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Jein zur Kandidatur

Königs Wusterhausen Jein zur Kandidatur

Im Moment nicht, aber später vielleicht doch. So beantwortet Michael Reimann von „Wir für KW“ die Frage nach einer Bürgermeister-Kandidatur. Der 60-Jährige sieht sich als möglicher Retter in der Not. Ob der Notfall eintritt, ist ungewiss. Sein Wunschkandidat ist ein prominenter Linker.

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Michael Reimann auf der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen. Er ist Vorsitzender von „Wir für KW“.

Quelle: Peter Degener

Königs Wusterhausen. Für die Bürgermeisterwahl am 24. September in Königs Wusterhausen zeichnet sich ein rekordverdächtig großes Bewerbefeld ab. Schon jetzt gibt es vier Kandidaten, aufgestellt von SPD, CDU, FDP und den Freien Wählern. Linke, Grüne und die AfD denken noch über Nominierungen nach. Zu rechnen ist mit einer Kandidatin der Frauenliste. Und der Verein „Wir für KW“, als viertstärkste Kraft aus der letzten Kommunalwahl hervorgegangen, könnte ebenfalls einen Bewerber ins Rennen schicken. Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 24. Juni.

Eine Kandidatur ist nicht ausgeschlossen

Der Vorsitzende von „Wir für KW“ und Fraktionschef im Stadtrat, Michael Reimann, hält sich noch zurück, schließt aber eine Bürgermeister-Kandidatur nicht aus. Er sieht das große Bewerberfeld skeptisch. Sein Verein habe sich vergeblich um ein breites, überparteiliches Bündnis für eine Kandidatennominierung bemüht. Reimann warnt außerdem vor einem politischen Supergau. Er verweist auf die laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen in der Awo-Affäre. „Wenn das im Wahlkampf hochkommt, sind gleich mehrere der jetzigen Kandidaten angeschlagen und wären nicht zu halten“, sagte er der MAZ. „Dann wäre ich bereit, in die Bresche zu springen.“ Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt wegen Untreue bei der Vergabe des Kita-Neubaus der Awo am Kirchplatz.

Reimann würde Ludwig unterstützen

Bei der Bürgermeisterwahl 2009 unterlag Reimann, damals Kreischef der Linken, nur knapp Amtsinhaber Lutz Franzke (SPD), der jetzt nicht wieder antritt. Franzke wurde von der CDU und der FDP unterstützt. Ein rot-schwarz-gelbes Bündnis gab es schon bei der Bürgermeisterwahl 2001 für den damaligen Amtsinhaber Jochen Wagner (SPD). Da jedoch gewann Herausforderer Stefan Ludwig (Linke) überraschend die Wahl. Er war bis 2009 Bürgermeister. Michael Reimann hält Ludwig, der inzwischen Justizminister in Brandenburg ist, heute wieder für den richtigen Bürgermeister-Kandidaten in Königs Wusterhausen. „Er hat einen guten Ruf in der Stadt, ist für alle wählbar. Ich würde ihn unterstützen“, sagt Reimann.

Keine Vision für Königs Wusterhausen

Als größtes Manko der derzeitigen Stadtpolitik sieht er eine fehlende Vision für Königs Wusterhausen, die über die geförderten Maßnahmen zur Stadtentwicklung hinaus gehen. Nach Reimanns Ansicht ist das auch ein Grund für die fortwährenden Schwierigkeiten beim Zusammenwachsen der Stadt und ihrer Ortsteile: „Es hat sich eher eine stärkere Differenzierung der Ortsteile entwickelt.“

Der Verein „Wir für KW“ bekam bei der jüngsten Kommunalwahl 4200 Stimmen und errang zwei Mandate. In der SVV bildet er mit der Frauenliste eine gemeinsame Fraktion.

Von Frank Pawlowski

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