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Kaserne wird zum attraktiven Wohnhaus

Entwicklung des Funkerberges Kaserne wird zum attraktiven Wohnhaus

47 Wohnungen hat der Nürnberger Investor Terraplan bereits auf dem Funkerberg geschaffen. Entstanden sind sie in der ehemaligen Kaserne. Weitere Wohnungen sind geplant. Am Sonnabend bekamen Interessierte beim Tag der offenen Tür einen Einblick in das Bauprojekt.

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Herz der neuen Wohnanlage für rund 200 Menschen auf dem Funkerberg ist die umgebaute ehemalige Kaserne mit 47 Wohnungen. Zahlreiche Besucher nutzten am Samstag den Tag der offenen Tür des Bauherren Terraplan, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Quelle: Uta Schmidt (2)

Königs Wusterhausen. 100 Jahren nach der Bebauung des ehemaligen Windmühlenbergs in Königs Wusterhausen mit funktechnischen Anlagen und militärischen Bauten zieht nun neues Leben in eine neue Wohnanlage auf dem Funkerberg ein. Am Samstag konnten sich Besucher erstmals beim Tag der offenen Tür des Investors Terraplan aus Nürnberg, der das Gelände im Jahre 2012 erwarb, einen Überblick über den Um- und Ausbau des Bauensembles verschaffen. „47 Wohnungen im Hauptgebäude sind bezugsfertig. Viele sind verkauft, ein Großteil ist vermietet“, teilte Bauherr Erik Roßnagel bei Führungen mit.

Präsentiert sich die ehemalige Kaserne bereits als attraktives Wohngebäude mit großzügigen Fluren, Liften, Balkonen und schicken Wohnungen, zeigt sich die ehemalige Reithalle noch als große Baustelle. „Hier werden wir dreieinhalb Geschosse und 24 Wohnungen einbauen. Das ist eine besondere Herausforderung, weil die große freitragende Halle über ein spezielles Bindersystem verfügt“, erklärt Architekt Uwe Licht die Planungen. In der oberen Etage bleibe der Blick der Bewohner, die schon in einem halben Jahr einziehen könnten, auf diese Dachkonstruktion unverbaut. In den kommenden zwei Jahren werden zudem 15 neue Wohnungen in die ehemaligen Pferdeställe, 20 im „Kutscherhaus“ sowie neun Reihen- und Eckhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen.

Bauherr Erik Roßnagel (l) und Architekt Uwe Licht

Bauherr Erik Roßnagel (l.) und Architekt Uwe Licht.

Quelle: Uta Schmidt

Das erfuhren die zahlreiche Besucher, die eine großzügige Musterwohnung sowie die Gemeinschaftsräume des umgebauten Kasernengebäudes aus dem Jahre 1915 genau unter die Lupe nahmen. „Seit den 1920er Jahren gab es hier bereits Wohnungen für die Postmitarbeiter, allerdings mit völlig anderen Zuschnitten. Wir haben die 60 Meter langen Flure der Kaserne wieder freigelegt. Das ist das wirklich Besondere an diesem Gebäude“, so Licht. Großformatige Fototapeten mit historischen Ansichten des Funkerbergs, originale Bodenfließen, alte Radios als Dekorationsstücke im Empfangsbereich und vieles mehr tragen zum historischen Flair bei. Im Keller können die Bewohner Gemeinschaftsräume wie einen Kinosaal mit Videotechnik sowie einen Party- und einen Werkraum nutzen.

Begeistert von diesen Möglichkeiten zeigten sich sowohl Mieter wie Markus Böhm, der hier im März eine Zweizimmerwohnung bezog, als auch Besucher Rüdiger Hasse. „Es ist gelungen, den historischen Rohbau mit modernen Wohnungen wieder nutzbar zu machen. Das ist beispielhaft“, sagte Hasse. Ursel Röhr aus Eichwalde freute sich darüber, dass in naher Zukunft keine Bauruinen mehr auf diesem historisch einmaligen Gelände zu finden sind.

Erste Gebäude auf dem Funkerberg entstanden ab 1913

Erste erfolgreiche Funk- und Sendeversuche gab es 1911 auf dem Windmühlenberg. Diese bewirkten den Aufbau der größten Militärfunkstelle des kaiserlichen Heeres. Ab 1913 entstanden die ersten Gebäude wie die Kaserne, Offizierskasino, Pferdeställe, Stationsgebäude sowie sechs 150 Meter hohe Stahlsendemasten. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm die Deutsche Reichspost die Anlage als Hauptfunkstelle zur zivilen Nutzung. Als Geburtsdatum des Rundfunkzeitalters in Deutschland gilt der 22. Dezember 1920, als erstmals ein Weihnachtskonzert live über den Äther geschickt wurde. Neben den drei Senderhäusern entwickelte sich ein „Antennenwald“ mit 22 bis zu 210 Meter hohen Sendemasten. Im Zentrum stand mit 243 Metern Höhe „der Dicke“. Die Besucher genossen am Samstag im Dachgeschoss der „Kaserne“ einen imposanten Ausblick auf die Stadt mit der Kreuzkirche, den benachbarten Senderhäusern sowie dem 33 Meter hohen Wasserturm, der 1912 zur Wasserversorgung des Geländes in Betrieb genommen wurde. Auch Mitglieder des Fördervereins „Sender KW“ nutzten die Gelegenheit, um sich über den Wandel in der unmittelbaren Nachbarschaft zu informieren.

Von Uta Schmidt

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