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Dahme-Spreewald Keine unmittelbare Gefahr, aber Handlungsbedarf
Lokales Dahme-Spreewald Keine unmittelbare Gefahr, aber Handlungsbedarf
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00:18 25.12.2017
Die historischen Feuerwehren stehen derzeit in Scheunen. Es sind technische Denkmale und die Stadt Mittenwalde ist in der Pflicht, damit an ihnen kein Schaden entsteht.
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Mittenwalde

An der alten Feuerwache in Mittenwalde gab es am Donnerstag einen Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde und des Landesdenkmalschutzes. Auch Vertreter der Stadt waren erschienen. Der Grund: Die historischen Feuerwehren der Stadt – sie stehen unter Denkmalschutz – könnten beschädigt werden, da sie derzeit in Scheunen untergestellt sind. Zum anderen soll nun doch die alte Feuerwache am Stadthausplatz abgerissen werden. Sie war von den Feuerwehrleuten als eigentliche Heimat für die wertvollen Feuerwehr-Fahrzeuge favorisiert worden.

Mittenwalde hat eine Sammlung historischer Feuerwehrfahrzeuge. Die Kameraden haben für ihre Erhaltung viele freiwillige Arbeitsstunden geleistet und Geld investiert. Ihr Traum war die Unterbringung in der alten Feuerwache am Stadthausplatz. Jetzt stehen sie in Scheunen.

Alarmiert hatte den Denkmalschutz Sven Geiselberger. An seiner Seite hatte er Dirk Knuth. Beide sind seit Jahren engagiert in der Feuerwehr tätig. Dirk Knuth ist zudem Vorsitzender des Mittenwalder Ortsbeirats und sitzt für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung. „Wir haben große Hoffnung, Unterstützung beim Denkmalschutz zu finden“, erklärte Knuth.

Alte Wache steht nicht auf Denkmalliste

Direkt vor der alten Wache wurden die Unterlagen durchgesehen. Geiselberger hatte einen dicken Ordner mitgebracht. Matthias Waxmann vom Landesdenkmalschutz – dort Referatsleiter für technische Denkmale – hörte sich alles genau an. Marek Kleemann, einer der Vertreter der Stadtverwaltung, nahm für Mittenwalde Stellung. Er erläuterte noch einmal, dass Anfang der 90er Jahre schon im Rahmen der geplanten Stadtsanierung das Gebäude der alten Feuerwache abgerissen werden sollte. „Es steht nicht auf der Denkmalliste“, so Thiele vom Unteren Denkmalschutz. Knuth indes erinnerte an einen Beschluss der Stadtverordneten aus dem letzten Jahr, wonach die Mittel für den Abriss umgewidmet werden sollten als erste Mittel für den Erhalt der Wache. „Seit 1836 sind von hier die Feuerwehren ausgerückt“, sagte er. Zudem hatten sich mehr als 1000 Mittenwalder per Unterschrift für den Erhalt ausgesprochen.

Gelder für Wachenerhalt bei Stadtsanierung ausgegeben

Schon in der Stadtverordnetenversammlung am Montag hatte es darum Aufregung gegeben. Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) musste eingestehen, dass sie dem Beschluss des Aufsichtsrates der Mittenwalder Wohnungsbaugesellschaft (MiWoGe) zum Abriss folgen müsse. Sie sei ja nur Gesellschafterin und habe selbst keine Stimme bei der Entscheidung. Zugleich sagte sie, dass unklar ist, wo die 40 000 Euro geblieben sind, die für einen ersten Start im Rahmen der Sanierung vorgesehen waren. „Das Geld ist aber nicht verschwunden. Die Kalkulation stimmt nur nicht“, hatte sie am Montag gesagt. Das wollen Knuth und seine Feuerwehrleute so nicht stehen lassen.

Fahrzeuge stehen in Scheunen

Nach dem Besuch der alten Wache ging es zu den beiden Scheunen, in denen momentan die historischen Fahrzeuge untergestellt sind. „Nicht ideal, aber unmittelbare Gefahr besteht nicht“, sagte Waxmann. Langfristig müsse die Stadt allerdings eine Lösung finden. Besonders dort, wo die alten Spritzen stehen, sei es nicht ideal. Jeden Moment können Teile vom maroden Dach auf die Fahrzeuge fallen. Auch eindringendes Wasser sei nicht gut. Waxmann zeigte auch Möglichkeiten auf, wie vor allem der alte Feuerwehr-Mercedes fachgerecht als Denkmal wieder hergestellt werden könnte. Auch Ideen, wie die Stadt an Geld dafür kommt, hatte er im Gepäck.

Von Andrea Müller

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