Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Islam-Kampagne in Dahme-Spreewald

Königs Wusterhausen Islam-Kampagne in Dahme-Spreewald

Eine muslimische Gemeinde will mit einer Kampagne im Landkreis über den Islam aufklären und Vorurteile abbauen. Die Mitglieder lehnen Gewalt ab, für sie ist Dschihad ein heiliger Krieg gegen den eigenen inneren Schweinehund. Die mehrwöchige Tour startet in Königs Wusterhausen.

Voriger Artikel
Pflegebedarf in Dahmeland-Fläming wächst
Nächster Artikel
Bürgerstiftung zieht erste Bilanz

Suleman Malik ist Sprecher der muslimischen Gemeinde, die einen reformierten Islam vertritt.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. Die muslimische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat startet in der kommenden Woche eine Informationskampagne in Dahme-Spreewald. Auftakt ist am 18. November in Königs Wusterhausen. Weitere Stationen sind Lübben, Luckau und Mittenwalde. Auch eine öffentliche Diskussionsveranstaltung ist geplant. „Wir wollen Vorurteile abbauen und mit den Menschen ins Gespräch kommen“, sagte Sprecher Suleman Malik am Donnerstag in Königs Wusterhausen.

Gemeinde lehnt Gewalt kategorisch ab

Die Gemeinde ist laut Malik eine Reformbewegung innerhalb des Islam. Sie lehne Gewalt kategorisch ab, setze sich für ein friedliche Miteinander ein. In Deutschland ist sie allerdings mit rund 45 000 Mitgliedern nur eine Minderheit unter den vier bis fünf Millionen Muslimen, wie Malik sagte. Weltweit habe sie aber mehrere Millionen Anhänger. Das Motto der Kampagne lautet „Wir sind alle Deutschland“. Malik sagte, damit sollen die Solidarität und das gesellschaftliche Engagement der Gemeindemitglieder zum Ausdruck gebracht werden.

Liebe für alle, Hass für keinen

Grundpfeiler der Bewegung seien Barmherzigkeit, die Ablehnung von Glaubenszwang, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie die Trennung von Religion und Staat. „Liebe für alle, Hass für keinen, das ist unsere Botschaft“, sagte Suleman Malik. Seine Gemeinde interpretiere auch den Heiligen Krieg, den sogenannten Dschihad, anders. „Wir definieren das als Kampf gegen den eigenen inneren Schweinehund.“

Friedensbäume werden gepflanzt

Bei den Veranstaltungen in den Kommunen sollen sogenannte Friedensbäume gepflanzt werden. Mit der Aktion wolle die Gemeinde zeigen, dass es viele Richtungen im Islam gebe. Das öffentliche Bild sei hingegen geprägt von Terroranschlägen im Namen des Islam. „Viele Menschen können das nicht unterscheiden. Das wollen wir ändern“, sagte Malik. Die Gemeinde habe die Info-Kampagnen bereits in anderen Bundesländern erfolgreich durchgeführt. Das Echo sei durchweg positiv gewesen.

Infostand am 18. November in Königs Wusterhausen

Der Infostand am 18. November in der Königs Wusterhausener Innenstadt ist ab 10 Uhr ganztags erreichbar. Die weiteren Termine: 25. November Lübben, 2. Dezember Luckau, 9. Dezember Mittenwalde. Einen Termin und einen Ort für die geplante Gesprächsrunde gibt es noch nicht.

Von Frank Pawlowski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg