Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Info-Tour auf Windpark
Lokales Dahme-Spreewald Info-Tour auf Windpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 19.04.2018
Knapp 40 Interessierte folgten der Einladung in den Windpark Ukley und das nebenan gelegene Planungsgebiet. Quelle: Heidrun Voigt
Anzeige
Uckley

Am Autobahndreieck Spreeau in Nachbarschaft des Windparks Uckley plant die Firma ABO Wind elf neue Windräder. Obwohl der Windpark im Planungsgebiet des Landkreises Oder-Spree liegt, sind auch Orte in Dahme-Spreewald betroffen. Neben dem Königs Wusterhausener Ortsteil Uckley werden es in Heidesee Dannenreich und Friedrichshof sein.

Tour über Park

Das Unternehmen ABO Wind lud am Sonnabendnachmittag zu einem Informationsspaziergang ein, um das Projekt vorzustellen. Knapp 40 Interessierte fuhren im Bus in das Gebiet. „Es gehen viele Halbwahrheiten um, und wir wollen, obwohl wir ganz am Anfang mit unserer Planung stehen, die Leute informieren und mit ihnen über ihre Bedenken sprechen“, sagte Projektleiter Zacharias Hahn. Erste Station war das Umspannwerk des Windparks Uckley. Hahn verteilte Infoblätter und erläuterte die Aufgabe der Station. Er verwies darauf, dass das Umspannwerk und eine ausgebaute Zufahrt gute Voraussetzungen für die Errichtung weiterer Windräder böten. Am Fuße einer Turbine im Windpark Uckley, der im Oktober 2016 in Betrieb ging, erfuhren die Teilnehmer etwas zur Technik solch eines Giganten. „Ich bin überrascht, wie leise so ein Rotor ist, da ist die Autobahn nerviger“, sagte Britta Schmidt aus Niederlehme. Projektleiter Hahn verwies darauf, dass die neuen Windräder 30 bis 40 Meter höher als die in Uckley seien und damit der Geräuschpegel noch geringer ausfalle.

Wegen des einsetzenden Regens gab es weitere Informationen zunächst im Bus. „Die Anlage läuft 24 Stunden, sieben Tage die Woche und wird von der Fernwarte ständig überwacht“, sagte Zacharias Hahn. Ausführlich legte er dar, wie viele Untersuchungen vor einem Bau erfolgen müssten und wer alles involviert sei. Das Genehmigungsverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit dauere ein Jahr und die naturschutzfachlichen Untersuchungen im Vorfeld ebenso lange. „Es dauert drei Jahre, bis man an den Bau denken kann“, so Hahn. Der Projektleiter geht davon aus, dass die Ukleyer Windräder nicht vor 2020 neue Nachbarn bekommen.

Fachleute erläutern Verfahren

Martin Humm und Johannes Motsch vom Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Eigentümer der Fläche ist, erläuterten, wie die Ausgleichsmaßnahmen für den Bau einer Windparkanlage umgesetzt werden. „Die Fläche muss mindestens eins zu eins ausgeglichen werden. Das heißt, für einen gerodeten Quadratmeter wird einer aufgeforstet. Wenn der Ausgleich höher liegt, erfolgt im zweiten Teil ein ökologischer Waldumbau“, so Johannes Motsch. Martin Humm zeigte den Besuchern ein Beispiel, wo Traubeneichen und Rotbuchen in einen Kiefernwald gepflanzt wurden.

Bastian Hirschfelder von der Dubrow GmbH gab Auskunft zu naturschutzfachlichen Untersuchungen. Er nannte unter anderem Brutvogelkartierung und Zug- und Rastbeobachtung von Vögeln. Für den neuen Windpark erwartet er ein ähnliches Ergebnis wie in Uckley mit der Begründung, dass beide Gebiete sehr strukturarm seien und wenig geschützte Arten dort vorkämen. Er räumte ein, dass es letztendlich aber vom Standort der Windräder abhänge. Zum „Schreddern“ der Vögel durch Rotorblätter befragt, antwortete Hirschfelder: „Das ist schwer nachweisbar. Wenn einzelne Tiere hineingeraten, hat das keine Auswirkungen auf die Population. Die Frage stellt sich ja auch beim Autoverkehr oder dem Gebäudeschlag.“

Positive Resonanz

Viele Besucher äußerten sich positiv zum Informationsspaziergang. „Ich bin aus Friedrichshof und es interessiert mich, was hier passiert. Ich bin überrascht, dass keiner von der Gemeinde hier ist“, sagte Tour-Teilnehmer Roland Semmler.

Von Heidrun Voigt

Die 46 Jahre alte Landtagsabgeordnete aus Zeuthen wurde beim Parteitag am Sonnabend in Gräbendorf mit 82 Prozent der Stimmen gewählt. Sie war die einzige Kandidatin. In der Antrittsrede machte sie klare Ansagen.

19.04.2018

Die geplanten 181 Plätze werden nicht reichen, das zeichnet sich schon ab. Deshalb sollen in der neuen Kita 227 Kinder betreut werden. Die Ankündigung des Bürgermeisters kam überraschend.

17.04.2018

Das Streckennetz in Dahme-Spreewald ist zu lückenhaft und nicht mehr zeitgemäß. Die neuen Pläne gehen dem Kreisverband nicht weit genug. Er will daher ein eigenes Konzept vorlegen.

17.04.2018
Anzeige