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Keramikmarkt in Königs Wusterhausen

Kunst und Handwerk Keramikmarkt in Königs Wusterhausen

Nach zwei Jahren Pause meldete er sich wieder zurück – und wie: Bei der zehnten Auflage des Keramikmarkts am Königs Wusterhausener Schloss kamen Besucher und Kauflustige in Strömen. Das Wetter spielte mit, die Angebote der rund 90 Händler waren auch nicht zu verachten. Und wer suchte, konnte wirklich außergewöhnliche Stücke finden.

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90 Händler boten ihre Wahren feil.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen. Nach zweijähriger Pause lockte am Wochenende wieder der „Königliche“ Keramikmarkt auf den Ehrenhof der Kavalierhäuser und den Kirchplatz. Das Ereignis zog viele Liebhaber von Kunsthandwerk an. Bei zumeist strahlendem Sonnenschein genossen sie die Angebote an den Ständen, die Darbietungen der Künstler-Gruppe Los Dillettantos, Gespräche mit Händlern aus ganz Deutschland oder einen Kaffee im Garten des Schlossrestaurants.

„Das Angebot wird immer schöner, Kunst und Keramik werden wie in einer Ausstellung präsentiert und wirklich jeder findet etwas Passendes“, sagte etwa die Eichwalderin Sabine Fietz, die sich die inzwischen zehnte Auflage nicht entgehen lassen wollte.

Ein Vogelhäuschen traf den Geschmack von Sabine Fietz

Die Eichwalderin wurde am Stand von Keramikmeisterin Gemma Graf aus Cottbus fündig. Ein Vogelhäuschen aus Keramik hatte es ihr angetan, das im „Töpferstall“ von Groß-Glagow in Handarbeit entsteht. Bemalung und Größe kann der Kunde selbst bestimmen und damit ein unverwechselbares Stück für den Garten erwerben.

Steffen Braun aus Senzig war gezielt auf der Suche nach einem Kaffeegedeck und kam deshalb mit Keramikerin Anette von Rohden ins Gespräch über Formen und Farben von Tassen und Tellern. „Ich habe selbst schon getöpfert, da weiß man solche Stücke ganz anders zu schätzen“, sagte er.

Und auch das war im Angebot: der Eierbecher für den Querdenker. Den hatte Töpfermeisterin Gundula Müller aus Kohren-Sahlis im Angebot: „Das gekochte Ei liegt darin völlig entspannt, wie im mütterlichen Nest. Wir fertigen den Eierbecher auch mit Ihrem Namen an“, erklärte sie den Kunden. Stephan Vogelsang aus Königs Wusterhausen konnte da nicht widerstehen: „Das ist ein spaßiges Geschenk für meine Frau“, sagte der Marktbesucher.

Keramik, Schmuck und Bekleidung gingen weg wie warme Semmeln

Kunden wie Stephan Vogelsang hatten mehr als 90 Stände von Töpfern und Kunsthandwerkern zur Auswahl. Nicht nur Keramik ging weg wie die sprichwörtlichen Semmeln. Auch Schmuck und Bekleidung, Holzspielzeug und Korbwaren waren gefragt. Froh über die gute Resonanz auf dem Jubiläums-Keramikmarkt zeigte sich Hofkeramiker Marcus Motz aus Zernsdorf.

„Wir waren darauf eingestellt, dass nach einer Pause von zwei Jahren der Markt erst wieder anlaufen muss. Aber viele Menschen haben uns die Treue gehalten“, sagt er. Der Verein Kulturallianz Region Königs Wusterhausen habe in diesem Jahr als Mitveranstalter den Markt besonders scharf kalkulieren müssen, erzählt Motz.

Erstmals auf Eintritt verzichtet

Erstmals habe man auf den Eintritt verzichtet, weil der Aufwand einer Absperrung noch höher geworden wäre. Die traditionelle Keramikplakette war trotzdem wieder im Angebot – gegen eine Ein-Euro-Spende. „Sie ist zum Sammelobjekt geworden, viele nehmen sie sich als Andenken mit“, sagte Jörn Rettig, einer von zehn freiwilligen Helfern.

Der Zernsdorfer Keramikmeister Marcus Motz hatte vor 21 Jahren den Kunsthandwerker- und Keramikmarkt ins Leben gerufen. Mit der Kulturallianz als Mitveranstalter war es vor einigen Jahren gelungen, einen professionell ausgerichteten Handwerks- und Kunstmarkt zu etablieren.

„Wir haben in diesem Jahr noch eine Menge vor, wollen im Herbst ein Erntedankfest auf diesem Areal ausrichten. Dafür bedarf es aber einer anderen Herangehensweise und der Unterstützung durch die Stadt“, so Motz. Auch der Keramikmarkt wurde von der Stadt gefördert.

Von Uta Schmidt

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