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Dahme-Spreewald Igelrettungsstation droht das Aus
Lokales Dahme-Spreewald Igelrettungsstation droht das Aus
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19:43 14.09.2015
Cathrin Paschke mit den Igelbabys. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Die Igelbabys Lire, Knautsch, Anton, der dicke Bruno und der kleine Quirl haben Glück und eine „Ersatzmama“ gefunden. Cathrin Paschke, Ein-Euro-Jobberin im Arboretum, hat sich der Winzlinge angenommen und päppelt sie hoch. Gerade einmal 20 Gramm zeigte die Waage an, als sie in der letzten Augustwoche in die Igelrettungsstation nach Königs Wusterhausen gebracht wurden. „Eigentlich waren es ja sieben aber zwei von ihnen haben es leider nicht geschafft“, so Paschke. Es ist ein 24 Stunden-Job, die kleinen Igel zu versorgen. Anfangs bekamen sie alle zwei Stunden das Fläschchen, inzwischen nur noch alle vier Stunden. „Deshalb nehme ich auch meine Igelchen jeden Tag mit nach Hause. Erst wenn sie selbstständig fressen, können bleiben sie hier“, erklärt Cathrin Paschke.

Es ist alles gut hergerichtet in der Igelstation, wenn demnächst weitere Wintergäste kommen. Arne Leitmann, MAE-Kraft hat 32 neue Igelkästen gebaut. „Noch ist das Hotel nicht ausgebucht“, scherzt er, allerdings mit einer Sorgenfalte im Gesicht. Die Ein-Euro-Maßnahme läuft am 30.September aus. „Hoffentlich kommt dann jemand, der sich um die Tiere kümmert“, so Leitmann. Catharine Paschke verspricht: „Ich lasse meine Igel nicht im Stich und wenn es gar nicht anders geht, komme ich ehrenamtlich“.

Arne Leitmann hat 32 Igelkästen geba Quelle: G.I.

Der Regionalverband Dubrow der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betreibt seit 20 Jahren ehrenamtlich die Igelrettungsstation. Von Oktober bis Mai überwintern dort Igel, die es nicht schaffen aus eigener Kraft die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Mittlerweile ist es die Einzige im weiteren Umkreis. Sie befindet sich im Arboretum an der Herder-Oberschule in Königs-Wusterhausener Erich-Weinert-Straße 9. Das Arboretum ist die Heimstatt der Waldjugendgruppe „Waldies“.

Eine halbe Dose Katzenfutter täglich und regelmäßig frische Streu benötigt ein Igel, zudem wird er entwurmt und entfloht. Pro Tier kostet das von Oktober bis Anfang Mai rund 50 Euro. „Wir leisten hier seit Jahren eine Arbeit für den Naturschutz. Die Zahl der Igel, die bei uns überwintern, nimmt zu“, erklärt Britta Herter, die Chefin der Waldies. Leider bleiben in der letzen Zeit die Sponsoren aus. „Wir sind dringend auf Futter- und Geldspenden angewiesen“, so Herter. Gut wäre es auch, wenn sich ehrenamtliche Personen finden würden, die bereit sind, die Igel zu betreuen. Zurzeit ist immer noch nicht klar, was passiert, wenn die Maßnahme ausläuft. Doch alle sind sich sicher: Es wäre eine prekäre Situation, wenn keine finanziellen Mittel bewilligt werden.

Von Gerlinde Irmscher

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