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Kampf um die gymnasiale Oberstufe

Groß Köris Kampf um die gymnasiale Oberstufe

Das Amt Schenkenländchen und die Gemeinde Groß Köris kämpfen um die geplante gymnasiale Oberstufe an der Grund- und Oberschule Schenkenland. Sie gehen davon aus, dass es aus dem mittleren Kreisgebiet zwischen Mittenwalde, Bestensee, Heidesee und dem Amt selbst genug Schüler gibt – trotz der Gesamtschulpläne in Königs Wusterhausen.

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Im Schenkenländchen wird dafür gekämpft, dass die Grund- und Oberschule in Groß Köris eine gymnasiale Oberstufe erhalten darf.

Quelle: Foto: Karen Grunow

Groß Köris. „Wir gehen davon aus, dass wir gerade aus dem Mittelbereich des Landkreises, also Bestensee, Mittenwalde, Heidesee und dem Schenkenländchen, genug Schüler generieren können“, kommentiert Thomas Koriath, Amtsdirektor des Schenkenländchens, die aktuelle Diskussion um die Schulentwicklungsplanung des Landkreises. Die im Dezember vergangenen Jahres vom Kreistag beschlossene Erweiterung der Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris um eine gymnasiale Oberstufe steht derzeit vor allem in Königs Wusterhausen in der Kritik. Dort gibt es Bestrebungen, stattdessen eine Grund- und zwei Oberschulen in eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe umzuformen (die MAZ berichtete). Die Schulentwicklungsplanung wird in der nächsten Sitzung des Kreisausschusses für Bildung, Sport und Kultur am 20. Juni Thema sein.

Landkreis hat erneut Zahlen abgefragt

Eine vom Landkreis in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hatte bereits gezeigt, dass der Bedarf in der Kreismitte für ein gymnasiales Angebot da ist. Nun hat der Landkreis in der Verwaltung des Schenkenländchens neuerlich um aktuelle Zahlen gebeten, um eine ungefähre Prognose für die Schülerzahlen der kommenden zehn Jahre zu erhalten. Die Verwaltung des Amtes hat daraufhin eine Elternumfrage in den Grundschulen der Nachbarkommunen durchgeführt. Ermittelt werden sollte, inwieweit Groß Köris überhaupt als Oberschule in Frage kommt und ob eine gymnasiale Oberstufe die Attraktivität des Standortes noch steigern würde.

Dreiviertel der befragten Eltern wollen Oberstufe in Groß Köris

Gut 400 Antworten liegen nun vor. „Fast dreiviertel aller Eltern sprechen sich positiv aus für Groß Köris mit gymnasialer Oberstufe“, so Oliver Theel, Fachbereichsleiter Finanzen und Soziales im Amt Schenkenländchen. „Wir sind auf das Interesse der Nachbarkommunen angewiesen“, sagt er auch. Denkbar sei, dass aus Mittenwalde, Bestensee und Heidesee künftig 50 Prozent der Schüler kommen, die andere Hälfte direkt aus dem Amtsgebiet. Mehr als 60 Prozent der älteren Schüler im Amtsgebiet besuchen derzeit ein Gymnasium oder eine Schule mit gymnasialer Oberstufe. „Das zeigt: Es gibt hier ein hohes Bildungsniveau und ein hohes Bildungsbedürfnis“, betont Theel. Für das kommende Schuljahr hatten sich 22 Schüler direkt mit Erstwunsch an der Groß Köriser Oberschule beworben, derzeit liegt die Anzahl der künftigen Siebtklässler bei 41, Prognose ist 43. „Wir gehen auch davon aus, dass diese Planzahl gehalten wird“, so Theel, der auch auf die seit kurzem deutlich verbesserten Busverbindungen verweist.

Noch 1600 freie Baufelder

Ausgewertet wurde außerdem, wieviel Baufelder im Amtsgebiet noch zur Verfügung stehen, um auch daraus eine mögliche Entwicklung der Einwohnerzahlen abzulesen. „Wir haben rund 1600 Baufelder ermittelt“, so Koriath. Denkbar wäre also, dass sich die Einwohnerzahl um etwa 3000 Einwohner erhöhen könnte. Nachfrage ist jedenfalls da: „Die Zahl der Bauanträge, gerade in den drei nördlichen Orten des Schenkenländchens, steigt an“, betont der Amtsdirektor.

Verantwortliche wollen kürzere Schulwege

Für das Schenkenländchen sei die gymnasiale Oberstufe eine große Chance, waren sich schon im Herbst die Vertreter des Amtsausschusses einig. Gerade die Groß Köriser befürworten eine Erweiterung des Schulstandortes sehr. „Wir kämpfen für unsere Kinder“, so Oliver Theel, „damit endlose Fahrwege verkürzt werden. Es macht die Wohngegend auch attraktiver und bedeutet für den Landkreis einen Lückenschluss.“ Amtsdirektor Koriath gibt sich zuversichtlich: „Wir sind guter Hoffnung, dass der Beschluss vom Dezember auch in der Planung berücksichtigt wird.“

Von Karen Grunow

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