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Dahme-Spreewald In dieser Straße niemals Gummistiefel vergessen
Lokales Dahme-Spreewald In dieser Straße niemals Gummistiefel vergessen
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16:51 04.04.2018
Land unter: Die Straße Im Winkel ist vollkommen überflutet. Ohne Gummistiefel kommen Anwohner nicht trockenen Fußes nach Hause. Quelle: Privat
Zeesen

Immer wenn es regnet, werden einige Grundstücke in der Straße Im Winkel in Zeesen zur Seelage. Auf dem hinteren Abschnitt der Sandstraße sammelt sich das Wasser. Anwohner wie Corinna Lachmann kommen nur mit Gummistiefeln in ihre Häuser oder sie holen sich nasse Füße. Das jüngste Unwetter brachte das Fass im Wortsinn zum Überlaufen. Wie vielerorts liefen Keller und Garagen voll. „So extrem war es noch nie“, sagt Corinna Lachmann. Sie versucht nun mit einigen Nachbarn, die „Seestraße“ endlich trocken zu legen.

Eigentlich ein Traum für Häuslebauer

Das idyllische Fleckchen am Rande der Stadt ist eigentlich ein Traum für jeden Häuslebauer. Viel Grün, kein Lärm. Als die Lachmanns vor mehr als zehn Jahren dort bauten, war die Siedlung noch nicht sehr groß. Probleme mit dem stehenden Wasser auf der Straße gab es auch damals.

Immer mehr Flächen werden versiegelt

Seit aber vor einigen Jahren eine rege Bautätigkeit eingesetzt hat, wurde es immer schlimmer, berichtet Corinna Lachmann. Die zunehmende Versiegelung der Flächen, vermutet sie, ist ein Hauptgrund für die steigenden Regenwasser-Stände. Ein großes Grundstück in der Nachbarschaft, dass bisher als eine Art Auffangbecken für die Wassermassen dient, wird nun auch noch bebaut. Corinna Lachmann fürchtet, dass künftig Überflutungen wie beim Unwetter schon bei stärkerem Regen die Folge sein könnten. Da hilft die selbst die Erhöhung der Grundstückszufahrt nicht, die Lachmanns zum Schutz vor dem Wasser längst angelegt haben.

Ausbau erst 2022 geplant

Eine Regenentwässerung gibt es in der unbefestigten Straße nicht, die im Ausbauprogramm der Stadt auf Platz 67 steht. Sie wäre damit erst im Jahr 2022 an der Reihe. Doch so lange wollen die betroffenen Anwohner Im Winkel nicht warten. Sie hoffen, dass ihre Straße schneller ausgebaut wird.

Vor einigen Tagen lud Corinna Lachmann einen Vertreter der Stadt ein, um sich die Situation vor Ort anzuschauen. Gut 20 Anwohner kamen hinzu. Aber das Treffen verlief ergebnislos. Nun wollen die betroffenen Anwohner einen Brief an den Bürgermeister schreiben und ihn um Hilfe bitten. „Wir möchten, dass unsere Straße in der Prioritätenliste nach vorne rutscht“, sagt Corinna Lachmann. Ihr Nachbar René Domke unterstützt die Forderung. Bei ihm schwappte das Wasser schon in die Haustür. Die überschwemmte Straße sei langfristig kein Zustand. „Man muss das wenigstens minimieren“, findet er.

Stadt verspricht nur provisorische Lösung

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es nun vielleicht. Mitarbeiter des Tiefbauamtes wollen sich die Straße noch einmal anschauen, um eine „provisorische Lösung zu finden und dadurch die größte Last zu nehmen“, sagte Stadtsprecherin Katja Klinner der MAZ.

Der Straßenausbau selbst, bei dem eine Entwässerung mit angelegt werde, erfolge laut Klinner jedoch in der festgelegten Reihenfolge. Derzeit würden in der Straße weitere Grundstücke bebaut. „Werden hier Gärten angelegt und die Flächen begrünt, wird sich dadurch die Lage hinsichtlich des auf die Straße abfließenden Wassers zusätzlich entspannen.“

Von Frank Pawlowski

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