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Jugendliche von Paddeltour zurück

Königs Wusterhausen Jugendliche von Paddeltour zurück

Drei Wochen waren sieben Schüler auf dem Wasser unterwegs. Von Königs Wusterhausen aus haben sie die märkische Umfahrung erkundet. Nach ihrem Abenteuer erzählen sie wie es ihnen ergangen ist, ob sie jeden Tag einen Schlafplatz gefunden haben und ob sie mal gekentert sind.

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Ein letztes Mahl, dann ist die Herausforderung gemeistert.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Sie haben leichte Ringe unter den Augen, sind ein wenig müde und froh wieder nach Hause zu kommen. Anfang September haben sich sieben Jugendlichen ihrer Herausforderung, die märkische Umfahrung mit dem Paddelboot zu meistern, gestellt (die MAZ berichtete). Am Donnerstag legten sie an ihrer Abfahrtsstelle wieder an und verbrachten einen letzten Abend, bevor sie am Freitagmittag von ihren Eltern abgeholt wurden.

Die Tour hat alle geschlaucht. Eine ganz besonders: die 14-jährige Rosa hat die Herausforderung abgebrochen – aus persönlichen Gründen. „Das war ein Ritt in die Pubertät“, resümiert Begleiter Dieter Wulff. Seine Herausforderung bestand, wie er sagt „im Mund halten“, die Teenies sollten das schließlich alleine schaffen.

Leideschaft fürs Paddeln entdeckt

Johanna sagt mit einem leicht glasigen Blick, dass sie die Tour „ganz gut“ fand. Das ägyptische Flüchtlingsmädchen sieht das ein wenig anders. Ihr ist das Paddeln äußerst schwer gefallen und sie wird das nicht mehr machen, wie sie sagt. Im Gegenteil zu Nixon.

Als die Gruppe in Beeskow einen Pausentag einlegte, campierten die Jugendlichen bei einem Kanuverein. Mit den Kanuten fuhr Nixon ein Trainingsstrecke auf den schmalen Rennboten der Sportler. Nicht ohne vorher 40 Mal ins Wasser zu fallen, wie er sagt. Er ließ sich nicht entmutigen und war so begeistert, dass seine Mutter schon bei fünf Berliner Vereinen Probetrainings für ihn vereinbart hat.

Nudeln als Hauptversorgungsquelle

Bis auf den Pausentag, an dem sich die Jugendlichen alle gegenseitig ins Wasser schubsten, ist keiner ins Wasser gefallen, sagen sie. Lediglich ein Handy fiel dem kühlen Nass beim Schleusen zum Opfer. Und bis auf Johannas Schnupfen ist es allen gut ergangen: Jeden Tag haben sie eine warme Mahlzeit bekommen, auch wenn es meist Nudeln waren, und konnten einmal in einem „richtigen Bett“ schlafen, erzählt Nixon. Aber drei Mal haben sie wild gecampt, erzählt Lail. Das war auch das einzige Mal, dass sich Betreuer Wulff einschaltete. „Bei gefühlter Waldbrandstufe vier sollte man kein Feuer machen“, so Wulff.

Er freut sich auf die Ruhe, die ihn daheim erwartet. „Wir haben uns schon viel gezankt“, gibt Johanna offen zu, die „als erstes bei McDonalds was essen gehen“ möchte. Nixon fügt hinzu, dass es zwischen ihm und Karim „auch einmal etwas doller geknallt hat, aber nur einmal“. Das passiere einfach, wenn man drei Wochen miteinander verbringt. „Ein weiteres Abenteuer mit der gleichen Gruppe würde wahrscheinlich nicht funktionieren“, überlegt Nixon. „Ich werde dann zu Hause endlich duschen – und schlafen“, sagt er. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Abenteurern jedoch nicht, denn am Montag geht die Schule wieder los.

Von Lisa Neumann

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