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Dahme-Spreewald Jeden Tag gibt es unerträglichen Stau
Lokales Dahme-Spreewald Jeden Tag gibt es unerträglichen Stau
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08:07 04.04.2016
Vor der Brücke bis vor zur Ampelkreuzung am Rewe-Markt würde die Rechtsabbiegerspur reichen. Das sind etwa 150 Meter. Quelle: Andrea MÜller
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Bestensee

Stau, Stau, Stau – das ist die Situation an der Bahnschranke in Bestensee. Besonders schlimm ist es in den Stoßzeiten, morgens und nachmittags im Berufsverkehr. Am vergangenen Freitag – und das ist kein Einzelfall – stauten sich die Autos von der Ampel an der Bahnschranke bis hinter zum Dorfteich. Das Problem: Hier gibt es keine rechte Abbiegespur in die Motzener Straße und zum Einkaufszentrum.

Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) zeigt auf die Pläne zur Rechtsabbiegerspur aus dem Jahr 2010. Sie ließen sich noch immer in die Realität umsetzen. Quelle: Andrea Müller

„Wir versuchen seit 2010 eine solche Spur anzulegen“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) und holt aus einem dicken Aktenordner einen Plan hervor. Mit kräftigem Gelb ist darauf die geplante Abbiegespur eingezeichnet. Sie reicht von der kleinen Brücke bis zur Ampel. „Das sind etwa 150 Meter“, so der Gemeinde-Chef. Das würde reichen, um die angespannte Verkehrssituation an diesem neuralgischen Punkt im Ort zu entkrampfen. Damals hätten die Bauarbeiten im November beginnen sollen. Doch die Gemeinde war dagegen, ohne zu ahnen, dass damit das ganze Projekt zum Stillstand kommt. „Ein Baubeginn vor dem Winter kam für uns nicht in Frage. Dann wäre das ganze Ortszentrum ein halbes Jahr lahm gelegt gewesen, ohne das möglicherweise wegen der Witterung was passiert“, erinnert sich Quasdorf. 200 000 Euro waren damals für die rechte Spur veranschlagt worden. Da es sich um eine Landesstraße handelt, hätten Land und Bund zahlen müssen. Doch plötzlich war dann ein halbes Jahr später kein Geld mehr da. So ist es bis heute.

Jeden Tag stauen sich die Autos von der Bahnschranke fast bis zur alten Dorfaue Quelle: Andrea Müller

„Zur MAZ-Osterwanderung habe ich deswegen Kathrin Schneider angesprochen“, so der Bürgermeister. Schneider ist Brandenburgs Infrastrukturministerin. Er hofft, dass sie dem Vorhaben wieder unter die Arme greifen kann. Denn eine Lösung ist dringend notwendig. Das zeigen auch die Zahlen aus einem Gutachten, das die Frequenz von Fahrzeugen untersucht hat. Es zeigt die hohe Zahl von Autos und Lastkraftwagen, die sich hier in den alltäglichen Wahnsinn an der Ampel vor der Bahnschranke einreihen müssen. 10 335 Fahrzeuge wurden von den Gutachtern an einem Tag gezählt. Etwa ein Drittel von ihnen biegt nach rechts in die Motzener Straße ab. Für die Gutachter steht fest: Eine Rechtsabbiegespur würde eine deutliche Entlastung bringen. Danach sehnen sich viele Bestenseer, wie die MAZ-Umfrage gezeigt hat. Die meisten, die sich daran beteiligt haben, wiesen auf dieses Problem hin und wünschen sich eine schnelle Lösung.

Die ist vielleicht sogar machbar. Denn trotz des Stillstandes hat die Gemeinde Bestensee nicht still gehalten. Sie hat unter anderem mit dem Betreiber des Rewe-Marktes gesprochen, damit die Spur zwischen Ampel und Brücke angelegt werden kann. Bürgersteig und Grünstreifen müssten rund zwei Meter nach rechts rutschen, wo jetzt das Gelände von Rewe ist. Gespräche gab es auch mit dem Märkischen Wasser- und Abwasserzweckverband (MAWV), der hier ein Pumpwerk hat. „Das muss nicht einmal weichen, sondern nur die Steuertechnik“, liest Quasdorf aus seinen Unterlagen. Dies bestätigt der MAWV-Verbandsvorsteher Peter Sczepanski. „Das Pumpwerk ist ja unterirdisch und die Steuertechnik zu verlegen ist kein Problem“, sagt er.

Parallel dazu will die Gemeinde aber auch dafür sorgen, dass mehr Autofahrer auf die Bahn umsteigen. Deswegen setzt sie sich für eine gute Verbindung vor allem von und nach Berlin ein und wird den Parkplatz auf der anderen Seite der Bahn erweitern.

Von Andrea Müller

Von Montag bis Mittwoch dieser Woche ist die EDV-Anlage des Rathauses in Bestensee außer Betrieb. Laut Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) zieht die Verwaltung der Gemeinde auf einen anderen Server um. Die Mitarbeiter können in dieser Zeit nur eingeschränkt handeln.

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