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Kaum Elektroautos auf den Straßen

Dahme-Spreewald Kaum Elektroautos auf den Straßen

In Dahme-Spreewald ist der Anteil von reinen Elektroautos verschwindend gering. Von den knapp 146 000 zugelassenen Fahrzeugen fahren nur 159 elektrisch, darunter sind aber auch Krankenfahrstühle. Auch Ladestationen sind rar. Das soll sich in den kommenden Jahren aber gründlich ändern.

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Eine Aufladestation für Elektroautos. Im Flughafenumfeld soll ein flächendeckendes Netz von Ladestationen entstehen – noch ist das Angebot aber sehr lückenhaft.

Quelle: imago

Königs Wusterhausen. In Sachen Elektromobilität ist der Landkreis Dahme-Spreewald ein Entwicklungsland. Aktuell sind nur 159 reine Elektroautos zugelassen, darunter 123 Pkw und 36 Kleinstfahrzeuge wie Krankenfahrstühle. Rechnet man die 835 Hybridautos dazu, gibt es im Landkreis 994 E-Fahrzeuge – das sind gerade einmal 0,1 Prozent aller zugelassenen Pkw.

Beigeordneter Chris Halecker (Linke) zog eine ernüchternde Bilanz in Sachen Elektromobilität für den Landkreis

Beigeordneter Chris Halecker (Linke) zog eine ernüchternde Bilanz in Sachen Elektromobilität für den Landkreis.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Diese neuen Zahlen hat das Landratsamt in einem Jahresbericht für 2017 veröffentlicht. Trotz der vom Bund eingeführten Kaufprämie von 4000 Euro für reine Elektroautos sei die Bilanz ernüchternd, urteilte der für Verkehr zuständige Beigeordnete Chris Halecker (Linke). „Wir müssen uns mit diesem Thema noch mehr befassen“, sagte er.

Entfernungen im Landkreis sind zu groß

Selbst die Kreisverwaltung geht nicht mit guten Beispiel voran, obwohl sie es wollte. Doch vom Kauf von Elektroautos für die Dienstwagenflotte habe das Energieunternehmen Edis wegen der zu großen Entfernungen in Dahme-Spreewald abgeraten. „Eine Fahrt von Schönefeld nach Lübben wäre nicht mit einer Ladung möglich“, sagte Halecker unlängst im Kreistag auf eine Anfrage der Fraktion SPD/Grüne. Hinzu kommt das generelle Problem der unzureichenden Ladeinfrastruktur und der verschiedenen Anbieterkonzepte. Der Landkreis betreibt noch keine Ladestationen.

Ehrgeiziger Plan für das Flughafenumfeld

Königs Wusterhausen, Wildau und Schönefeld wollen ein flächendeckendes Netz von Ladestationen im Flughafenumfeld aufbauen. Neue Wohn- und Gewerbegebiete sollen damit ausgestattet werden. Im Nahverkehr sollen E-Busse zum Einsatz kommen. Allerdings werden vorhandene Ladestationen wie am A10-Center oder im Autohaus Dietz in Wildau bisher kaum genutzt. Doch das Netz wächst allmählich. Kürzlich wurde in Bestensee eine erste öffentliche Ladesäule auf dem Parkplatz am Bahnhof eingeweiht. Die Gemeinde nutzt ein Förderprogramm des Bundes, der den Aufbau fördert.

Von Frank Pawlowski

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