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Dahme-Spreewald Floriansdorf, Bürgertreff und Straßenbau
Lokales Dahme-Spreewald Floriansdorf, Bürgertreff und Straßenbau
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11:19 16.01.2015
Jubel bei den Prieroser Schülern. Es ist beschlossene Sache: 2015 erhalten sie eine Lehrküche. Quelle: MAZ
Heidesee

Kaum zu glauben, aber in der Gemeinde Heidesee wurde 2014 etwas vollbracht, das bundesweit einmalig ist. Das erste Floriansdorf Ostdeutschlands öffnete am "Tag der Deutschen Einheit" im Kinder- und Jugenderholungszentrum (Kiez) am Frauensee seine Pforten. Bisher bestehen derartige Einrichtungen für die Brandschutzerziehung von Kindern bundesweit nur in Aachen und Iserlohn in Nordrhein-Westfalen. Dort allerdings fehlt es an Übernachtungsmöglichkeiten. Ein solches Komplettangebot bietet deutschlandweit nur das Kiez in Gräbendorf. Nur dort kann Feuer-Erziehung in mehreren Projekttagen erfolgen.

Das Floriansdorf am Frauensee war schon am ersten Tag voll in Betrieb. Quelle: MAZ

Das 650.000 Euro teure, nach dem Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren, benannte Dorf untergliedert sich in drei Bereiche. In der Kinderfeuer-Akademie wird den Mädchen und Jungen die Bedeutung des Feuers für die Menschwerdung nahe gebracht, während im zweiten Teil all die Gefahren aufgezeigt werden, die in einer Wohnung lauern. Der dritte Abschnitt umfasst eine Kinder-Feuerwache.

Wir möchten zurückblicken auf ein aufregendes Jahr 2014. An dieser Stelle finden Sie eine Übersicht zu allen Gemeinden in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald, die über die kommenden Tage fortlaufend ergänzt wird. Außerdem haben wir zusammengestellt, was Sie in den letzten Monaten am meisten geklickt haben.

Die Region in Bildern: Das alte Jahr wie es war

Meistgeklickt Teltow-Fläming: Sex-Partys, Starkoch und ein Mega-Festival

Meistgeklickt Dahme-Spreewald: Wels-Rekorde, Big Brother und ein Gruselfund

Veranstaltungen im Blick: Blühende Kulturlandschaft

Blick in den Landkreis Teltow-Fläming: Rekordernte, Standortsicherung, Flüchtlingsproblematik

Gemeinde Rangsdorf: Luxusprobleme und Großprojekte

Gemeinde Nuthe-Urstromtal: Erfreuliches für Kinder und Kameraden

Gemeinde Bestensee: Annäherung mit den neuen Nachbarn

Stadt Königs Wusterhausen: Kitaplätze, Keimwasser und eine Asthmatreppe

Gemeinde Blankenfelde-Mahlow: Justizias Lieblingsgemeinde

Gemeinde Am Mellensee: Gewonnene See-Schlacht und langes Warten

Amt Schenkenländchen: Vom Katastrophengebiet zur beliebten Festmeile

Stadt Wildau: Mehrere große Bauprojekte abgeschlossen

Stadt Luckenwalde: Baustellen, Pläne und Gottes Segen

Stadt Jüterbog: Viele Baustellen und Gesprächsbedarf

Stadt Ludwigsfelde: Boom-Industrie, Wohnungsmangel, Rollertreffen

Stadt Trebbin: Elektro-Weltrekord und Friedensstadt-Jubiläum

Stadt Mittenwalde: Miese Stimmung im Mittenwalder Stadtparlament

Gemeinde Zeuthen: Tankstellen-Protest und Überwachungs-Skandal

Stadt Zossen: Hindernislauf statt Start-Ziel-Sieg

Schulzendorf und Eichwalde: Altanschließer-Protest als Dauerbrenner

Gemeinde Niedergörsdorf: Spar-Etat erfordert neue Leitbilddiskussion

Gemeinde Heidesee: Floriansdorf, Bürgertreff und Straßenbau

Gemeinde Schönefeld: Schönefeld genießt guten Ruf

Geduldsproben in der Gemeinde

Dem Lehnschulzenhaus in Prieros war ein neues Kapitel in seiner Historie dagegen nicht vergönnt. Dort hieß es im April: Nach zehn Jahren alles wieder auf Anfang. Auch der vierte Investor, die Storkower Ideenschmiede, bekam trotz eines mehrfach gewährten Aufschubs die Finanzierung eines altersgerechten Wohnparks nicht in den Griff. Da riss den Gemeindevertretern der Geduldsfaden.

Ein Übermaß an Geduld wird auch den Dolgenbrodtern abverlangt. Sie erreichte im Juni die Nachricht, dass nach 18 Jahren der Rechtsstreit um den Rückübertragungsantrag von Eberhard Specht zum früheren Gut Dolgenbrodt in eine erneute Runde geht. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus, wonach die einstigen Specht-Grundstücke bei der Gemeinde Heidesee verbleiben, wird jetzt im Rahmen einer Revision überprüft. Der Gutsherrenfamilie gehörte einst mehr als das halbe Dorf. Viele Dolgenbrodter können schon über Jahre aufgrund der ungeklärten Eigentumsverhältnisse Grundstücke weder vererben noch verkaufen.

Köpfe des Jahres

Der Unermüdliche

Joachim Koßatz feierte im vorigen Jahr sein 20-jähriges Dienstjubiläum als Ortsvorsteher in Blossin. Zu seinen schönsten Projekten in diesem Amt gehörte die gelungene Erneuerung des Runddorfes. Der Kracher aber war der Ausbau der Ortsdurchfahrt auf Kosten der Gemeinde, die eigentlich eine Landesstraße ist. Aber die Blossiner wollten nicht länger warten. Bei der Kommunalwahl verzichtete Koßatz auf eine erneute Kandidatur.

Die Enthusiastin

Der Unvergessene

Kurz nach seinem 80.Geburtstag starb im Juni Friedrich-Wilhelm Thiede. Er war der erste freigewählte Bürgermeister in Friedersdorf und ab 1993 bis zu seinem Ruhestand 1999 auch der erste Amtsdirektor. Er setzte sich damals für das erste große Wohngebiet im Ort ein.

Die Engagierte

Sigrid Nitsche überließ nach 16Jahren das Amt des Gussower Ortsvorstehers einem Jüngeren, dem Rechtsanwalt Andre Gruve. Sie setzte sich vor allem engagiert für das Thema Wasser- und Abwasser sowie den Erhalt der Kita im Heideseer Ortsteil ein.

Moderne Schulküche in Prieros

Ein anderes Bild zeigt sich an der Prieroser Grundschule. Mit Freudensprüngen nahmen die 135 Mädchen und Jungen im November die Mitteilung von Schulleiterin Juliane Götze auf, dass sie 2015 eine moderne Schulküche im Gesamtwert von 60000 Euro bekommen. Ein Vorhaben, für das sich die Kinder schon im Sommer mächtig ins Zeug legten. Mit einem Sponsorenlauf sammelten sie dafür knapp 11500 Euro. In der neuen Schulküche können die Kinder dann auch all die Kräuter verarbeiten, die sie in ihrem "Grünen Klassenzimmer" anbauen.

Bürgertreff an der Dorfaue

Über Tatendrang kann man auch in Streganz nicht klagen. Blitzschnell verbreitete sich im November die frohe Kunde, dass 2015 an der Dorfaue ein Bürgertreff gebaut wird. Schon im Oktober freute man sich in diesem Ortsteil über den Anbau an das Spritzenhaus in Klein-Eichholz. Ein Lebensgefühl, das den Kolbergern leider auch im vorigen Jahr versagt blieb. Für den von ihnen seit Jahren geforderten Ausbau der Ortsdurchfahrt ist nicht einmal eine Hoffnung, geschweige denn ein Baustart in Sicht. Viel zu langsam geht es dem Heideseer Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos) auch an der Bindower Brücke voran. Dort wird es einen Neubau geben, doch wann, vermag niemand zu sagen.

Über eine Million fließt in den Straßenbau

Anders verhält es sich mit dem Straßenbau. Hier brachten die Abgeordneten im November eines der größten Bauprogramme in der Geschichte der Gemeinde Heidesee auf den Weg. Demnach fließen 2015 mehr als 1,1 Millionen Euro in den Ausbau kommunaler Straßen in Blossin, Gussow, Wolzig und Gräbendorf. Aufgrund der Anliegerbeiträge stößt dieses Projekt aber nicht überall auf Wohlwollen.

Breite Zustimmung aber fand die Übernahme des Bindower Ziest- sowie des Streganzer Gutssees in das Eigentum der Gemeinde. Verkäufe an private Dritte sind damit ausgeschlossen.

Diebstahl traf ins Herz

Ein dreister Diebstahl auf dem Friedhof in Klein-Eichholz traf Tanja Schneider mitten ins Herz. Unbekannte Täter entwendeten im März vom Grab ihres schon mit 39 Jahren verstorbenen Mannes sowie ihrer Großmutter die aus Granitherzen bestehenden Grabsteine. Die allein stehende Mutter von vier  Kindern war fassungslos und fragte sich wieder und wieder: „Wie kann ein Mensch nur so grausam sein und einem noch das letzte Gebliebene von  einem geliebten Menschen nehmen?“

Vierseithof mit Perspektive

Eigentümerin Gabriele Büschel eröffnet dem um 1911 erbauten Vierseithof an der Dorfaue in Dolgenbrodt nach jahrelangem Stillstand eine Perspektive.  Das denkmalgeschützte Ensemble soll in den nächsten Jahren schrittweise in einen Wohn- und Tourismuskomplex verwandelt werden. Neben  attraktiven Miet- und Ferienwohnungen sollen dort auch preiswerte Unterkünfte für Radwanderer entstehen.

Von Franziska Mohr

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