Beginn an seine Unterstützung zugesagt, jetzt hat der Kreistag sich auch mit Taten zur INA bekannt. Der Landkreis Dahme-Spreewald wird Gesellschafter einer GmbH, die die Naturausstellung konzipieren und ausrichten wird. Die Kosten für den Landkreis: insgesamt fast 300 000 Euro. Dafür bekommt die Region aber auch ein riesiges Naturprojekt.

Die Lieberoser Heide war mit einer Größe von rund 255 Quadratkilometern der größte militärische Übungsplatz der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland. Bis 1992 wurde er für Großraummanöverübungen des Warschauer Paktes genutzt, es gab dort einen Artillerie-, Panzer-, Raketen- und Luft-Boden-Schießplatz. Etwa vier Fünftel des Gebietes wurden nur selten oder gar nicht militärisch genutzt, andere Bereiche dafür intensiv. Deshalb leben auf dem Gelände heute zahlreiche geschützte Arten, die sich zum Teil über Jahrzehnte völlig ungestört entwickeln konnten. Andere Bereiche entwickelten sich durch die militärische Verwüstung zu Binnendünen, das extremste Beispiel ist die etwa fünf Quadratkilometer große Lieberoser Wüste.

Zahlreiche Projekte bis 2021

Mit der INA wollen die Organisatoren die Nachnutzung dieses Geländes weiter anstoßen und in organisierte Bahnen lenken. Ziel der Ausstellung ist außerdem, zu zeigen, wie der Landschaftsraum für die Natur und die Region genutzt werden kann. Dafür soll es bis 2021 zahlreiche Projekte geben. Einige davon werden sich dem Artenschutz widmen – in der Region leben viele seltene Arten wie der Wolf, der Ziegenmelker oder die Östliche Smaragdeidechse, die ansonsten in Deutschland nur noch in der Region um Passau vorkommt. Weitere Projekte widmen sich dem Moorschutz und der Infrastruktur.

Der INA wurden vom Bund mehr als zwei Millionen Euro in Aussicht gestellt. Eine Voraussetzung war die Gründung einer GmbH. Diese wird für fünf Jahre bestehen und von den Gesellschaftern mit jährlich 150 000 Euro bezuschusst.

Von Oliver Fischer

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