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Jede Rolle ein Traum

Königs Wusterhausen Jede Rolle ein Traum

Kristin Suckow aus Königs Wusterhausen wurde mit dem Theaterpreis Hamburg geehrt. Als „Herausragende Darstellerin“ wurde sie gewürdigt für ihre Rolle in „Kabale und Liebe“.

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Für diese Rolle wurde sie nun ausgezeichnet: Kristin Suckow als Luise in Schillers „Kabale und Liebe“, einer Inszenierung des Ernst-Deutsch-Theaters, hier mit Jonas Minthe.

Quelle: Oliver Fantitsch

Königs Wusterhausen. Kristin Suckow hat den Theaterpreis Hamburg erhalten. Die junge Schauspielerin, die in Königs Wusterhausen geboren und aufgewachsen ist, wurde als „Herausragende Darstellerin“ für die Rolle der Luise in Schillers „Kabale und Liebe“ geehrt, eine Inszenierung des Ernst- Deutsch-Theaters. Beim wichtigsten Theaterpreis der Hansestadt werden jährlich in vier Kategorien insgesamt zwölf Künstler gekürt.

„Der Preis gebührt den Menschen, die mich unterstützen.“

„Ich kam vom Tanztraining spät nach Hause und fand den Brief im Kasten. Eigentlich durfte ich niemandem im Vorfeld von der Verleihung erzählen, aber ich habe es nicht ausgehalten“, sagt die 27-Jährige und lächelt. Sie rief sofort den Regisseur, die Intendantin und ihre Familie an. „Ich hatte im Hinterkopf, der Preis gebührt nicht nur mir, sondern auch den Menschen, die mich unterstützen.“ Kristin Suckow kommt ins Schwärmen, wenn sie von dem Ensemble und Regisseur Wolf Dietrich Sprenger spricht. Sie habe viel gelernt von allen. Sie betont, dass sie ihren Berufsweg nur mit der Unterstützung ihrer Familie schaffen konnte. „Meine Eltern haben mich stark gemacht und so erzogen, dass ich nicht aufgebe, mir meine Träume zu erfüllen.“

Kristin Suckow spielte im vergangenen Jahr Else Lasker-Schüler in Königs Wusterhausen

Kristin Suckow spielte im vergangenen Jahr Else Lasker-Schüler in Königs Wusterhausen.

Quelle: Heidrun Voigt

An insgesamt vier Produktionen des Ernst-Deutsch-Theaters hat die zierliche Frau mit den ausdrucksstarken braunen Augen mitgewirkt. Von „Kabale und Liebe“ gab es insgesamt 30 Aufführungen. „Die Luise ist eine Figur, die viele Schicksalsschläge erleiden muss“, sagt SuckAbend auf die Bühne.“ Kristin Suckows Blick wird nachdenklich. Sie erzählt, dass sie während der Proben daran denken musste, was sie in der Deutschklausur beim Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium geschrieben hat. „Ich fand das Stück damals total langweilig. Meine Lebensreife und Wahrnehmung haben sich mittlerweile geändert“, sagt sie.

Ballettunterricht ab dem achten Lebensjahr

Schon in der 1. Klasse stand für Kristin Suckow felsenfest, dass sie „Schauspielerin in Märchenfilmen“ wird. Als Achtjährige bekam sie Ballettunterricht im „Kinder-TanzTheater Berlin-Brandenburg“ (KTT) in Königs Wusterhausen. Die Arbeit dort umfasst auch den Bereich der darstellenden Künste. „Ich habe meine gesamte Jugend beim KTT verbracht. Renate Müller-Schäfer war meine erste Schauspiellehrerin, und ich habe dem Unterricht entgegengefiebert“, sagt Suckow. Viermal die Woche Training und in den Ferien zu Workshops. Zu viel ist es Suckow nie geworden. Im Gegenteil, es hat ihr Spaß gemacht. Sie erinnert sich noch gut an ihre erste Rolle, den Schusterjungen in „Cinderella“.

Irgendwann kamen Zweifel, die Abiturientin bewarb sich für ein Psychologiestudium und wurde angenommen. Da Knut Sommer, der viele Jahre Regisseur und Spielleiter der Deutschen Oper Berlin war, ihr aber während einer Probe Mut machte, sprach sie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam vor – mit Erfolg.

Teilzeitarbeit als Kinderbetreuerin

„Es macht mir Spaß, Geschichten zu erzählen und Menschen zu bewegen, das habe ich schon früh gemerkt, “ sagt die Schauspielerin. Ihre Berufswahl bereut hat sie noch nie, selbst wenn sich eine Krise anbahnte. Es gebe immer wieder Zeiten, in denen kein Casting laufe, sagt Suckow. Mit der Unsicherheit komme sie gut zurecht. Die Berlinerin arbeitet, wenn die Kunst sich rar macht, als Kinderbetreuerin.

Momentan ist aber daran nicht zu denken. Gerade ist die erste Klappe für Daniel Wilds Film „Lux – Krieger des Lichts“ gefallen. Kristin Suckow spielt darin die weibliche Hauptrolle – Kitty, eine attraktive Stripperin, die Lux’ „Cat-Woman“ wird. „Krieger des Lichts“ ist ein fiktionaler Dokumentarfilm über einen jungen Mann, der nach seinem Platz in der Welt sucht. Mit seinem Alter Ego, dem Superhelden Lux, scheint er eine Möglichkeit gefunden zu haben. Der Film kommt nächstes Jahr in die Kinos. „Ich freue mich riesig, mit Frank Rogowski zusammenzuspielen. Ich bin auch auf meine Pool-Dance- und Burlesque-Szene gespannt“, sagt Suckow und fügt hinzu, dass sie viel Glück im Leben hat.

Diverse Film- und Theaterprojekte 2016

Allein in diesem Jahr stand sie neben der Theaterarbeit für drei Kurzfilme, einen Episodenfilm, die ZDF-Reihe Wilsberg und die ZDF-Serie Soko vor der Kamera. Theater oder Film – für die Schauspielerin ist beides wichtig. Jedes habe seinen eigenen Charme, sagt sie: das Filmen sei intimer, das Theaterspielen habe eine ungeheure Energie. Last, but not least hat Suckow auch schon Chansonabende mit einem Musiker auf die Beine gestellt.

„Ganz wichtig ist bei aller Arbeit meine Familie“, sagt sie. „Sie gibt mir Rückhalt und glaubt an mich.“ Insgesamt 15 der 30 Aufführungen von „Kabale und Liebe“ haben beispielsweise Verwandte besucht. Gibt es eine Traumrolle für Kristin Suckow? „Die Teamarbeit muss stimmen, dann ist jede Rolle für sich ein Traum!“, sagt sie.

Von Heidrun Voigt

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