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Jagdverband feiert 25-jähriges Bestehen

Gräbendorf Jagdverband feiert 25-jähriges Bestehen

Der Jagdverband Königs Wusterhausen feierte am Sonnabend im „Haus des Waldes“ Gräbendorf sein 25-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten am Hubertustag nutzten die Waidmänner, um kleine und große Besucher über ihre Arbeit zu informieren.

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Miriam und Antonia durften den Gerfalken streicheln.

Quelle: Uta Schmidt

Gräbendorf. Anlässlich des Hubertustags am 3. November veranstaltet das „Haus des Waldes“ in Gräbendorf in jedem Jahr Waldaktionen, Familienwaldtage, Jagd-Erlebnisführungen und „Jägerrallys“. Dabei können große und kleine Naturfreunde beim Streifen durch den Herbstwald von erfahrenen Waldschullehrern und Jägern Wissenswertes über die wichtige Arbeit der Waidleute erfahren. Am Samstag ging es im und am „Haus des Waldes“ besonders rund: Der Jagdverband Königs Wusterhausen feierte mit zahlreichen Besuchern sein 25-jähriges Bestehen.

Der Duft von zwei am Spieß gebratenen Wildschweinen vermischte sich mit dem Rauch des Lagerfeuers und dem Geruch des bunten Laubes. Ein Naturerlebnis der besonderen Art, das von Jagdhornbläsern mit dem Kommando „Sammeln der Jäger“ eröffnet wurde. Nach dem zünftigen Gruß „Waidmannsheil“ zeigten die Jäger das Zusammenspiel mit Jagdhunden auf der Pirsch, Forstleute informierten am Infomobil des Landesjagdverbandes „Lernort Natur“ über die unterschiedlichen Fährten, Felle und Geweihe der Wildtiere sowie über die „Einwanderer“ wie Waschbär und Marderhund. Jörg Reckling aus Bestensee demonstrierte imposant die Arbeit mit seinem Gerfalken, der zur Fasanenjagd eingesetzt wird. Und sachkundiger Ansprechpartner in der „Jägererlebniswelt“ auf dem Freigelände war Jäger und Forstwirt Hartmut Jänner. An 20 Stationen können sich hier Waldbesucher über jagdtypische Themen informieren.

Jäger wollen das Gleichgewicht in der Natur erhalten

Über die ökologische Arbeit der 200 Mitglieder im Jagdverband Königs Wusterhausen sprach der Vorsitzende Dieter Hennings. „Natürlich will der Jäger nach wie vor seinen Braten schießen, es geht uns aber vor allem um die Erhaltung des Gleichgewichts in der Natur. Wir müssen den Wildbestand reduzieren, um den Wald zu erhalten“, so Hennings. Durch den Klimawandel und die milden Winter gäbe es vor allem beim Wildschweinnachwuchs keine natürliche Auslese mehr. Die Folge ist eine Vermehrungsrate von 300 Prozent allein bei dieser Art. Zur Arbeit des Jagdverbandes Königs Wusterhausen gehört zudem der Betrieb der „Jagdschule“, an der etwa 20 Jäger pro Jahr nach einer staatlichen Prüfung das „grüne Abitur“ ablegen. „Wir brauchen dringend jüngere Jäger, um die Arbeit bewältigen zu können. Wir sind ein anerkannter Naturschutzverband mit dem Auftrag, Wild zu erlegen. Damit gehen wir sorgsam um“, so Hennings.

Uwe Liebig aus Zeuthen wollte mit seinen Söhnen Eric und Aaron am Samstag mehr über das Leben im Wald und die Arbeit der Jäger erfahren. „Wir sind das erste Mal im ,Haus des Waldes’ und vom großen Angebot überrascht. Vor allem faszinieren mich die Jagdhornbläser“, so Liebig. Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Jäger und Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, mit dem Wolfsachverständiger Hartmut Jänner ins Gespräch zu kommen und sich über die Ausbreitung vom Isegrim in Brandenburg zu informieren. „

Info: Am kommenden Samstag können ab 14 Uhr Familien unter der Anleitung von Forstwirt Burkhard Brunnstein im „Haus des Waldes“ Futterhäuschen bauen.

Von Uta Schmidt

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