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Jüngste Gemeindemitglieder im Mittelpunkt

Kirchenarbeit in Bestensee und Gräbendorf Jüngste Gemeindemitglieder im Mittelpunkt

Vor einem Jahr hat Pfarrer Franziskus Jaumann die Kirchengemeinden Bestensee und Gräbendorf übernommen. Seither ist die Arbeit mit den jüngsten Gemeindemitgliedern in den Fokus gerückt. Sie setzen sich etwa spielerisch mit den Themen der Gottesdienste auseinander.

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Die Bestenseer Kirche ist seit gut einem Jahr der Arbeitsplatz von Franziskus Jaumann.

Quelle: Wolfgang Purann

Bestensee. „Wie in einem Unternehmen habe ich Bestandsaufnahme gemacht“, sagt Franziskus Jaumann. Er ist nicht Betriebsleiter oder neuer Eigentümer eines Unternehmens, sondern Pfarrer der Kirchengemeinden Bestensee und Gräbendorf. Für ihn war alles neu, als er die Pfarrstelle Anfang 2015 übernahm. „Die Frage lautete, was gibt es hier, wo kann ich mit meiner Arbeit ansetzen?“ Das Ergebnis: In Bestensee gibt es sehr viele Kinder. Da habe es nahe gelegen, die jüngsten Bestenseer in den Fokus der Kirchenarbeit zu rücken.„Vor einem dreiviertel Jahr haben wir damit begonnen“, erzählt Naumann.

Bei den Sonntagsgottesdiensten müssen die Jüngsten der Gemeinde seit Januar nicht mehr auf den Kirchenbänken ausharren. Statt Predigt steht für sie die spielerische Beschäftigung mit dem Thema des Gottesdienstes im Vordergrund. Als Beispiel nennt Jaumann ein Motto aus der Zeit vor Ostern: Glaube wächst wie ein Weizenkorn. „Wir haben die Geschichte aus dem Johannesevangelium erzählt, dass ein Weizenkorn nicht auf Felsen oder im Wüstensand sprießen kann, sondern auf fruchtbaren Boden fallen muss“, sagt der Pfarrer. Anschließend wurde Weizen eingepflanzt. Zu Ostern schaute das erste Grün heraus.

Pfarrer Franziskus Jaumann

Pfarrer Franziskus Jaumann.

Quelle: Dietrich von Schell

1100 Mitglieder zählt sein Pfarrsprengel Bestensee und Gräbendorf. Da sind die Erwartungen an einen jungen Pfarrer groß. 2014 hat er sein Vikariat, die Praktische Ausbildung, beendet. Er hat viele Ideen, aber weiß auch: „Die Menschen stimmen mit den Füßen ab.“

Ehrenamtliche sollen Familiengottesdienste auf die Beine stellen

Anklang finden die speziellen Familien- und Kindergottesdienste. Ein Team aus Ehrenamtlichen, so Jaumanns Wunsch, soll diese in Zukunft selbst auf die Beine stellen. „Für die wöchentliche Veranstaltung ,Kirche mit Kindern’ machen wir uns daran, die Sakristei neu zu gestalten, damit die Kinder einen neuen Raum bekommen. Und Anfang Februar, in den Winterferien, gab es auch eine Kinderbibelwoche.

Ebenfalls viel Aufwand steckt Franziskus Jaumann in den Aufbau einer jungen Gemeinde. Damit ist christliche Jugendarbeit gemeint, angesprochen wird die Altersgruppe ab den Konfirmanden aufwärts bis etwa 25 Jahre. Im Garten hinterm Gemeindehaus bauen sie eine Holzhütte, die sie für sich alleine haben können. „Außerdem bilden wir Jugendliche ein Jahr nach der Konfirmation zu Teamern heran.“ Als solche unterstützen sie den Pfarrer und lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Gewachsene Strukturen in der Gemeinde

Kleine Erfolge beobachtet Jaumann auch bei den Erwachsenen. „Wenn wir besondere Gottesdienste haben, wie am Gründonnerstag das Tischabendmahl, sehe ich manchmal neue Gesichter.“ Und die kämen zu den besonderen Veranstaltungen oft wieder.

Ansonsten freut er sich über gewachsene Strukturen in der Gemeinde: Posaunenchor, Gesprächskreis für Senioren, ein kritischer Gemeindekirchenrat. „Es ist schön, wenn man sich als Pfarrer auch einmal zurücklehnen kann.“

Von Dietrich von Schell

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