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Dahme-Spreewald Ideen für das künftige Ortszentrum
Lokales Dahme-Spreewald Ideen für das künftige Ortszentrum
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08:58 16.03.2018
An diesem Tisch kamen die Buchhalterin Candy Ziensch, Jugendklubleiter Detlef Siebert und Frank Vulpius von der Jugendarbeit des ZEWS sowie Lukas Benda von der Firma Stadtpartner (v. l.) beim Entwerfen ihres Stadtzentrums gehörig ins Schwitzen. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

Mit der Ersteigerung des rund 8000 Quadratmeter großen Areals in der Freiheitstraße/Ecke Fichtestraße eröffnet sich für die Stadt Wildau die historisch einmalige Gelegenheit, dort für die Bürger ein wirkliches, attraktives Ortszentrum zu errichten. Eine Chance, die die kommunale Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (Wiwo) als Eigentümer im Interesse der Bürger in jedem Fall beim Schopfe packen will.

Daher lud das Unternehmen am Montagabend knapp 50 Wildauer Bürger zum zweiten Workshop ein, um originelle Ideen für diese für die nächsten 25 Jahre städtebaulich interessanteste Aufgabe der Stadt zu entwickeln.

Ein Zentrum in 50 Minuten

Während sich die Teilnehmer beim ersten Workshop im Oktober an den sechs Tischen jeweils einem Aspekt des neuen Zentrums „Oberes Wildau“ wie Gewerbe, Architektur oder der Gestaltung des Umfeldes zuwandten, forderte sie Moderator Frank Keller von der GMW-Group diesmal auf, jeweils gleich ein ganzheitliches Zentrum zu kreieren. Und dies in 50 Minuten. Da kamen die „bunten Truppen“, in denen Studenten und Schüler neben Senioren, Architekten, Kommunalpolitikern und Unternehmern saßen, gehörig ins Schwitzen.

Wiwo-Geschäftsführer Frank Kerber bedankt sich bei den Teilnehmern für ihr „Feuerwerk an Ideen“. Quelle: Franziska Mohr

Am Ende präsentierte jede Gruppe ihre Ideen und Anregungen auf einer Pinnwand. Schnell zeigte sich, dass die Wildauer, wie es der Unternehmer Carsten Kröning formulierte, „mutig denken“ und eine „große, zukunftsweisende Lösung“ anstreben. Es besteht weitgehend Konsens, dass in die Planungen für das Obere Wildau längerfristig auch das Areal des heutigen Rewe-Marktes sowie ein Verkehrskonzept einbezogen werden. Diesbezüglich sind ein Kreisverkehr oder gar ein Tunnel unter der Freiheitstraße im Gespräch. „Das eröffnet völlig neue Perspektiven“, sagte Bauamtschef Wilfried Kolb.

Neues Rathaus in der Diskussion

„In dem künftigen Ortszentrum könnte sogar ein neues Wildauer Rathaus Platz finden“, fasste der einstige Wildauer Gemeindevorsteher Peter Mittelstädt die an seinem Tisch unter anderem mit den Abgeordneten Angela Homuth (SPD) und Mark Scheiner (CDU) entwickelten Ideen zusammen. Ein Vorschlag, der auch bei Vize-Bürgermeister Marc Anders (parteilos) auf Wohlwollen stieß. „Für eine Stadt mit künftig 13 000 Einwohnern ist das Volkshaus als Verwaltungssitz ohnehin zu klein“, meinte er. Das 1906 erbaute Volkshaus könne Anders zufolge später wieder als Kulturhaus dienen, in dem unter anderem die Stadtbibliothek und die Vereine eine neue Heimstätte finden. Für Marc Scheiner ist in dem historischen Gebäude auch ein Hotel denkbar.

Als ein „Feuerwerk der Ideen“ charakterisierte Wiwo -Geschäftsführer Frank Kerber die Vorschläge der TH-Studenten Maximilian Sommerfeld und Alexander Weihrauch. Sie favorisierten mehretagige, stufenweise Gebäude, die mit einem Turm eine glänzende Aussicht bis hin zum Fernsehturm freigeben könnten. Zudem sprachen sie sich für einen attraktiv gestalteten Innenhof aus, der mit einer grünen Ader zu einer Stätte der Begegnung von Jung und Alt werden sollte. Für den 20-jährigen Maximilian Sommerfeld sind an diesem Ort auch ein gutes, offenes Wlan-Netz sowie eine digitale Wand mit den neuesten Informationen aus dem Ort unerlässlich. Übereinstimmung herrschte an den Tischen auch bei der Forderung nach einem gemütlichen Cafe, einem Blumenladen sowie Post und Sparkasse. Außerdem sollten Miet- und keine Eigentumswohnungen entstehen.

Wiwo will Vorschläge bündeln

Am Ende des dreistündigen Workshops erklärte Geschäftsführer Kerber, dass der Wiwo jetzt die schwierige Aufgabe zufalle, alle diese Ideen zu bündeln, sodass im Mai ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden kann. „Wir hoffen, dass schon nach der Sommerpause das erste 3D-Modell für das Obere Wildau auf dem Tisch steht“, sagte er. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, dass „auch bei diesem Projekt die Wirtschaftlichkeit beachtet werden muss. Auch wenn die Rendite nicht im Vordergrund steht“. Schließlich musste die Wiwo bei der Zwangsversteigerung für das Areal allein schon 2,8 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Von Franziska Mohr

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