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Im Paradies ist es üppig und rund

Königs Wusterhausen Im Paradies ist es üppig und rund

26 Gärten öffneten am Wochenende wieder ihre Pforten für interessierte Besucher. Viele Gäste nutzen diese Gelegenheit, um sich neue Ideen zu holen oder ein paar seltene Pflanzen zu ergattern.

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In diesem Garten ist alles rund – Withoot Martien Schwarz (l.) im Gespräch mit Ursula und Manfred Weiß in Prieros.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen/Prieros. Als Gartenfachmann bezeichnet sich Withood Martien Schwarz aus Prieros wahrlich nicht. „Vieles will ich gar nicht wissen. Entweder es wächst, oder es wächst nicht. Ich merke, ob sich eine Pflanze hier wohlfühlt“, sagt der Holländer, der auf 2500 Quadratmetern ein grünes Paradies geschaffen hat. Am Wochenende gab er im Rahmen der Aktion „Tage der offenen Gärten“ Gästen einen Einblick in seine üppig blühende Gartenlandschaft am Ufer der Dahme.

Einmal über den Gartenzaun gucken

Viele Besucher nutzten diese Gelegenheit, einen Blick über den sprichwörtlichen Gartenzaun zu werfen. „Als ich mich vor vier Jahren das erste Mal an der Aktion beteiligt hatte, kamen an einem Tag fast 250 Besucher. Seitdem zähle ich nicht mehr“, meinte Schwarz zum Andrang in seinem Gartenreich. Sein Motto „Ein Garten ohne Ecken – alles ist rund“ interessierte auch Ursula Weiß aus Königs Wusterhausen. „

Christel  und Wolfgang Wick zeigten Besuchern ihr Funkien-Paradies

Christel und Wolfgang Wick zeigten Besuchern ihr Funkien-Paradies

Quelle: Uta Schmidt

Hier ist ja wirklich jedes Beet rund. Eine ungewöhnliche Gestaltungsidee“ meinte die studierte Gartengestalterin. „Ich liebe vor allem Hortensien, die sind jetzt in voller Pracht. Ich möchte alles so natürlich wie möglich, bei mir kommt keine Chemie an die Pflanzen“, sagte Schwarz. Und doch hatte er eine Empfehlung für Gärtner, denen nicht so viel Erfolg auf märkischem Sand beschieden ist. „Ich habe vor neun Jahren den Sand auf dem gesamten Grundstück abtragen lassen und einen Meter hoch Mutterboden ausgebracht.“ Vom „grünen Paradies“ zeigte sich auch Renate Bohnau aus Zeesen begeistert. Sie sammelte hier Ideen für die eigene Gartengestaltung. „Vielleicht setze ich auch den Storchenschnabel als Bodendecker ein“, sagte sie.

Prächtige Funkien auf 300 Quadratmetern

Einen ganz anderen Eindruck vermittelte das kleine „Reich“ von Christel und Wolfgang Wick in der Berliner Straße in Königs Wusterhausen. Hier gedeihen Funkien in üppiger Schönheit auf 300 Quadratmetern Gartenland. Als Schattenpflanzen wachsen hier Funkien überall - unter alten Obstbäumen ebenso wie in Mauernischen. „Früher war das ein Hausgarten, in denen die Besitzer Obst und Gemüse selbst gezogen haben“, erklärte Christel Wick, die seit über 30 Jahren in diesem kleinen Garten arbeitet und viele reizvolle Ecken geschaffen hat.

Einige Besucher des Bergfunkfestes besuchten spontan die Gärten

Besucherin Maria Wels aus Stendal war eigentlich zum Bergfunkfest unterwegs, nutzte aber zuvor den Abstecher im Garten der Wicks. „Ich habe selbst einen Garten und lasse mich immer wieder gerne von anderen Ideen inspirieren. Bei uns im Altmarkkreis gibt es zweimal im Jahr eine ähnliche Aktion“. Karin Sellenthin aus Zeesen nutzte hier wie andere Besucher auch die Möglichkeit, sich mit Sprösslingen einzudecken. „Die Arten Golden Tiara und Emerald Tiara habe ich noch nicht. Das sind kleinblätterige Pflanzen. Überhaupt sind Funkien echte Allrounder im Garten“, so Sellenthin.

26 Gärten aus der Region nahmen teil

Die Tage der offenen Gärten in der Region Dahme-Spreewald/Dahme Heideseen fanden am Wochenende bereits zum 15. Mal statt und inspirierten wieder zahlreiche Gartenfreunde zwischen Königs Wusterhausen, Luckau und Blankenfelde. Zu sehen waren insgesamt 26 Themen-, Haus-, Stein-, Stauden-, Bio und Waldgärten mit vielen verschiedenen Pflanzen. So konnten sich Besucher im Biogarten von Prieros über die Anlage insektenfreundlicher Gärten mit Hummeln und Schmetterlingen informieren.

Von Uta Schmidt

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