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Dahme-Spreewald Im Dauerlauf nach Berlin
Lokales Dahme-Spreewald Im Dauerlauf nach Berlin
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18:31 15.05.2013
SCHULZENDORF

. Und zwar zu Fuß! Innerhalb von nur zwei Wochen wird der 51-Jährige dann in 16 Etappen eine Strecke von 859,9 Kilometern von Erbach nach Berlin joggend zurücklegen. Das ist mehr als 16 Mal die Strecke eines Marathons! Dahinter steckt ein guter Zweck. Paul Menges läuft so weit, um Spenden für die Deutsche Kinder-Herzstiftung zu sammeln. „Schon jetzt gehen jeden Tag Gelder dafür ein“, so der Odenwalder. Mit Stand von gestern waren es 1879,26 Euro.

Paul Menges ist fit wie ein Turnschuh, wie man landläufig sagt. Er hat eine Läuferstatur. Man kann ihm ansehen, dass er täglich im Dauerlauf unterwegs ist. Nicht im übertragenen Sinne, weil der Job wahnsinnig anstrengend ist, sondern tatsächlich. Täglich bereitet er sich intensiv auf seinen 16-fachen Marathonlauf nach Berlin vor. Im Online-Trainigstagebuch ist für den 14. Mai die Generalprobe einer Etappe vermerkt: 21,1 Kilometer in zwei Stunden, zwanzig Minuten und 13 Sekunden. Doch bis zum Start am 7. Juli will Paul Menges noch eisern trainieren und dabei sein Körpergewicht etwas weiter reduzieren bei gleichzeitigem Muskelaufbau. „Täglich mache ich funktionelle Gymnastik und Dehnungsübungen“, sagt er. Dazu komme das Lauftraining in Kombination mit Radfahren.

Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass der Mann einmal über 15 Kilogramm mehr wog und Bewegung mied. „Ich hatte angeblich keine Zeit mehr dafür und bekam prompt die rote Karte meines Arztes“, erinnert er sich an längst vergangene Zeiten. Dann fing er zu laufen an, stellte seine Ernährung um und trainierte beharrlich, bis er eines Tages den legendären „Runners High“ erlebte. „Es ist, als ob dir Flügel wachsen und du ohne Ende laufen kannst“, beschreibt Paul Menges das Hochgefühl. Es folgten Halbmarathons, Marathons und Triathlons. Doch irgendwie lief es plötzlich nicht mehr gut. „Die langen Kanten machten mir plötzlich zu schaffen und wenn es bergan ging, verließen mich nicht selten die Kräfte“, so Menges. Schließlich ging er wieder zu seinem Arzt – und landete sofort in der Klinik. Diagnose: Stiller Herzinfarkt! Zwei Arterien waren verschlossen, so dass Stents gesetzt werden mussten. Eine schlimme Sache für Paul Menges, der natürlich wusste, dass rund die Hälfte der Herzinfarktpatienten nur am jüngsten Tag wieder auf(er)steht. Doch das Lauftraining half ihm wieder auf die Sprünge. „Der Arzt erklärte mir, dass mein trainiertes Herz neue Kapillare gebildet hatte und ich deswegen ’nur’ einen stillen Infarkt erleiden brauchte“, sagt Paul Menges, der mehr als froh war, nun nicht in einer Herzinfarkt-Reha-Gruppe zu landen.

Mit dem Lauf von Erbach nach Berlin will er auf sein Glück aufmerksam machen, aber auch zeigen, dass man Gesundheit nicht geschenkt bekommt. Gleichzeitig möchte er denen helfen, die anderen helfen, wieder gesund zu werden. Besonders wichtig sind Paul Menges, der selbst Vater und Großvater ist, die Kinder. Deswegen läuft er für die Kinder-Herzstiftung. In der 15. und 16. Etappe durchläuft der Erbacher die Region Dahme-Spreewald. Dabei kann man ihn begleiten. Mitläufer sind in diesem Fall willkommen, denn sie sind gleichzeitig Sponsoren. Am 24. Juli trifft Paul Menges in Schulzendorf ein. Bürgermeister Markus Mücke hat schon angekündigt, daraus ein Event zu machen. „Wir wollen das Anliegen des Läufers unterstützen und hoffen, einige Sponsoren mobilisieren zu können“, sagte er. Mücke kündigte auch an, selbst ein Stück mitzulaufen.

von-erbach-nach-berlin.de (Von Andrea Müller)

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