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Dahme-Spreewald In Feierlaune
Lokales Dahme-Spreewald In Feierlaune
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00:18 03.06.2017
Frithjof von Rottkay (80) vor seinem Bürgerbüro in der Puschkinstraße 16. Donnerstags von 18 bis 19 Uhr ist Sprechzeit. Quelle: Frank Pawlowski
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Zeesen

Mit drei tollen Tagen feiern die Zeesener im Sommer das 475-jährige Bestehen ihres Ortes. 1542 wurde er erstmals urkundlich erwähnt, das genau Gründungsdatum ist nicht bekannt. Höhepunkte werden der Festumzug und das Strandfest am 22. Juli sein. Tags darauf gibt es ein großes Chortrefffen, zu dem sich schon 18 Chöre angemeldet haben, wie Ortsvorsteher Frithjof von Rottkay (Wir für KW) stolz berichtet.

Erfolgsgeschichte Gewerbegebiet

Rundfunksender, Luftschiffwerft, Gründgens-Villa – Zeesens Geschichte kennt große Leistungen und Namen. 1992 wurde hier das erste Gewerbegebiet Brandenburgs eröffnet. Das 25. Jubiläum wird aber nicht groß gefeiert. Das Gebiet wurde schon einmal erweitert. Jetzt gibt es Überlegungen für einen Gewerbepark III mit Anbindung an die Umgehungsstraße.

Wie die anderen Ortsteile Königs Wusterhausens wächst auch Zeesen. 5500 Menschen leben inzwischen hier. „Aber es wird eine natürliche Grenze geben, weil wir nicht wollen, dass jede Grünfläche zugebaut wird“, sagt Frithjof von Rottkay. Der Siedlungscharakter des Ortes solle erhalten bleiben.

Eine neue Grundschule wird gebaut

Große Bauvorhaben stehen trotzdem noch an. Das wichtigste ist die neue Grundschule, die neben der jetzigen Schule errichtet wird. Außerdem bekommt Zeesen endlich ein Bürgerhaus. Es soll in der alten Feuerwache eingerichtet werden, die derzeit noch von der Grundschule genutzt wird. Vereine, Senioren, die Jugendlichen und der Ortsbeirat finden dort ein neues Domizil. „Das ist sehr positiv für uns“, sagt der Ortsvorsteher. Bei anderen Projekten kommt Zeesen hingegen nicht weiter. Die Ansiedlung eines weiteren Supermarktes, einer Drogerie und einer Sparkasse zwischen Rewe und dem Bettenlager scheitert noch am aktuellen Einzelhandelskonzept der Stadt. „Außerdem fehlen Spielplätze und ein Bolzplatz“, sagt von Rottkay. „Wir sind durch die Zuzüge sehr jung geworden, deshalb brauchen wir eine passende Infrastruktur.“

Ortsteil wünscht sich mehr Freiheiten

Generell wünscht er sich mehr Freiheiten für rasche Entscheidungen vor Ort. Die finanzielle Ausstattung der Ortsteile sei zu dürftig. Sie haben 2000 Euro jährlich zur freien Verfügung. „Das ist ein Lacher, andere Städte sind da viel großzügiger“, sagt von Rottkay. Das Budget müsse viel größer sein, damit der Ortsbeirat kleinere Baumaßnahmen selbst in die Wege leite kann.

Von Frank Pawlowski

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