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Kabarettnacht Nummer 20

Königs Wusterhausen Kabarettnacht Nummer 20

Am Samstagabend erlebten die Besucher im Dorfgemeinschaftshaus in Diepensee bei der 20. Königs Wusterhausener Kabarettnacht mit der Magdeburger Zwickmühle, Roman Weltzien und dem Duo Carrington & Braun hochkarätige Akteure.

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Heike Ronniger und Marion Bach (v.l.) von der Mageburger Zwickmühle.

Königs Wusterhausen. Am Samstag luden der Förderverein Kabarett Königs Wusterhausen (FKK) und die Mittelbrandenburgische Sparkasse zur Kabarettnacht in das Dorfgemeinschaftshaus nach Diepensee ein. Inzwischen ist es die 20. Auflage und obwohl im Vorfeld die Besucher nicht wissen, wer an diesem Abend auftritt, sind stets die Karten im Vorverkauf innerhalb weniger Stunden weg. Erst als Dagmar Bochwitz und Peter Bodenstein, die den Abend moderierten, die ersten Gäste ansagten, löste sich die Spannung der Zuschauer.

Rebecca Carrington und Colin Brown

Rebecca Carrington und Colin Brown.

Quelle: G.I.

Frauenpower vom Feinsten kam von der „Magdeburger Zwickmühle“. Marion Bach und Heike Ronniger sind perfekt in ihrem Spiel der Worte, Gesten und politisch-satirischen Tiefschläge unter die regierende Gürtellinie. Begleitet wurden sie dabei von Pianist Oliver Vogt. Mit Witz und Doppeldeutigkeit bedienen sie den Titel „Wir kaufen euch alle“, angefangen von der Schnäppchenjagd für Dinge, die man nicht braucht, bis hin zum Sturz des Kapitalismus durch Kaufverweigerung. Dazu wird eigens die VAF, die Verbraucher Armee Fraktion, gegründet. Das alles nach dem Slogan – Kaufen und Haben ist besser als Brauchen. Und mit dem Lied „Sag mir wo du stehst“, das einst der Oktoberclub sang kann man auch heute noch Druck machen.

In der Pause waren sich die Besucher einig, die Inhalte sind super rüber gebracht, das war große Politiksatire.

Kopfsprung in die Informationsjauche

Brainwashed! – Mein Gehirn macht mich fertig stöhnte Roman Weltzin der zweite Gast. Er wagt in seinem Programm den Kopfsprung in die alltägliche Informationsjauche. Vollgestopft mit überflüssigen Informationen, die seine körpereigene Festplatte aufgeschnappt, gegen seinen Willen abgespeichert hat, räumt er auf, formatiert neu und das zu unser aller Nutzen. Er taucht dabei unter Anderem in die Gefühlswelt einer schwulen Diesellok ein, wagt eine Neuinterpretation des Pichelsteiner Eintopfes, enttarnt anhand des Kinderliedes „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ ein Terrornetzwerk islamistischer Singvögel und zeigt wie Musicals sein Wahlverhalten beeinflussen können. Weltzien bot 45 Minuten Unterhaltung, die heiter daherkommt aber weit mehr Tiefgang hat.

Eine Swing-Band sorgte für musikalische Umrahmung

Dritter im Bunde der Akteure war das quirlige Musik- und Comedy Duo Carrington-Braun. Rebecca Carrington, ihr Cello Joe und Colin Brown kommen aus England und wohnen seit zehn Jahren in Berlin. Brillant, charmant und mit britischem Humor zeigen sie ihre Sicht auf Deutschland. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Dixieland-Swing-Band „Jazzin Hot Fellows“. Für Andreas Ehrhardt aus Königs Wusterhausen war es die 7. Kabarettnacht. „Es waren alle gut auf ihre Art und ich komme bestimmt nächstes Jahr wieder“, sagte er. „Es ist endlich auch einmal an der Zeit, dem Danke zu sagen, der die Fäden in der Hand hält, der die Künstler ran holt und ohne den es die Kabarettnacht nicht gäbe – Peter Bodenstein“, sagte Dagmar Bochwitz am diesem Abend.

Von Gerlinde Irmscher

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