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Im Sinne des Denkmalschutzes

Stadtsanierung in Mittenwalde kurz vor Abschluss Im Sinne des Denkmalschutzes

Mehr als 20 Jahre nach den ersten Arbeiten steht die Stadtsanierung in Mittenwalde unmittelbar vor dem Abschluss. Eine der größten Herausforderung für alle Beteiligten war der Denkmalschutz. Nun stehen noch die Kutschergasse sowie die Fläche an Stadttor und Pulverturm aus

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Hinten der Salzmarkt, rechts ein saniertes Wohnhaus.

Quelle: Dietrich von Schell

Mittenwalde. Wer heute durch das Zentrum von Mittenwalde geht, entdeckt rings herum lebendige Geschichte: links und rechts sanierte Häuser aus früheren Jahrhunderten, ein Kopfsteinpflaster, das noch Pferdekutschen befahren haben, auch die Laternen scheinen aus jener Zeit zu stammen.

„Das ist das Ergebnis der Sanierung, die in der Altstadt vor mehr als 20 Jahren begonnen hat“, sagt Dirk Knuth, Vorsteher des Ortsbeirates der Stadt Mittenwalde. Inzwischen ist „die wichtigste Gemeinschaftsaufgabe“ so gut wie abgeschlossen. Kürzlich sind die Pflasterarbeiten in der Hauptgeschäftsstraße, der Yorckstraße, beendet worden. „Die Pflastersteine wurden abgenommen. Dann hat die Straße einen soliden Unterbau und einen Regenwasserkanal erhalten“, erklärt Knuth. Beides hatte es vorher noch nicht gegeben. Dann ist die Straße wieder mit den originalen Pflastersteinen verlegt worden.

Einheitliches Bild war das Ziel

Nach diesem Prinzip haben die Bauarbeiter Straße für Straße der Mittenwalder Altstadt wieder in Ordnung gebracht. Eine aufwendige Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nahm. „Mit der Straßensanierung haben wir 2003 angefangen“, sagt Jacqueline Michael von der Bauverwaltung. Dazu zählten auch die Gehwege, die allesamt neu gemacht wurden. „Überall lagen andere Steine und Decken, wir wollten ein einheitliches Bild“, so die Frau aus dem Bauamt, die für die Sanierung zuständig ist.

Jetzt ist das Ende der Sanierung in greifbarer Nähe, nur noch die Kutschergasse und die Fläche am Stadttor und Pulverturm stehen aus. Damit sei man im kommenden Jahr fertig. Und das Beste: „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Jacqueline Michael. Das ist nicht selbstverständlich, gab es doch viel zu tun. Die Häuser waren heruntergekommen, es gab Baulücken, die Innenbereiche der Straßenblöcke hatten durch An- und Umbauten ein anderes Gesicht bekommen.

Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes

Doch konnte sich nicht jeder frisch ans Werk begeben, wie es ihm passte. Nachdem das Sanierungsgebiet Mittenwalde „Stadtkern“ Ende 1994 mit seiner Größe von rund 28 Hektar festgelegt war, musste jede Baumaßnahme mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden. Und bald schon gab es eine Gestaltungssatzung. „Wer rechtzeitig einen Antrag gestellt hat, wurde gefördert. Und nicht wenige Hauseigentümer haben die Sanierung aus eigener Tasche bezahlt“, berichtet Jacqueline Michael.

Für alle galten die gleichen Vorgaben: Farbwahl, Putzstruktur, Dachziegel, alles war bis ins Detail geregelt. „Es galt Überzeugungsarbeit zu leisten“, berichtet Jacqueline Michael. Nicht nur, dass Holzfenster vorgeschrieben waren. „Sie mussten hochkant eingebaut werden. Jeder hatte sich an der historischen Bauweise zu orientieren.“

Viele Hausbesitzer hätten protestiert. Aber Zeichnungen des Planungsbüros haben die Leute am Ende doch überzeugt. Es gab des Weiteren ein Farbkonzept sowie Richtlinien, um die Baulücken in dem gut erhaltenen, mittelalterlichen Grundriss zu schließen.

Auch finanziell sind die Sanierungsarbeiten im Rahmen geblieben. Gut elf Millionen Euro hat das Ganze gekostet, die Bund, Land und die Kommune zu je einem Drittel tragen.

Von Dietrich von Schell

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