Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Jörg Jenoch gewinnt das Duell

Eichwalde Jörg Jenoch gewinnt das Duell

Im Zweikampf um den Chefsessel im Eichwalder Rathaus hat sich Jörg Jenoch am Wahlsonntag durchgesetzt. Der Kandidat der lokale Initiative WIE errang 54,9 Prozent. Sein Kontrahent von der SPD, den 34-jährigen Christian Könning, kam auf 45,1 Prozent.

Voriger Artikel
Stichwahl zwischen Homuth und Malich
Nächster Artikel
Stichwahl zwischen Tauche und Mücke

Jörg Jenoch von der Initiative WIE ist zum nächsten Bürgermeister von Eichwalde gewählt worden.

Quelle: Franziska Mohr

Eichwalde. Auch bei der Bürgermeisterwahl in Eichwalde setzte sich der bundesweite Trend bezüglich der Abkehr von den etablierten Parteien fort. Den Kampf um den Einzug in das Rathaus der mehr alsr 6500 Einwohner zählenden Gemeinde hat die SPD mit einem deutlichen Abstand von mehr als zehn Prozentpunkten verloren. Nach der Auszählung aller sieben Stimmbezirke entfallen auf Jörg Jenoch von der Wählerinitiative Eichwalde (WIE) 54,9 Prozent und auf seinen Gegenkandidaten von der SPD, den 34-jährigen Christian Könning 45,1 Prozent.

Vorgänger gab Amt auf

Ab 1. Februar 2018 wird WIE-Mitbegründer Jörg Jenoch den Chefposten im Rathaus bekleiden. Der 52-Jährige löst damit den parteilosen Bernd Speer ab, der im Februar dieses Jahres seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für das Bürgermeisteramt vor allem damit begründete, dass in der Gemeindevertretung „Sachthemen nicht mehr inhaltlich diskutiert werden“.

Jenoch führt seinen Wahlerfolg vor allem auf das konsequente Wirken der 2003 im Ort gegründeten Wählerinitiative zurück, das die Eichwalder nun aus seiner Sicht honoriert haben. Der Vater von drei erwachsenen Kindern freut sich auf die Herausforderung und will mit seinen insgesamt etwa 115 Mitarbeitern im Ort vor allem eines: gestalten. Der derzeit noch am Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald in der Außenstelle der Blindenschule in Königs Wusterhausen tätige Lehrer sieht seine vordringlichste Aufgabe darin, den Haushalt der Gemeinde zu konsolidieren. Das habe für ihn oberste Priorität, weil es die Grundvoraussetzung bildet, um alle anderen Projekte in Angriff nehmen zu können. Der seit 2003 mit einer beruflichen Unterbrechung in der Gemeindevertretung tätige Jenoch lässt keinen Zweifel, dass für ihn eine Querung der Bahn mit einer Betonbrücke in der Friedensstraße nicht infrage kommt. Wenn überhaupt dann favorisiert er den Bau eines Tunnels. Im Unterschied zu seinem Mitbewerber, der sich für einen Anbau an die bisherige Grundschule in der Stubenrauschstraße aussprach, will Jenoch alle Alternativen auch bezüglich des gemeinsamen Ausbaus von Bildungsstandorten mit den Nachbargemeinden prüfen.

SPD-Kandidat sieht Trend gegen etablierte Parteien

Noch am Sonntagabend gratulierte Christian Könning dem Wahlsieger und bot ihm seitens der SPD zum Wohle der Eichwalder eine konstruktive Zusammenarbeit an. „Offenbar bin auch ich ein Opfer all der Wähler geworden, die den etablierten Parteien nicht mehr viel zutrauen“, sagte Könning über seine Niederlage.

Bei der Bürgermeisterwahl 2009 hatten sich in Eichwalde noch fünf Kandidaten von SPD, CDU, Linke, NPD sowie von WIE zur Wahl gestellt. Die schrumpfende Anzahl der Bewerber führen die meisten Eichwalder vor allem auf die schlechte Haushaltslage und die fehlenden kommunalen Grundstücke zurück, die der Rathausspitze kaum Spielraum einräumen.

Von Franziska Mohr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg