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Dahme-Spreewald Kablower Bürgerhaus soll Schmuckstück werden
Lokales Dahme-Spreewald Kablower Bürgerhaus soll Schmuckstück werden
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02:17 19.09.2015
Das Bürgerhaus diente einst als Schulgebäude, wobei ein Teil bereits etwa um 1870 entstand. Quelle: Mohr (2)
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Kablow

Die 881 Kablower konnten auf ihrem jüngsten Dorffest erneut mehr als 3000 Besucher begrüßen. Dabei hatte bei den Vorbereitungen des schon legendären Abendprogramms das Bürgerhaus an der Dorfaue wieder einmal als „Kommandozentrale“ fungiert. Hier wurde an unzähligen Abenden geprobt und getanzt. Und das unter Bedingungen, die keinesfalls optimal sind. Das ehemalige, mehrfach an- und umgebaute Schulgebäude entstand teilweise um 1870 und verzeichnet inzwischen „massive Bauteilschädigungen insbesondere im Bereich der Gründung, des Mauerwerks und der Holzdachkonstruktion.“

Die Ergebnisse der Gutachten führten sogar zur Sperrung von zwei der vier Räume. Die schon seit 2009 im Gespräch befindliche Sanierung ist überfällig. Darin sind sich die Experten einig. Angesichts des finanziellen Aufwandes stellt sich die Gretchenfrage: Abriss und Neubau oder Sanierung und kleiner Anbau? Die Stadtverwaltung legte dazu am Dienstag im Bauausschuss eine Informationsvorlage vor, in der vier Varianten zur Diskussion gestellt werden. Die erste und zweite Variante sehen den Abriss des Bestandsgebäudes sowie den Neubau eines Bürgerhauses ohne die beziehungsweise mit den darin derzeitig befindlichen Wohnungen vor. Die geschätzten Gesamtkosten schwanken dabei zwischen 1,4 und 1,6 Millionen Euro.

Die Variante 3 umfasst den Teilabriss des Bestandsgebäudes, den Neubau des Bürgerhauses sowie die Sanierung der Wohnungen. Der rechte Gebäudeteil müsste der Abrissbirne weichen.

Die Rathausspitze, daran ließ der Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) im Ausschuss keinen Zweifel, favorisiert die vierte Variante. Sie beinhaltet bei Baukosten von fast zwei Millionen Euro eine Komplettsanierung des Bestandsgebäudes einschließlich der Wohnungen sowie einen etwa 55 Quadratmeter großen Anbau an der Rückfront des Hauses. In letzterem sollen eine Küche und Toiletten Platz finden. „Der Bau eines Bürgerhauses ist keine Pflichtaufgabe der Kommune. Ich sage daher unmissverständlich, das ist eine politische Entscheidung, die nicht unumstritten ist“, betonte Franzke. Die Stadt stehe bei den Kablowern im Wort. Schon 2009 sei ihnen versprochen worden, dass ihr Bürgerhaus saniert werde. „Wir wollen uns diesen Bau leisten. Wohlwissend, dass die Schulbauten in Zeesen und Senzig Priorität haben“, sagte Franzke weiter.

Schon seit Monaten kämpft der Kablower Ortsvorsteher Martin Meinert (CDU) wie ein Löwe um den Erhalt dieses Hauses. „Wir brauchen das Bürgerhaus, sonst geht die kulturelle Entwicklung im Dorf den Bach hinunter“, sagt er. Hier seien unter anderem vier Frauen- und Kinder- sowie drei Männertanzgruppen aktiv. Zudem ist dies das Domizil des Gemischten Chores Kablow.
Das nahegelegene Bürgerhaus in Zernsdorf ist für Meinert „überhaupt keine Alternative“. Dabei räumt er durchaus ein, dass auch ihm die Summe von fast zwei Millionen Euro nicht schmeckt. Aber das Bürgerhaus befinde sich in der Dorfaue gegenüber der Kirche, dass als Gesamtensemble erhalten bleiben müsse. Die Entscheidung treffen die Stadtverordneten mit der Verabschiedung des Haushaltes 2016 im Dezember.

Von Franziska Mohr

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