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Integrationsideen gesucht

Trägerkonferenz beim Jobcenter Integrationsideen gesucht

Bei einer Konferenz hat das Jobcenter Dahme-Spreewald über die Integration von Flüchtlingen und Fördermaßnahmen für Hartz-IV-Empfänger beraten. Im Fokus stehen unter anderem Jugendliche, die Jugendarbeitslosigkeit soll bis 2016 unter drei Prozent sinken.

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Jobcenter-Geschäftsführerin Katrin Urban, Bereichsleiter Marco Thiede und Maßnahmebetreuer Patrick Exner (r.) stellten bei der Trägerkonferenz in Wildau Integrationsmöglichkeiten für Arbeitslose und Flüchtlinge vor.

Quelle: foto: uta schmidt

Wildau. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Dahme-Spreewald ist mit 5,7 Prozent auf einem historisch niedrigen Stand. Von den insgesamt 9000 Arbeitsuchenden sind 3766 Langzeitarbeitslose, Jugendliche und weitere Personen, die im Hartz-IV-Bezug sind. Wie sich deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern können, darüber berieten am Montag Vertreter des Jobcenters mit Vereinen und Weiterbildungsträgern auf einer Konferenz im Wildauer Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Gefragt waren bei der Konferenz viele Ideen für neue oder bewährte Arbeits- und Qualifizierungsangebote wie Ein-Euro-Jobs, die ab dem Jahr 2016 realisiert werden sollen. „Vor allem geht es darum, die Qualifikation der Kunden zu erhöhen, damit deren Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt besser gelingt“, sagte Katrin Urban, die Geschäftsführerin des Jobcenters Dahme-Spreewald. Denkbar sind aber auch Projekte auf dem zweiten Arbeitsmarkt wie zur Auskunftserteilung über öffentliche Verkehrsangebote bei Tourismusverbänden, bei der Erfassung unrechtmäßig abgelegten Mülls oder bei Führungen durch offene Kirchen.

Ähnlich wie in diesem Jahr sollen auch im kommenden Jahr insgesamt 30 Bildungs- und Arbeitsmaßnahmen für bis zu 240 Personen entwickelt werden. Dafür stehen neue Instrumente zur Verfügung, die sowohl auf die Arbeit in kommunalen und gemeinnützigen Bereichen als auch auf Bildung, Aktivierung und Perspektivgewinnung ausgerichtet sind. „All diese Strategien sollen der individuellen Integration von Arbeitslosen in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt dienen“, stellte Urban klar. Im Fokus stehen neben älteren Langzeitarbeitslosen vor allem Jugendliche und junge Arbeitslose. Sie sollen für das große Angebot unbesetzter Lehrstellen – oft auch in ihren Heimatgemeinden – fit gemacht werden. Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen soll 2016 unter drei Prozent sinken, so das Ziel des Jobcenters.

„Eine besondere Herausforderung besteht für uns derzeit durch die Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Allein die Sprachbarriere fordert uns alle heraus“, so Urban. Das Thema Flüchtlingspolitik griff auch Landrat Stephan Loge (SPD) auf. Er forderte die Träger von Qualifizierungs- und Jobangeboten auf, neue Arbeitsmarktprojekte zu entwickeln, die der Unterstützung von Flüchtlingen und anderer Bedürftiger dienen. Das könnte das Einsammeln, die Sortierung und den Transport von Kleiderspenden ebenso betreffen wie mehr Kommunikation in Heimen. Der Wunsch der Bevölkerung, mit Spenden zu helfen, sei ungebrochen groß, stellte Loge fest. Darauf müsse reagiert werden. „Der Kreistag hat ein zusätzliches Budget für die Unterstützung bewilligt. Wir können auch mit Fahrzeugen helfen“, sagte Loge. Urban kündigte eine Ausschreibung einer Maßnahme „Perspektive für Flüchtlinge“ an. Neuankömmlinge würden nach dem dritten Monat durch das Jobcenter betreut und nach einem halben Jahr einen Integrationskurs mit Sprachförderung besuchen können.

Als Betreuer, Koordinator und Ansprechpartner im Jobcenter steht Patrick Exner den Anbietern von Job- und Bildungsmaßnahmen im Landkreis zur Verfügung. Urban empfahl kleineren Vereinen, zur Umsetzung ihrer Projektideen wie im Sportbereich erfahrene Bildungsträger als Partner ins Boot zu holen. Birgit Böhm vom Wildauer Kompetenzzentrum AMVG hat bereits Erfahrungen mit einem Projekt für Asylbewerber. Unter dem Motto „Mut und Wille zur neuen Heimat“ erhalten diese Deutschkenntnisse und Hilfe bei der Integration. „Wir könnten uns aber auch den Aufbau und die Betreuung einer neuen Kleiderkammer vorstellen“, sagte die Geschäftsführerin.

Von Uta Schmidt

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