Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Im Notfall zählt jede Sekunde

Teupitz Im Notfall zählt jede Sekunde

Beim „Teupitzer Tag gegen den Schlaganfall“ konnten sich Interessierte umfassend über die Behandlung im Asklepios-Fachklinikum Teupitz und Risiken und Symptome es Schlaganfalls informieren.

Voriger Artikel
Watschen für Malich
Nächster Artikel
Kirche bekommt zwei neue Glocken

Susanne Lehmann testet Zucker und Cholesterin bei den Besuchern des „Teupitzer Tages gegen den Schlaganfall“.

Quelle: Karen Grunow

Teupitz. Die Frauen kennen die Station bereits – als Patientinnen. Nun aber lassen sie sich als Besucherinnen noch einmal alles von Krankenschwester Stefanie Kulms zeigen, die das Pflegeteam der Stroke-Unit-Station im Asklepios-Fachklinikum Teupitz leitet und in der dortigen neurologischen Klinik auch die für die Pflege zuständige Abteilungsleitung ist. Es ist „Teupitzer Tag gegen den Schlaganfall“, so einige ehemalige Patienten sind gekommen und auch Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Schlaganfall Teupitz“, die eigens Kuchen gebacken haben.

Zum elften Mal bereits gibt es diese jährliche Veranstaltung direkt im Klinikum, schon zuvor aber war das Team mit einem Info-Mobil unterwegs, um die Menschen für das Thema Schlaganfall zu sensibilisieren. „Denn Zeit ist Gehirn“, betont Oberarzt Peter Wienecke, zuständig für die Stroke-Unit und das neuroligische Schlaflabor des Klinikums. Bei einem Schlaganfall muss es sehr, sehr schnell gehen, die Lyse-Therapie, bei der intravenös mittels Blutverdünnung probiert wird, das Gerinnsel im Hirn aufzulösen, hat nur ein enges Zeitfenster.

Positive Erfahrungen mit Kathetereingriffen

Das Teupitzer Team ist seit vielen Jahren spezialisiert auf Kathetereingriffe. Bis vor kurzem war das Verfahren jedoch nicht ganz unumstritten, obgleich die Teupitzer Mediziner sehr positive Erfahrungen damit machen konnten. „Nun gibt es mehrere Studien, die die Überlegenheit des Verfahrens bewiesen haben“, erklärt Wienecke in seinem Vortrag zum „Tag gegen den Schlaganfall“. Ab Juni werden die Teupitzer nun auch ihre Kooperation mit dem Luckenwalder DRK-Krankenhaus bei solchen Katheterbehandlungen intensivieren. „24 Stunden an sieben Tagen die Woche haben wir am Standort jemanden, der das beherrscht“, erklärt Wienecke. Und betont mehrfach, wie wichtig es ist, schnell zu reagieren: „Lassen Sie sich keine Zeit, auch wenn die Symptome nicht so ausgeprägt sind. Rufen Sie die 112!“

Auch mit den Kollegen der Gefäßchirurgie des Königs Wusterhausener Achenbach-Krankenhauses sind die Teupitzer Neurologen in häufigem Austausch. Im eigenen Haus in Teupitz arbeiten viele unterschiedliche Disziplinen eng zusammen, um Schlaganfall-Patienten die bestmögliche Therapie zu gewährleisten. „Ich hab mich hier sehr gut versorgt gefühlt“, sagt eine der Frauen zu Stefanie Kulms.

Auch über Diabetes als Risikofaktor wurde gesprochen, über Pflegestärkungsgesetze und Pflegegrade wurde informiert, es wurden Tests angeboten und an Besuchern Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagader demonstriert.

Von Karen Grunow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg