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Dahme-Spreewald Kaserne auf Funkerberg wird zum Wohnhaus
Lokales Dahme-Spreewald Kaserne auf Funkerberg wird zum Wohnhaus
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08:00 29.11.2014
Beim Richtfest war die Verwandlung der Kaserne schon sichtbar. Quelle: Mohr
Königs Wusterhausen

Bei Führungen durch das Funkmuseum Königs Wusterhausen fragten in den vergangenen Jahren selbst Gäste aus den USA, aus Schweden und Polen immer wieder, was denn aus dem großen Gebäude mit der beschmierten Fassade und den hässlichen, vernagelten Fenstern gegenüber werde. „Jetzt verschwindet der Schandfleck endlich“, freute sich Wolf-Dieter Säuberlich vom „Förderverein Sender KW“, als über dem 1913 errichteten alten Kasernengebäude auf dem Funkerberg die Richtkrone für insgesamt 47 attraktive Wohnungen schwebte.

Zusammenarbeit zwischen Investor und Stadt wird gelobt

Ein historischer Augenblick, den auch Waldemar Antosch, der noch immer auf dem Funkerberg wohnt und die einstige Sendestelle von 1976 bis 1991 leitete, keinesfalls verpassen wollte. „Das Gebäude wird ein Schmuckstück für den Berg“, waren sich die beiden schon ein wenig in die Jahre gekommenen Rundfunkfreaks einig. Eine Überzeugung, die auch Königs Wusterhausens Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) teilt: „Hier entsteht ein hochwertiges Wohnangebot, das die Vielfalt der Lebensformen in der Stadt bereichert. Bisher hat der Investor auch alle seine Zusagen beim Straßenbau eingehalten.“ Ein Lob, das der Geschäftsführer der Nürnberger Immobilien- und Treuhandgesellschaft „Terraplan“, Erik Roßnagel, gern hörte. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Denkmalbehörde ist sehr konstruktiv. Gemeinsam entstand die Idee, innen den historischen Flur wieder freizulegen und an der Westseite mit hohen Fenstern zu versehen“, sagte Roßnagel. Auf diese Weise konnte auch die schwierige Hürde des Brandschutzes in dem alten, 80 Meter langen und inzwischen komplett entkernten Gebäude gemeistert werden.

„Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Denkmalbehörde ist sehr konstruktiv.“ Erik Roßnagel, Investor Quelle: MAZ

Käufer reizt die Nähe zu Berlin

Die 47 Eigentumswohnungen bieten mit 40 Quadratmetern sowohl für Singles als auch mit 120 Quadratmetern für Familien mit Kindern Platz. Von der Zwei- bis zur Fünf-Raum-Wohnung, mit Aufzug, wird alles angeboten. Allerdings nur noch zur Miete ab 8,50 Euro kalt pro Quadratmeter. Alle Wohnungen sind bereits vermarktet. Zu den glücklichen Käufern gehört Ines Schmidt aus Nürnberg. „Ich habe eine besondere Beziehung zu diesem Funkerberg. Meine Eltern lernten sich hier noch vor dem Mauerbau 1959 bei einem Lehrgang in der Funkschule kennen“, erzählt die Nürnbergerin schmunzelnd.

Außerdem habe sie beim Kauf die Nähe zu Berlin gereizt. Das sowie auch die schnelle Anbindung an den Flughafen Schönefeld waren auch die ausschlaggebenden Aspekte für Jürgen Kraus aus der Eifel, der hier gleichfalls eine Wohnung erwarb, um sie später zu vermieten.

Alte Mieter sollen eine Wohnung bekommen

10 Millionen Euro investiert Terraplan allein in den Umbau der alten Kaserne. Das 1971 gegründete Unternehmen hat sich auf die Umwandlung denkmalgeschützter Gebäude in Wohnungen spezialisiert und hinterließ schon Visitenkarten im Schloss in Güterfelde sowie in der alten Brauerei am Leipziger Dreieck in Potsdam. Das Nürnberger Unternehmen erwarb das 20.000 Quadratmeter große Grundstück auf dem Funkerberg 2011 von einer Luxemburgischen Fondsgesellschaft. Geschäftsführer Erik Roßnagel kündigte an: „Zuerst bieten wir selbstverständlich unseren alten Mietern auf dem Funkerberg eine Wohnung an. Die ersten Mietverträge haben wir schon abgeschlossen.“

Insgesamt liegt der Bau im Plan, so dass voraussichtlich Ende 2015 die Möbelwagen vorfahren können. Im Frühjahr 2015 beginnt der Ausbau des benachbarten einstigen Pferdestalls. Hier sollen in einem zweiten Bauabschnitt weitere 24 Wohnungen entstehen. Zum Gesamtensemble gehören auch die ehemaligen Ställe, das alte Kammergebäude sowie das einstige Waschhaus. Die Gebäude sind größtenteils bewohnt.

Von Franziska Mohr

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