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Dahme-Spreewald Jagdverband feiert 25-jähriges Bestehen
Lokales Dahme-Spreewald Jagdverband feiert 25-jähriges Bestehen
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11:20 30.10.2016
Falkner Jörg Reckling wird seine Tiere vorstellen. Quelle: Heidrun Voigt
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Gräbendorf

„Die Ruhe ist das Besondere an der Jagd. Man geht um 3 Uhr in den Wald, hört nur den eigenen Atem. Die Natur erwacht, Vogellaute, die Sonne geht auf. Es ist das Schönste, was es gibt“, schwärmt Marco Beldner. Der 41-jährige Ingenieur ist passionierter Jäger und engagiert sich im Vorstand des Jagdverbandes Königs Wusterhausen. Vor 25 Jahren gründete sich der Verband und das wird am 5. November im Haus des Waldes in Gräbendorf gefeiert.

Zu den Gründungsmitgliedern gehört Hartmut Jänner. Seit fast 40 Jahren ist der gelernte Forstwirt Jäger. „Ich habe als Kind schon an Treibjagden teilgenommen. Jagd bedeutet für mich in erster Linie, in der Natur zu sein und sie positiv zu beeinflussen“, so Jänner. Der Jagdaufseher verweist darauf, dass es zu DDR-Zeiten Jagdgesellschaften gab und deshalb bei der Schaffung neuer Strukturen nach der Wende die Zahl der Mitglieder mit 300 relativ hoch gewesen sei. Heute sind es 200 Mitglieder, 20 Prozent davon Frauen.

Natur- und Artenschutz gehört zu den Aufgaben

Jänner erzählt, dass zu den Aufgaben des Jagdverbandes der Natur- und Artenschutz gehört. Die Aus- und Weiterbildung der Jäger sowie Öffentlichkeitsarbeit sind weitere Bereiche. In Klein Wasserburg unterhält der Jagdverband einen Schießplatz und ein Lehrrevier zu Schulungszwecken. Im Haus der Jagd und Natur befindet sich die Jagdschule.

Hartmut Jänner (l.) und Marco Beldner freuen sich auf viele Besucher zum Jägerfest im Haus des Waldes. Quelle: Heidrun Voigt

„Wir müssen raus aus dem Lodenmantelimage und rein in die Öffentlichkeit. Wir haben einen gesellschaftlichen Auftrag“, meint Marco Beldner. Deshalb organisiert er beispielsweise Waldrallyes für Schulklassen. Hartmut Jänner engagiert sich seit vielen Jahren als Referent und Projektentwickler im Haus des Waldes. Er möchte jungen Menschen die Natur nahe bringen.

Transparentes Jagdleben

Die Jäger wünschen sich, dass die Veranstaltung zum Gründungsjubiläum im Rahmen eines Familienwaldtages dazu beiträgt, das Jagdleben transparenter zu machen und Vorurteile abzubauen. „Wir freuen uns, dass uns die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und das Haus des Waldes als Gastgeber unterstützen“, sind sich die beiden Männer einig.

Um 13 Uhr eröffnen die Jagdhornbläser Töpchin das fröhliche Treiben. Hartmut Jänner wird durch die Jagderlebniswelt des Haus des Waldes führen. Ein Falkner stellt seine Greifvögel vor. Und ein Fallenjäger spricht über sein Hobby. Es gibt eine Vorführung mit Jagdhunden und die Besucher können ihre Zielsicherheit an einem Laser-Schießstand und ihr Wissen am multimedialen Lernort-Mobil testen.

Gemütliche Lagerfeuer-Atmosphäre

„Der Jagdverband wird sich an einem Infostand präsentieren und seine Jagdschule vorstellen. Dort erfährt man, was notwendig ist, um einen Jagdschein zu machen“, sagt Hartmut Jänner. Marco Beldner wird mit seiner Frau, die auch Mitglied im Jagdverband ist, Füchse aus Naturmaterialien mit den kleinen Besuchern des Familienwaldtages basteln.

Am Lagerfeuer können es sich die Besucher mit Tee, Kaffee, Glühwein und selbst gebackenem Kuchen gemütlich machen. Und was wäre ein Jägerfest ohne Wildbret? Es gibt Wildschwein am Spieß und Wildbratwürste – garantiert aus dem heimischen Wald. „Wir werden zum Heiligen Hubertus beten, dass er für ordentliches Wetter sorgt“, meint Hartmut Jänner schmunzelnd.

Von Heidrun Voigt

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