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Kellerraum in Kita Motzen saniert

Kinderbetreuung Mittenwalde Kellerraum in Kita Motzen saniert

Ein Kellerraum der Kita Koboldhaus in Motzen ist in diesem Jahr saniert worden. Hintergrund waren Stockflecken. Die waren nach einem Wassereinbruch nach einem Starkregen entstanden. SPD-Abgeordnete Heydi Fischer hatte bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gefragt, ob es sich um Schimmelbefall gehandelt habe.

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In der Kita Motzen wurde Stockflecke festgestellt. Deswegen wurde ein Kelleraum saniert und ein Fenster ausgewechselt sowie Spezialputz aufgebracht.

Quelle: Andrea Müller

Motzen. Heydi Fischer, SPD-Stadtverordnete in Mittenwalde, nutzte bei der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten die Gelegenheit, sich unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen der Abgeordneten nach der Kindertagesstätte in Motzen zu erkundigen. „Ist es richtig, dass in der Kita Schimmel festgestellt worden ist?“, fragte sie. Weiter wollte Fischer wissen, welche Sanierungsmaßnahmen vorgenommen wurden. „Dazu erwarte ich eine Information in der Stadtverordnetenversammlung“, so Fischer.

Bürgermeisterin nicht anwesend

Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) nahm an der Sitzung nicht teil, weil sie mit einer Delegation in der Ukraine weilte. Sie wurde von der stellvertretenden Bürgermeisterin Hedda Dommisch vertreten. Die konnte aber vor Ort keine Auskunft erteilen und sagte, dass man Fischer schriftlich antworten werde.

Die Antwort ist inzwischen eingetroffen. Bauamtsleiter Marek Kleemann teilt darin mit, dass der Keller der Kita in diesem Jahr komplett entkernt wurde. „Das schadhafte Fenster wurde ausgetauscht und die Wandflächen mit einem Spezialputz versehen“, schrieb er in seinem Brief.

Die Ursache für die Sanierung liege nach Aussagen des Rathauses weit zurück. Schon im Jahr 2016 seien in einem Kellerraum der Kita Motzen Feuchtigkeitsschäden festgestellt worden. Wegen eines kaputten Kellerfensters war bei einem starken Regen Wasser eingedrungen. Die betreffende Wand sei stark durchfeuchtet gewesen, der Putz lose und es seien Stockflecken entstanden. „Ein Schimmelbefall konnte nicht festgestellt werden“, so Kleemann.

Unterscheidung ist wichtig

Stockflecke und Schimmel müssen unterschieden werden. Die Ursachen für die Entstehung sind aber durchaus ähnlich. Immer ist zu große Feuchtigkeit schuld an der Entstehung. Meist geht dies einher mit zu geringer Belüftung. Allerdings ist auch nicht auszuschließen, dass bestimmte Schimmelarten die Ursache für Stockflecken sein könnten. Von einem echten Schimmelbefall aber sind Stockflecke gut zu unterscheiden. Schimmel bildet mit der Zeit immer ein Myzel, also sichtbare Fäden. Stockflecke weisen dieses Merkmal nicht aus. Dennoch, so Fachleute, könne der Geruch durchaus ähnlich sein.

Nach der Anfrage von Fischer in der Stadtverordnetenversammlung hatte das Rathaus noch einmal Rücksprache genommen mit der Kita-Leitung. Am 10. November sei kein weiterer Schadensbereich ausgemacht worden. „Ein Schimmelbefall lässt sich somit weder durch die Stadtverwaltung noch durch die Kita selbst bestätigen“, so Kleemann. Im „Koboldhaus“ in Motzen werden nach Auskunft von Hedda Dommisch derzeit 83 Kinder von 14 Erziehern betreut. Deswegen will Heydi Fischer nicht locker lassen. „Ich will genau wissen, was hier los gewesen ist“, sagte sie gegenüber der MAZ. Wenn es sich doch um Schimmelbefall gehandelt haben sollte, sei es höchst fahrlässig, die Eltern der Kinder nicht zu informieren. Die Stadt habe gegenüber den Kindern, ihren Eltern und dem Personal in den Kindertagesstätten eine Fürsorgepflicht. „Schimmel gefährdet nachweislich die Gesundheit“, so die Stadtverordnete. Deswegen werde sie Einsicht in die Unterlagen nehmen, um nachvollziehen zu können, ob tatsächlich untersucht worden ist, ob es sich hier lediglich um Stockflecke oder doch um Schimmel gehandelt habe.

Nicht zufrieden mit der Antwort aus dem Rathaus

„Mit der Auskunft von Herrn Kleemann gebe ich mich nicht zufrieden“, erklärte Fischer. Sie werde keine Ruhe geben, bis sie sich selbst ein Bild machen kann. „Ich will mir auch persönlich den Keller in der Kindertagesstätte ansehen“, so Fischer.

Mittenwalde ringt um jeden Kita-Platz. Nicht alle Wünsche können berücksichtigt werden. Deswegen will die Stadt neu bauen: in Töpchin.

Von Andrea Müller

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