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Dahme-Spreewald Initiativen kritisieren Beschluss gegen Tegel
Lokales Dahme-Spreewald Initiativen kritisieren Beschluss gegen Tegel
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00:18 25.06.2017
Quelle: dpa
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Schönefeld

Bürgerinitiativen aus dem Flughafenumfeld haben den Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses gegen einen Weiterbetrieb von Tegel scharf kritisiert. Ein Argument für die Schließung in der Stellungnahme des Parlaments der Hauptstadt sei, dass ein Verkehrsflughafen nicht in dicht besiedeltes Gebiet gehöre, so der Bürgerverein Berlin-Brandenburg (BVBB). „Allerdings will die Berliner Regierungskoalition diese Erkenntnis nur für Tegel sehen, nicht aber auch für den Bau des BER an der dicht besiedelten südlichen Stadtgrenze von Berlin“, so der BVBB. „Ist es Wissensdefizit oder Doppelmoral, wenn Rot-Rot-Grün nur für Tegel-Anwohner problematisiert, dass trotz gesetzlicher Regelungen „sehr viele Lärmgeplagte ungeschützt bleiben“ und „hohen gesundheitlichen Risiken durch Lärm und Schadstoffe“ ausgesetzt sind?“

Abgeordnetenhaus gegen Tegel-Weiterbetrieb

Mit den Stimmen der rot-rot-grünen Regierungsfraktionen hat das Abgeordnetenhaus am Donnerstag eine Entschließung gegen die Offenhaltung beschlossen. Darin werden die Berliner aufgerufen, bei der Volksabstimmung am 24. September – dem Tag der Bundestagswahl – gegen eine Offenhaltung Tegels auch nach der Eröffnung des BER zu stimmen. FDP und AfD votierten gegen die Entschließung, die CDU enthielt sich. Es gehe darum, 300 000 Berliner von Lärm zu befreien und der Stadt neue Entwicklungschancen zu eröffnen, heißt es im Beschluss.

Eigentlich soll Tegel spätestens sechs Monate nachdem der BER in Betrieb geht, schließen. Neben Rot-Rot-Grün in Berlin wollen auch Brandenburg und der Bund daran nicht rütteln, weil es den Planfeststellungsbeschluss für den BER kippen könnte. Gegenstand des Volksentscheids, den die FDP maßgeblich mit auf den Weg brachte und der auch von der AfD unterstützt wird, ist ein Appell an den Senat, vom Schließungsbeschluss abzurücken und Tegel unbefristet offenzuhalten.

Weiter Neubau in Sperenberg gefordert

Nach Auffassung der Neuen Aktion (NA) von Ferdi Breitbach und Astrid Bothe ist das auch für Schönefeld und Umgebung das kleinere Übel. Eine Offenhaltung verteile den Lärm auf vier Startbahnen an zwei Standorten, das sei „geteiltes Leid“, so die NA. Letzendlich seien aber beide Standorte „unmenschlich“. Zukunftsträchtig sei nur ein kompletter Neubau in Sperenberg. Bis der stehe, müssten beide Flughäfen offenbleiben, weil sonst der BER noch weiter ausgebaut werden müsste.

Von Carsten Schäfer

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