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Dahme-Spreewald Karfreitagsandacht in Königs Wusterhausen
Lokales Dahme-Spreewald Karfreitagsandacht in Königs Wusterhausen
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21:40 28.03.2016
Der Kammerchor der Kirchengemeinde sang unter Leitung von Christiane Scheetz. Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

„Zur Sterbestunde Jesu sind wir zusammengekommen, um zu gedenken, nachzudenken, zuzuhören und zu schweigen“, stimmte Pfarrerin Astrid Kuhna die evangelische Kirchengemeinde von Königs Wusterhausen und ihre Gäste am Freitagnachmittag in die traditionelle Andacht zum Karfreitag ein. Viele Gläubige und Besucher hatten sich in die Kreuzkirche begeben, um gemeinsam bei „Musik und Meditation zur Sterbestunde Jesu“ mit großer Besinnlichkeit die hohen Feiertage von zwei Milliarden Christen weltweit einzuläuten. „Das ist immer ein sehr spezielles Konzert, das ich möglichst nicht verpassen möchte. Es ist für mich die richtige Einstimmung auf die Festtage“, sagte Helga Wollenberg aus Schulzendorf. Mechthild Mendel wollte hingegen die bewegenden Eindrücke aus der Kreuzigungsgeschichte in sich aufnehmen. „Dass Jesus für uns Menschen gestorben ist, ist nicht nur für mich schwer zu verstehen. Musik und Meditation helfen dabei. Ich möchte diese Begegnung in der Kirche von Königs Wusterhausen nicht missen“, sagte die Wildauerin.

Andacht wurde schlicht gehalten

Der Rahmen der Andacht und der Erinnerung an das Leiden und Sterben von Jesus Christus waren schlicht gehalten: Kerzen brannten nicht auf dem Altar, kein Glockengeläut beendete die gedankliche Einkehr der Gemeinde. Diese verließ nach dem „Vater unser“ und dem Segen durch Pfarrerin Kuhna schweigend das Gotteshaus. Die Pfarrerin aus Eichwalde, die vor nunmehr sieben Jahren zusammen mit Kantorin Christiane Scheetz aus Königs Wusterhausen die Idee für die stimmungsvolle Andacht mit Musik und meditativen Texten zur Sterbestunde Jesu entwickelt hatte, spannte den lyrischen Bogen von Rainer Maria Rilkes „Vor der Passion“ über Arno Schmitts „Auf ein letztes Wort, Gekreuzigter“ bis zu zeitgenössischen Dichtern wie Kristian Goldmund Aumanns mit „Karfreitag“ (2009). Werke, die sich der Leidensgeschichte mit sehr unterschiedlichen Stilmitteln genähert haben. Im Mittelpunkt von Kuhnas Lesung aber standen vor allem die Bibelworte aus dem Evangelium des Matthäus, in denen die Geschehnisse vor fast 2000 Jahren in Jerusalem geschildert werden. Kuhna gelang es, die bedrückende Atmosphäre jener Zeit zu schildern, als das Volk die Kreuzigung von Jesus forderte.

Kantorin Christiane Scheetz sorgte für den musikalischen Rahmen

Für den musikalischen Rahmen sorgten Kantorin Christiane Scheetz und der Kammerchor der evangelischen Kirchengemeinde Königs Wusterhausen. Die elf Sängerinnen und zwei Sänger brachten auf künstlerisch hohem Niveau Gesangsstücke der Brüder Michael und Joseph Haydn ebenso zu Gehör wie Heinrich Schütz‘ Schlusschor aus der Matthäus Passion „Ehre sei dir Christus“. Anlässlich der besinnlichen Zusammenkunft im Gotteshaus, der in diesem Jahr viele Zuhörer gefolgt waren, hatte sich Christiane Scheetz wieder an neue Werke gewagt. Diesmal brachte sie Stücke von Martin Vogt und Johann Sebastian Bachs „Canzone“ klanggewaltig auf der Ahrend-Orgel zu Gehör. Die sakrale Musik stand auch an den Osterfeiertagen im Fokus. Am Karsamstag lud die Junge Gemeinde zur Osternachtfeier mit Osterfeuer ein, am Ostermontag wurde in der Kreuzkirche ein regionaler Familiengottesdienst gefeiert.

Von Uta Schmidt

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