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KMS will zehn Millionen Euro investieren

Wünsdorf KMS will zehn Millionen Euro investieren

Millionenschwere Beitragsrückzahlungen an Altanschließer beziehungsweise Investitionen. Mit diesen beiden Schwerpunktthemen beschäftigten sich die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes KMS in ihrer jüngsten Sitzung. KMS-Vorsteherin Heike Nicolaus informierte über den aktuellen Sachstand.

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Fast 20 MIllionen Euro will der Wasserverband KMS an Altanschließer zurück zahlen, die ihre Beitragsbescheiden widersprochen haben.

Quelle: dpa

Wünsdorf. Wirtschaftsplan 2018 und Altanschließer-Widerspruchsbescheide: Mit diesen beiden Themen beschäftigten sich die Mitglieder des Wasserzweckverbandes KMS am Dienstag in ihrer jüngsten Sitzung. Der Verband zahlt voraussichtlich 19,5 Millionen Euro an Altanschließer in Mittenwalde, Rangsdorf, Blankenfelde-Mahlow, Zossen und Am Mellensee zurück. Per 30. November seien 2313 Widersprüche von Altanschließern gegen Beitragsbescheide aufgehoben und 5,96 Millionen Euro zurück erstattet worden, sagte KMS-Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus. Insgesamt wären 7949 Widersprüche zu bearbeiten. „Aktuell haben wir also einen Bearbeitungsstand von rund 29 Prozent erreicht.“

Eigentlich wollte der KMS bereits deutlich mehr Widersprüche bearbeitet haben. „Am Geld liegt es jedenfalls nicht, sondern an der personellen Ausstattung“, so Nicolaus. Mitarbeiter auf dreieinhalb Stellen seien nur damit beschäftigt, den Widerspruchsberg abzutragen. „Von diesen Mitarbeitern sind zwei krank.“ Wahrscheinlich brauche man bis in das Jahr 2019 hinein, um alle widerspruchsbehafteten Beitragsbescheide aufzuheben und das Geld zurückzuzahlen, sagte Sabine Kretschmar, kaufmännische Leiterin beim KMS.

Zinsloser Kredit vom Land in Höhe von 12,5 Millionen Euro

Bei der Rückzahlung erhält der Verband finanzielle Unterstützung vom Land. Die Landesregierung hat bekanntlich ein Hilfspaket geschnürt. Der KMS bekomme einen zinslosen Kredit in Höhe von 12,5 Millionen Euro von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), so Nicolaus. „Wir haben den Kreditvertrag am 11. Dezember unterschrieben“. Je fünf Millionen Euro rufe man im Januar und Juni 2018, die restlichen 2,5 Millionen Euro 2019 ab. Weiter habe der KMS von der ILB 200  000 Euro als pauschale Zuwendung erhalten, um die bei der Widerspruchsbearbeitung anfallenden Kosten abzufedern.

Ungeachtet der enormen finanziellen Belastung bei der Beitragsrückzahlung an Altanschließer will der KMS nächstes Jahr knapp zehn Millionen Euro investieren. So sieht es der beschlossene Wirtschaftsplan 2018 vor. Vorsteherin Nicolaus zufolge seien eine Menge Überhänge abzuarbeiten. „Erstmals haben wir 2017 die Situation gehabt, dass es wegen der guten Auftragslage im Bauwesen auf manche Ausschreibung nicht ein Angebot gab“.

Leistungen für Faulungsanlage werden im Winter ausgeschrieben

Parallel müssten dringend neue Projekte in die Tat umgesetzt werden, so Nicolaus. Im Winter sollen die Leistungen für den Bau einer rund drei Millionen Euro teuren Faulungsanlage mit Blockheizkraftwerk für die Tandemkläranlage in Zossen ausgeschrieben werden. In dieser Anlage wird Strom aus Schlamm-Biogas erzeugt und an Ort und Stelle genutzt. Zudem würden beispielsweise weitere Pumpwerke saniert und die Seebadsiedlung in Motzen erschlossen.

Von Frank Pechhold

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