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Dahme-Spreewald Jörg Jenoch gewinnt das Duell
Lokales Dahme-Spreewald Jörg Jenoch gewinnt das Duell
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23:37 24.09.2017
Jörg Jenoch von der Initiative WIE ist zum nächsten Bürgermeister von Eichwalde gewählt worden. Quelle: Franziska Mohr
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Eichwalde

Auch bei der Bürgermeisterwahl in Eichwalde setzte sich der bundesweite Trend bezüglich der Abkehr von den etablierten Parteien fort. Den Kampf um den Einzug in das Rathaus der mehr alsr 6500 Einwohner zählenden Gemeinde hat die SPD mit einem deutlichen Abstand von mehr als zehn Prozentpunkten verloren. Nach der Auszählung aller sieben Stimmbezirke entfallen auf Jörg Jenoch von der Wählerinitiative Eichwalde (WIE) 54,9 Prozent und auf seinen Gegenkandidaten von der SPD, den 34-jährigen Christian Könning 45,1 Prozent.

Vorgänger gab Amt auf

Ab 1. Februar 2018 wird WIE-Mitbegründer Jörg Jenoch den Chefposten im Rathaus bekleiden. Der 52-Jährige löst damit den parteilosen Bernd Speer ab, der im Februar dieses Jahres seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für das Bürgermeisteramt vor allem damit begründete, dass in der Gemeindevertretung „Sachthemen nicht mehr inhaltlich diskutiert werden“.

Jenoch führt seinen Wahlerfolg vor allem auf das konsequente Wirken der 2003 im Ort gegründeten Wählerinitiative zurück, das die Eichwalder nun aus seiner Sicht honoriert haben. Der Vater von drei erwachsenen Kindern freut sich auf die Herausforderung und will mit seinen insgesamt etwa 115 Mitarbeitern im Ort vor allem eines: gestalten. Der derzeit noch am Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald in der Außenstelle der Blindenschule in Königs Wusterhausen tätige Lehrer sieht seine vordringlichste Aufgabe darin, den Haushalt der Gemeinde zu konsolidieren. Das habe für ihn oberste Priorität, weil es die Grundvoraussetzung bildet, um alle anderen Projekte in Angriff nehmen zu können. Der seit 2003 mit einer beruflichen Unterbrechung in der Gemeindevertretung tätige Jenoch lässt keinen Zweifel, dass für ihn eine Querung der Bahn mit einer Betonbrücke in der Friedensstraße nicht infrage kommt. Wenn überhaupt dann favorisiert er den Bau eines Tunnels. Im Unterschied zu seinem Mitbewerber, der sich für einen Anbau an die bisherige Grundschule in der Stubenrauschstraße aussprach, will Jenoch alle Alternativen auch bezüglich des gemeinsamen Ausbaus von Bildungsstandorten mit den Nachbargemeinden prüfen.

SPD-Kandidat sieht Trend gegen etablierte Parteien

Noch am Sonntagabend gratulierte Christian Könning dem Wahlsieger und bot ihm seitens der SPD zum Wohle der Eichwalder eine konstruktive Zusammenarbeit an. „Offenbar bin auch ich ein Opfer all der Wähler geworden, die den etablierten Parteien nicht mehr viel zutrauen“, sagte Könning über seine Niederlage.

Bei der Bürgermeisterwahl 2009 hatten sich in Eichwalde noch fünf Kandidaten von SPD, CDU, Linke, NPD sowie von WIE zur Wahl gestellt. Die schrumpfende Anzahl der Bewerber führen die meisten Eichwalder vor allem auf die schlechte Haushaltslage und die fehlenden kommunalen Grundstücke zurück, die der Rathausspitze kaum Spielraum einräumen.

Von Franziska Mohr

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Erst am 15. Oktober fällt voraussichtlich die Entscheidung darüber, wer Bürgermeister in Wildau wird. Sonntag erreichte keiner der vier Kandidaten die dafür erforderliche Mehrheit. Die meisten Stimmen konnten Amtsinhaber Uwe Malich (Die Linke) und Angela Homuth (SPD) für sich verbuchen.

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