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Im wilden Galopp auf die Weide

Freizeit in Mittenwalde – Boddinsfelde Im wilden Galopp auf die Weide

Ungeduldig warteten die Pferde am Sonntag in Boddinsfelde auf das Öffnen der Tore zur Weide. Punkt 17 Uhr war es dann soweit. Die Vierbeiner ließen sich nicht lange bitten und liefen im wilden Galopp auf die grüne Weide mit gelben Löwenzahn. Über Hundert Reiter und Pferdefreunde ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen, dass das Reitgut Labrenz alljährlich veranstaltet.

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Nach der langen Winterpause ließen sich die Pferde nicht lange bitten und galoppierten auf die grüne Weide. Später ließen sie sich Gras und Löwenzahn schmecken.

Quelle: Andrea Müller

Boddinsfelde. Bei den Pferden war die Aufregung am Sonntag gewaltig: Unruhig traten sie am Tor zur Weide am Reitgut Boddinsfelde von einem Huf auf den anderen. Nicht viel anders ging es den Reitern und Pferdefreunden, dich sich das Spektakel des Weide-Austriebs nicht entgehen lassen wollten. Katrin und Herwig Labrenz veranstalten es alljährlich im Frühling.

Das Tauben-Haus wurde erstmalig am Sonntag auch für die Öffentlichkeit geöffnet

Das Tauben-Haus wurde erstmalig am Sonntag auch für die Öffentlichkeit geöffnet. Wer wollte, konnte sich hier mit Kaffee und Kuchen laben.

Quelle: Andrea Müller

Punkt 17 Uhr war es dann soweit. Als sich die Tore zur grünen und gelb mit Löwenzahn gespickten Weide öffneten, ließen sich die Vierbeiner nicht lange bitten. Im wilden Galopp rannten sie hinaus ins Grün. Über Hundert Anhänger des Pferdesports hatten auf der „Tribüne“ – einer alten Rampe aus den Zeiten der Landwirtschaft des alten Guts Boddinsfelde – ihre Plätze eingenommen. Kameras surrten, Fotoapparate und Handykameras schossen Foto über Foto. Jeder wollte eine Erinnerung an diesen Moment des Glücks von Pferd und Reiter festhalten. Manche berichteten hinterher, dass sie über 200 Aufnahmen geschossen hatten. „Ich hoffe, es ist auch was Brauchbares dabei“, meinte später Annegret Stiebel, die von Freunden mitgebracht worden war. Eigentlich sei sie gar kein direkter Pferdefreund, aber diese Energie der puren Lebensfreude habe einfach angesteckt.

Lebensfreude pur

Lebensfreude pur: Die Pferde genossen es, endlich hinaus ins Grüne zu dürfen. Lange galoppierten sie auf der Weide hin und her.

Quelle: Andrea Müller

Familie Labrenz hat das Gut Boddinsfelde im Jahr 2006 übernommen. Wegen des Flughafens musste sie ihren Pferdehof in Selchow verlassen. In mühevoller Arbeit hat sie dann Schritt für Schritt das damals noch herunter gekommene Gut wieder aufgebaut und bewirtschaftet es seither als Pferdehof. Angelegt wurde das einstige Riesel-Gut in den Jahren 1907 bis 1910 für die Gemeinde Rixdorf (seit 1912 Neukölln) nach dem Entwurf des Stadtbauinspektors Hahn. Mit der 1920 erfolgten Eingemeindung von Neukölln nach Berlin wurde Boddinsfelde Teil der „Berliner Stadtgüter“. Seit 1945 gehört Boddinsfelde zu Brusendorf, das wiederum inzwischen Ortsteil von Mittenwalde ist.

Am Grill sorgten Peter Schober (r)  und Konstantin Müller dafür, dass Reiter und Pferdefreunde mit Bratwürsten und Steaks versorgt wurden

Am Grill sorgten Peter Schober (r.) und Konstantin Müller dafür, dass Reiter und Pferdefreunde mit Bratwürsten und Steaks versorgt wurden.

Quelle: Andrea Müller

Reiter und Pferde haben es hier traumhaft schön. Das liegt zum einen an Familie Labrenz, die das Gut zu einem wahren Paradies ausgebaut hat. Aber auch die Reiter haben ihren Anteil daran, denn jeder trägt dazu bei, dass es hier immer ordentlich und aufgeräumt ist. So war es auch am Sonntag beim Weide-Austrieb. Gemeinsam war der Hof auf das Spektakel vorbereitet worden, die Pferde geputzt, die Anlage gereinigt worden. Jeder der Gäste hatte etwas für das gemeinsame Buffet vorbereitet, das auf einer langen Tafel gleich neben der modernen Reithalle aufgebaut wurde. Gemüse-, Nudel- und Kartoffelsalate fanden darauf genauso Platz wie selbst gebackener Kuchen. Nebenan grillte Peter Schober gemeinsam mit einem jungen Mann aus Berlin-Köpenick Bratwürste und Steaks. An Biertischen, auf Bänken oder direkt auf der Wiese ließen sich die Pferdefreunde nieder, um zusammen zu essen und zu plauschen.

Als endlich Ruhe auf der Weide eingezogen war, ließen es sich die Vierbeiner schmecken

Als endlich Ruhe auf der Weide eingezogen war, ließen es sich die Vierbeiner schmecken. Frisches Gras und Löwenzahn – was kann es Leckeres geben.

Quelle: Andrea Müller

„Erstmals haben wir auch unser Tauben-Haus für die Öffentlichkeit geöffnet“, sagte Katrin Labrenz am Sonntag. Hier konnten sich Gäste laben, die kamen, ohne hier regelmäßig zu reiten. Das Tauben-Haus ist ein ehemaliges Spritzenhaus und wurde – ebenso wie die gesamte unter Denkmalschutz stehende Anlage – liebevoll saniert.

Von Andrea Müller

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