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Kaffeekränzchen vor der Dankeskirche

Halbe Kaffeekränzchen vor der Dankeskirche

Einmal im Monat laden Kirchengemeinde und Förderverein in Halbe zum gemütlichen Kaffeekränzchen und zur Kirchenbesichtigung ein. Am Sonnabend war es wieder soweit. Die Besucher waren sehr angetan. Diesmal gab es Neuigkeiten zum Fortgang der Sanierungsarbeiten.

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Im Kirchencafé unter dem hölzernen Vordach sitzen Ingeborg und Jürgen Rietdorf aus Wildau (l.), Eckart Köthe (3.v.l.) und eine Familie. Martina Morgenstern bewirtet.

Quelle: Frank Pawlowski

Halbe. Wie viele Besucher kommen werden, ist beim allmonatlichen Kirchencafé schwer vorauszusagen. Aber wie stets war an diesem Samstag alles liebevoll vorbereitet. Unter dem hölzernen Vordach waren drei Tische eingedeckt. Und im Nebenraum standen zwei Torten bereit, die Martina Morgenstern gebacken hatte. Eine mit Johannisbeeren aus eigener Ernte, eine aus Zitronen gemacht. Ein Stück mit Schlagsahne und eine Tasse Kaffee oder Tee kosten zusammen zwei Euro.

„Das ist ja scharmant hier!“

Die Vorsitzende des Kirchenrates der evangelischen Gemeinde Halbe und der Vorsitzende des Fördervereins der Dankeskirche, Eckart Köthe, warteten frohgemut auf die Einkehrer. Jeder ist hier willkommen. Eine Gratisführung durch die denkmalgeschützte Kirche gibt es noch dazu. „Hoffentlich bleiben wir diesmal nicht unter uns“, sagt Martina Morgenstern augenzwinkernd, während sie sich die blaue Schürze umbindet und das Wasser für die erste Kaffeekanne aufsetzt. Als Gäste des benachbarten Freizeitheims gerade zu einem Ausflug aufbrachen, blieben sie kurz stehen. „Das ist ja charmant“, rief ein Mann erstaunt. Kurz darauf nahm schon ein Pärchen Platz. Die Frau ließ sich gleich ausführlich das Rezept für die Johannisbeertorte erklären.

Im September gehen die Bauarbeiten weiter

Beim Kaffeekränzchen gab es Neuigkeiten zur Sanierung der Kirche. Seit der Fertigstellung des Turms vor gut einem Jahr ruhten die Arbeiten. Erst als kürzlich der ersehnte EU-Förderbescheid über 530 000 Euro eintraf, konnten die weiteren Schritte geplant werden. „Im September sollen die Bauarbeiten losgehen“, sagte Martina Morgenstein. Dach, Außenputz, Schwammsanierung, Anstrich innen und außen, Heizung werden gemacht, teilweise auch im Freizeitheim. Außerdem die kaputte Kirchen-Orgel. Sie wird endlich wieder wie neu klingen. Einen kleinen Eindruck davon bekommen Besucher jetzt schon, denn zum Kirchencafé spielen die Gastgeber eine CD mit Orgelmusik ab. Sie läuft dezent im Hintergrund.

Fertigstellung im Sommer 2018

Im Sommer 2018 soll die Kirchensanierung vollendet sein. Insgesamt stehen gut 700 000 Euro zur Verfügung. Auch das Land und der Kirchenkreis beteiligen sich. Besonders dankbar ist Martina Morgenstern für die vielen Spenden, vor allem von Halbern. Beeindruckende 42 000 Euro kamen zusammen, rund die Hälfte wurde schon für den Kirchturm verwendet.

Stammgäste kommen aus Wildau angeradelt

Allmählich trudelten weitere Gästen ein. Halbes Vizebürgermeister Michael Schnieke schaute vorbei. Und Ingeborg und Jürgen Rietdorf, beide 70, kamen aus Wildau angeradelt. Sie sind Stammgäste, nutzen das Angebot gerne für einen Ausflug. „Sonst sind die Kirchen ja alle zu. Und hier gibt es auch noch Kaffee und Kuchen“, sagte Jürgen Rietdorf. Die immerhin 64 Kilometer hin und zurück lassen sich auf dem Hofjagdweg gut zurücklegen, berichteten sie.

Das Halber Kirchencafé ist wieder am 19. August von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Frank Pawlowski

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